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https://berufe-dieser-welt.de/berufe-von-a-bis-z/berufe-synonyme/synonyme-p/
https://berufe-dieser-welt.de/die-armbruster/
https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Historischer_Beruf
https://www.arbeitsagentur.de/datei/Klassifikation-der-Berufe_ba017989.pdf
324 Klassifkationen der Berufe 2010
VII. ALPHABETISCHES VERZEICHNIS DER BERUFSBENENNUNGEN fünfstellige Liste
Ärmelschneider/in ...................................... 28222 Änderungskoordinator/in ........................71314 Änderungsnäher/in .................................... 28222 Änderungsschneider/in ............................ 28222 Änderungs-werkstattleiter/in (Bekleidung)..................................................28294
https://www.arbeitsagentur.de/datei/Klassifikation-der-Berufe_ba017989.pdf
ALPHABETISCHES VERZEICHNIS DER BERUFSBENENNUNGEN
https://www.arbeitsagentur.de/datei/schluesselverzeichnis-2010-stand-03-2023_ba043581.pdf
https://www.stepstone.at/Karriere-Bewerbungstipps/berufsbezeichnung/
Als Ahnenforscher(1) hat man oft mit alten Berufen oder Berufsbezeichnungen zu tun, die man heute nicht mehr kennt. Viele Berufe sind mittlerweile verschwunden oder heißen heute anders. Ein Großteil der deutschen Familiennamen leitet sich übrigens von Tätigkeiten, von Berufsbezeichnungen, von Werkzeugen, von Erzeugnissen und Handelswaren ab. Der Name «Schmidt»(2), um nur einen zu nennen, war der Schmied. Recherchieren Sie selbst, Sie werden erstaunt sein, wie viele Nachnamen auf Berufe zurückgehen. In der vorliegenden Liste finden Sie auch Berufe unter ihrer lateinischen Bezeichnung, wie man sie oft in Kirchenbüchern findet.(3)
http://www.der-familienstammbaum.de/ahnenforschung/alte-berufe-z
http://www.der-familienstammbaum.de/ahnenforschung/alte-berufe-a
http://genwiki.genealogy.net/Kategorie:Berufsbezeichnung
http://www.bielski.de/html/berufe.html
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https://forebears.io/de/surnames/scheidegger
[1] Die Onomastik ist eine Disziplin der Etymologie und widmet sich der wissenschaftlichen – insbesondere sprachwissenschaftlichen – Erforschung von Namen.
Wer seine Zwillingstöchter Nausea und Emesis tauft, hat sich definitiv verpeilt
https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007855/2016-04-04/
https://www.germanistik.unibe.ch/forschung/projekte/forschungsstelle_fuer_namenkunde/namenforschung/index_ger.html
Namenforschung oder Onomastik ist die Wissenschaft von den Eigennamen. Eigennamen bezeichnen als Personennamen (Anthroponyme) menschl. Individuen, als Orts-, Gewässer-, Berg- und Flurnamen (Toponyme)
Die Namenforschung, auch Namenkunde, Onomatologie oder Onomastik (von altgriechisch ὀνομαστική [ἐπιστήμη] onomastiké [epistéme] «Namenwissenschaft» bzw. ὄνομα ónoma «Name»), beschäftigt sich mit der Bedeutung, Herkunft und Verbreitung von Eigennamen, unter anderem von Personennamen (Teilgebiet Anthroponomastik) und Ortsnamen (Teilgebiet Toponomastik). https://www.gw.uni-jena.de/phifakmedia/Fakult%C3%A4t/Einrichtungen/Institute/Institut+f%C3%BCr+Germanistische+Sprachwissenschaft/Fotos+Barbara/Handout+Onomastik+bis+Personennamen+2019.pdf
https://geogen.stoepel.net/
Kevinismus und Chantalismus sind ironische Bezeichnungen für die Neigung, Kindern ungewöhnliche, exotisch klingende Vornamen zu geben.[1]
Der Wohlklang bei der Namensgebung spielt eine wichtige Rolle. Aber Achtung: Wer seine Zwillingstöchter Nausea und Emesis nennt, hat sich definitiv verpeilt
https://www.baby-vornamen.de/
Vornamensuche nach Sprache und Herkunft Ob klassisch, altmodisch oder modern, Vornamen sind fast alle einer bestimmten Sprache und Herkunft zuzuordnen. Hier kannst Du ganz gezielt nach europäischen und internationalen Vornamen suchen.
https://www.baby-vornamen.de/Sprache_und_Herkunft/ https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/geburten-todesfaelle/vornamen-schweiz.html
Die plötzliche Popularität des Namens Kevin prägte den Begriff Kevinismus für dieses Klischee, als weibliche Entsprechung wurde Chantalismus aus Chantal gebildet. Der Begriff selbst entstammt ursprünglich der Satirewebsite Uncyclopedia und wurde später von Journalisten aufgegriffen und thematisiert.[2]
https://www.tpi.uni-jena.de/~wipf/talks/studgen.pdf
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Donaudampfschiffahrtsgesellschaftskapitän
Der Beruf mit dem «Längsten Namen» ist Donaudampfschiffahrtsgesellschaftskapitän. Er bezeichnet als Eigennamenkompositum inoffiziell einen Kapitän der von 1829 bis 1991 existierenden Ersten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft (DDSG). Donaudampfschiffahrtsgesellschaftskapitän ist ein beliebtes Beispiel für die Bildung von Mehrfachkomposita in der deutschen Sprache – und deren Probleme im Bereich der Linguistik und Computerlinguistik in Thesauren, Übersetzungsprogrammen und Suchabfragen. Der Begriff dient auch als Ausgangspunkt für Wortspielereien und die Konstruktion noch längerer künstlich zusammengesetzter – aber grammatikalisch korrekter – Substantive wie Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitänsanwärterposten.
Betrachtet man das Wort als Gattungsbegriff, gilt seit der Rechtschreibreform 1996 die Schreibweise mit drei f, also Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitän.
Den Donaudampfschiffahrtsgesellschaftskapitän gibt es auch als Tango mit Songtext. Hier in der Version von ↗ Ernst Mosch oder ↗ Karel Gott.
Unehrliche Berufe
Unehrlich ist hier weniger moralisch denn sozial zu verstehen, die auf der Infamia römisch-rechtlicher Provenienz basiert. Unehrliche Berufe waren in der Ständegesellschaft des europäischen Mittelalters – und bis weit in die frühe Neuzeit – Erwerbsweisen ohne gesellschaftlich anerkannte Ehrbarkeit. Dabei lassen sich «unehrliche Leute», die durch bestimmte Erwerbsweisen in Verruf gerieten, in drei Kategorien einteilen:
⇒ die Angehörigen als unehrlich geltender Gewerbe bzw. Handwerke wie Schäfer, Müller, Türmer, Bader, Leineweber oder Barbiere
⇒ die Angehörigen des nicht ortsfest lebenden und als «herrenlos» geltenden Bevölkerungsteils («Fahrendes Volk») wie Lumpensammler, Spielleute, Kesselflicker oder Hausierer
⇒ Anbieter von «unreinen» Dienstleistungen, die mit Schmutz, Strafe und Tod zu tun hatten wie Gassenkehrer, Büttel, Köhler, Abdecker, Totengräber oder Scharfrichter.
Literatur:
(1) ↗ Namenspedia
↗ Forebears
[1] Die Onomastik ist eine Disziplin der Etymologie und widmet sich der wissenschaftlichen – insbesondere sprachwissenschaftlichen – Erforschung von Namen.
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(2) «Non scholae sed vitae discimus.» Wer kennt ihn nicht, den berühmten Spruch des stoischen römischen Philosophen Seneca (1–65 n. Chr.)? Man greift gern auf ihn zurück, um schulmüden Teenies, die den Sinn des Unterrichts in Zweifel ziehen, ein im Wortsinn klassisches Argument entgegenzuhalten. Nur: Wir lernen nicht fürs Leben, sondern für die Schule, sagt dieser Römer, der unter anderem als Erzieher des späteren Kaisers Nero in die Geschichtsbücher einging. Seneca übte damit Kritik an den damaligen römischen Philosophenschulen. Zwar hat Lucius Aennaeus Seneca, geboren 4 v. Chr., tatsächlich etwas über Schule und das Lernen verfasst. In seinen «Epistulae morales ad Lucilium» schrieb er aber: «Non vitae sed scholae discimus». Und das heisst übersetzt genau das Gegenteil von dem, was sich in die humanistische Bildung eingeschlichen hat. L. ANNAEVS SENECA (c. 4 B.C. – A.D. 65) EPISTULAE MORALES AD LUCILIUMLibri XVII-XVIII CVI. SENECA LVCILIO SVO SALVTEM [12] http://www.thelatinlibrary.com/sen/seneca.ep17-18.shtml
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(3) Demnach war Magellans Antrieb die Gier, das Profitdenken - Volker Reinhardt wörtlich: «Magellan sollte im Auftrag des spanischen Königs Karl I. zu den Molukken segeln, deren Gewürznelken sich in Europa mit sagenhaftem Profit verkaufen liessen.»"
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VII. ALPHABETISCHES VERZEICHNIS DER BERUFSBENENNUNGEN fünfstellige Liste
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Als Ahnenforscher(1) hat man oft mit alten Berufen oder Berufsbezeichnungen zu tun, die man heute nicht mehr kennt. Viele Berufe sind mittlerweile verschwunden oder heißen heute anders. Ein Großteil der deutschen Familiennamen leitet sich übrigens von Tätigkeiten, von Berufsbezeichnungen, von Werkzeugen, von Erzeugnissen und Handelswaren ab. Der Name «Schmidt»(2), um nur einen zu nennen, war der Schmied. Recherchieren Sie selbst, Sie werden erstaunt sein, wie viele Nachnamen auf Berufe zurückgehen. In der vorliegenden Liste finden Sie auch Berufe unter ihrer lateinischen Bezeichnung, wie man sie oft in Kirchenbüchern findet.(3)
http://www.der-familienstammbaum.de/ahnenforschung/alte-berufe-z
http://www.der-familienstammbaum.de/ahnenforschung/alte-berufe-a
http://genwiki.genealogy.net/Kategorie:Berufsbezeichnung
http://www.bielski.de/html/berufe.html
Wo beschäftigt man sich mit Berufsbezeichnungen?
Hier kann im Rahmen des Sprachriffs nach den gängigsten Berufsbezeichnungen gesucht bzw. sortiert werden. Um zum Beispiel herauszufinden, in welchen unter den rund 1500 Berufsbezeichnungen die Berufsgattung «Schmied» vorkommt, einfach «Schmid» eingeben.
Sprachriff wurde 1998 im Zusammenhang mit dem noisy-Projekt des Duttweiler-Instituts neben vielem anderen von Urs Scheidegger initiiert und, in JavaScript programmiert, für die Allgemeinheit zugänglich gemacht. Mehr dazu unter ↗ dem noisy-Projekt-Überblick. Viel Spass!
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| Index | Begriff | Kommentar | |
|---|---|---|---|
| A | |||
| 1 | Ahnenforscher | Ahnenforschung, Familienforschung, Genealogie Ahnenforschung ist der umgangssprachliche Begriff im Bereich der Genealogie (von altgriechisch γενεαλογία genealogía «Geschlechtsregister, Stammbaum»; zurückgehend auf γενεά geneá «Geburt, Abstammung, Sippschaft, Familie» und λόγος lógos «Lehre»). Ahnenforscher oder auch Familienforscher befassen sich mit menschlichen Verwandtschaftsbeziehungen und ihrer Darstellung. Dabei richtet sich das Interesse vorrangig auf die biologische Herkunft (Ahnenforschung), auf das familiäre Umfeld sozialer Beziehungen einschliesslich Patenschafts- und anderer personenbezogener Verbindungen (Familienforschung). Beispiele dazu finden sich bereits im Alten Testament oder bei Hesiod. Von der Ahnen- bzw. Familienforschung ist die Genealogie als geisteswissenschaftlich-philosophische Disziplin zu unterscheiden: Ihr geht es im Anschluss an Friedrich Nietzsche und Michel Foucault daum, die Geschichtlichkeit gegenwärtiger Moralvorstellungen oder Diskurse herauszuarbeiten. Es gibt ↗ zahlreiche Genealogieprogramme – also Software zur Ahnenforschung. ↗ Genealogie-Datenbanken Viele Listen genealogischer Datenbanken existieren im Internet, in die Forschungsergebnisse der Familienforschung eingetragen werden. Diese Datenbanken lassen sich unterteilen in Kontaktdatenbanken, in denen nur veröffentlicht wird, wer wann wo nach welchen Namen forscht (die konkreten Details müssen in privater Kommunikation ausgetauscht werden), und Ergebnisdatenbanken mit den konkreten Forschungsergebnissen, sodass man schon vor der Kontaktaufnahme wissen kann, ob man eventuell gemeinsame Vorfahren hat. GENDEX-Suchdienst (iframe deaktiviert) Liste von Genealogie-Programmen
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| 2 | Abdecker | Abdecker Abdecker m. «wer Tierleichen verwertet» (1. Hälfte 16. Jh.), zu frühneuhochdeutsch abdecken «ein verendetes Tier aus der Decke (Fell) schlagen, ihm die Haut abziehen», für älteres ↗Schinder (s. d.); https://www.dwds.de/wb/Abdecker Andere Bezeichnungen des Berufs waren ↗ Schinder, Feld-, Fall-, Halb-, Klee- oder ↗ Wasenmeister; Greis-, Klee- oder Feldmetzger; Luderführer, Kleeken, Mausgewitz, Kaviller, Kafiller, Filler, Füller, Racker, Freiknecht, Abstreifer, Bärenhäuter, Weider, Weidmann, Fetzer, Kaltschlächter, Säuberer oder Weissriemler, die auch Felle gerbten. Seine Gehilfen hatten entsprechende Bezeichnungen wie beispielsweise Schinder- oder Luderknecht. ↗ Ölgemälde von William Orpen oder ↗ Totes Pferd. ↗ Abdeckerei von William Orpen Die Aufgaben des Abdeckers oder ↗ Wasenmeisters wurden bis in das späte 19. Jahrhundert in sogenannten Wasenordnungen oder Wasenmeisterordnungen festgelegt.[2] In der Schweiz war die Berufsbezeichnung «Wasenmeister» für die mit der Kadaverbeseitigung befassten Ämter oder Personen noch bis ins 21. Jahrhundert gebräuchlich und verschwand erst mit einer Änderung des ↗ Tierseuchengesetzes (TSG) 2013 aus den Gesetzestexten. Es haftete an den Abdeckern bis 1817 der Makel der «Anrüchigkeit» ihres Gewerbes,[5] sie waren vom Kontakt mit der übrigen Bevölkerung nahezu ausgeschlossen. Sie heirateten normalerweise nur untereinander, deshalb waren die Schinder einer Region häufig miteinander verwandt oder zumindest befreundet. Die Wasenmeistereien waren wegen ihrer Abgelegenheit ideale Schlupfwinkel für gesuchte Verbrecher, z.B. den Schinderhannes. Literatur:
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| 3 | Abiectarius | Mittellateinisch für Schreiner, Holzschnitzer | |
| 4 | Abtrittanbieter | Abtrittanbieter ↗ Abtrittanbieter Öffentliche Bedürfnisanstalten gab es schon im alten Rom. Später geriet diese Erfindung jedoch irgendwie in Vergessenheit. Für Ersatz sorgten bis ins 19. Jahrhundert hinein mobile Toilettendienstleister in Städten mit Eimern, auf denen Passanten ihr Geschäft verrichten konnten. Arbeitsbekleidung war ein weiter Umhang, der die Arbeiter vor Verschmutzungen schützte. ↗ weitere Bezeichnungen für Abtrittanbieter waren Buttenmänner und Buttenweiber oder Madame Toilette. | |
| 5 | Altbüsser | Altbüsser Der ↗ Altbüsser oder ↗ Flickschuster bringt alte Sachen in Ordnung und bessert sie aus. Von Althochdeutsch buozen, Mittelhochdeutsch büeʒen, Mittelneudeutsch b̂öten, Neuhochdeutsch büssen «etwas Schadhaftes ausbessern. Mehr zur ↗ Etymologie im Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018). |
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| 6 | Ameisler | ||
| 7 | Amme | ||
| 8 | Amtsschreiber | ||
| 8 | Anderter Wäscher | Anderter Wäscher | |
| 9 | Anisölbrenner | ||
| 10 | Apothekenassistent | ||
| 11 | Apothekenfacharbeiter | ||
| 12 | Apothekerassistent | ||
| 13 | Arkanist | Arkanist | |
| 14 | Armbruster | Armbruster Armbruster, der Hersteller einer Armbrust, ist ein Handwerker. Andere Wörter sind Armbrustmacher, Bogner, ↗ Balester, Palestermacher, ↗ Agittarius Etymologie Das Wort ↗ «Armbrust» geht auf lat. arcubalista (Bogenschleuder, dt. auch «Arcuballiste») zurück, im Französischen arbalète. Im 17. Jahrhundert war noch das Wort «Balester» verbreitet. Bei der Eindeutschung wurden die Wörter «Arm» und mhd. berust/berost (Ausrüstung bzw. Bewaffnung) kombiniert, woraus sich durch Verschleifung «Armbrust» (regional auch Armborst, Armst, Arbrost)[3] entwickelte, sodass eine typische Volksetymologie entstehen konnte, durch Herleitung von dem Körperteil Brust. Der Plural lautet «Armbrüste», seltener «Armbruste». ↗ Gottscheds Versuch, mit Armrust (1748) eine nachträgliche Motivation (im Hinblick auf rüsten, Rüstung) herzustellen, bleibt ohne Nachfolge. ↗ Armbrust |
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| 15 | Arbalist | Die Arbalest (auch Arbalst genannt) war ein im Spätmittelalter verwendetes Modell der Armbrust. | |
| 16 | Armbrustspanner | ||
| 17 | Aschenbrenner | Aschenbrenner Aschenbrenner ist die Berufsbezeichnung für einen Hersteller von Holzasche (für Glashütten). Kleremacher heisst der Aschenbrenner für Gold-/Silberschmelze. Die Aufgabe eines Aschenbrenners (auch: ↗ Pottaschbrenner) war es, Holz zu verbrennen, um aus der Asche durch Auslaugen und Sieden die Pottasche zu gewinnen, die beim Färben, in der Seifensiederei und für die Glasherstellung in Glashütten benötigt wurde. Historisch wurde Pottasche auch als Düngemittel eingesetzt, bei der Herstellung von Schiesspulver und im Haushalt als Waschmittel, Weich- und Weissmacher sowie auch als Backtriebmittel verwndet. Als der Waldbestand immer weniger wurde und im 12. Jahrhundert vielerorts das Schlagen und Verbrennen von Bäumen begrenzt oder verboten wurde, sammelten die Aschenbrenner auch totes Holz aus den Wäldern sowie die Herdasche der Bevölkerung ein. Im ausgehenden 19. Jahrhundert ging der Beruf des Aschenbrenners durch die zunehmende Bedeutung der Kohle und deren Transportmöglichkeiten mit der Eisenbahn zurück. Pottasche zum Zwecke einer industriellen Nutzung wurde nun aus bergmännisch gewonnenem Kalisalz oder im Syntheseverfahren hergestellt. Pottasche IPA und Aussprache ↗ IPA: [ˈpɔtˌʔaʃə] Ferdinand Raimund als Aschenmann: Lithographie von Josef Kriehuber, um 1825 Literatur:
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| 18 | Aschenmann | ||
| 19 | Aschköter | Aschköter | |
| 20 | Aufwecker | ||
| 21 | Ausscheller | ||
| 22 | Avhauer | Avhauer | |
| Ä | |||
| 400 | Ägyptologe | ↗ Ägyptologen und Ägyptologinnen beschäftigen sich wissenschaftlich mit Sprache, Kultur und Geistesleben des Alten Ägypten. Die wichtigsten Teilgebiete der Ägyptologie sind: Archäologie, Geschichte, Kunst und Kultur, altägyptische Schrift-, Sprach- und Literaturgeschichte, Religion und zentrale Stätten Altägyptens. | |
| 400 | Ährenpflücker | ↗ Ährenpflücker sind erwähnt in Matthäus 12,1-8, als Berufsgattung damals wohl kaum zu interpretieren. Ährerpflücker sind eher einzureihen ins Berufsbild der Pflücker bzw. ↗ Schnitter, als Ähren noch nicht maschinell geerntet wurden. Mehr zum ↗ Begriff auf DWDS. Siehe auch ↗ Schnitter |
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| 401 | Ärztevertreter | ↗ Ärztevertreter, Ärztebesucher, Pharmaberater, auch Pharmareferenten, medizinische Berater haben zur Aufgabe, das Unternehmen, für das sie tätig sind, durch Besuche bei Ärzten, Apothekern und Drogerien sowie Zahnärzten u.a. zu repräsentieren. | |
| B | |||
| 23 | Badchan | Badchan | |
| 24 | Bandlkramer | ||
| 25 | Bandreißer | ||
| 26 | Bannwart | Bannwart, Bamert, Bammert – Flur-, Wald-, Weinbergshüter, Gerichtsbote / -diener | |
| 27 | Barchentweber | ||
| 28 | Barettmacher | ||
| 29 | Barsenmeister | ||
| 30 | Bartenhauer | Bartenhauer Hellebardenmacher | |
| 31 | Bauconducteur | ||
| 32 | Beckenwerker | Beckenwerker | |
| 33 | Beigesetzter | Beigesetzter | |
| 34 | Bematist | Bematist | |
| 35 | Benshi | Benshi | |
| 36 | Bergbeamter | ||
| 37 | Berghauptmann | ||
| 38 | Bergknecht | ||
| 39 | Bergmannsbauer | ||
| 40 | Bergmeister | ||
| 41 | Bergschmied | ||
| 42 | Bergschreiber | ||
| 43 | Bergvogt (Bergbau) | Bergvogt | |
| 44 | Bernsteindreher | ||
| 45 | Beschließerin | ||
| 46 | Besenbinder | ||
| 47 | Bierherr | ||
| 48 | Bomätscher | ||
| 49 | Bornmeister | ||
| 50 | Bratenmeister | ||
| 51 | Bremser (Eisenbahn) | ||
| 52 | Brezenreiter | ||
| 53 | Briefmaler | ||
| 54 | Brotschauer | ||
| 55 | Brunnenmeister | ||
| 56 | Buchbinder | ||
| 57 | Buchführer | Buchführer - Umherziehender Buchhändler | |
| 58 | Büchsenmeister | ||
| 59 | Buckelkrämer | ||
| 60 | Buntmacher | ||
| 61 | Bürstenbinder | ||
| 62 | Büchsenspanner | ||
| 559 | Baccalaureus | Gelehrter | |
| 560 | Baiulus | Bote, Träger | |
| 561 | Backmann | Bäcker | |
| 562 | Bader | Barbier, Scherer (übernahm Arzt-Funktionen) | |
| 563 | Badreiber | Masseur, Inhaber einer Badestube | |
| 564 | Bäumeler | Bäumeler, Baumwart. Als ↗ Baumwart werden Fachleute bezeichnet, die auf Pflege und Erhaltung sowie den fachgerechten Schnitt und die Veredelung von Obstbäumen und Obstgehölzen spezialisiert sind. | |
| 565 | Balbierer | Barbier | |
| 566 | Balger | Klopffechter | |
| 567 | Balistarius | Bogenmacher, -schütze | |
| 568 | Ballenbinder | Packer | |
| 569 | Balneator | Badstubenbesitzer | |
| 570 | Ballonenmacher | Hersteller von Lederbällen | |
| 571 | Bandreisser | Verarbeiter von Weiden zur Herstellung von Fassreifen | |
| 572 | Bapirifex | Papiermacher | |
| 573 | Barbaricus | Seidensticker, -wirker | |
| 574 | Barbarius | Scherer, Bader (übernahm Arzt-Funktionen) | |
| 575 | Barbier | Scherer, Bader (übernahm Arzt-Funktionen) | |
| 576 | Barchenweber | Weber des Barchen(t) | |
| 577 | Barchetweber | Weber des Barchen(t) | |
| 578 | Baretmacher | Hersteller des Baretts und des Biretts | |
| 579 | Bargilde | Freier Grundbesitzer, der von seinem Land Abgaben zu zahlen hatte | |
| 580 | Bärschneider | Schweinekastrierer – «barc» hiess das männliche verschnittene Schwein. Daraus entstanden die Ber-, Beer-, Bern- und Bärschneider und die Bierschneider, aber auch die Ber-, Beren-, Behren- und Bärenstecher. | |
| 581 | Bartzwicker | Barbier | |
| 582 | Baterleinmacher | Rosenkranzmacher | |
| 583 | Baukondukteur | Bauaufseher, Landmesser | |
| 584 | Baumeister | Gutsverwalter, Vorknecht, Grossknecht, Rentmeister, auch Architekt | |
| 585 | Becharius | Holzbitschenmacher, Kleinböttcher | |
| 586 | Beckenschlager | Kesselschmied | |
| 587 | Bedellus | Büttel | |
| 588 | Bekemacher | Böttcher | |
| 589 | Bennenmacher | Korbwagenmacher | |
| 590 | Berenstecher | Schweinebeschneider | |
| 591 | Bergarius | Schäfer | |
| 592 | Bernschneider | Schweinebeschneider | |
| 593 | Beschirmer | Pfleger | |
| 594 | Bespannter [Bauer] | Bauer oder irgend eine Person mit Pferden- oder Ochsengespannen (->’ siehe 'Anspänner') | |
| 595 | Bestetter | Spediteur | |
| 596 | Beutelmachel | Lederbeutelmacher | |
| 597 | Beutner | Imker | |
| 598 | Bibliopegus | Buchbinder | |
| 599 | Bibliopola | Buchhändler | |
| 600 | Bidellus | Büttel | |
| 601 | Binder | Küfer (Österreich) | |
| 602 | Birmenter | Pergamentmacher | |
| 603 | Bisser | Zaumschmied, Gebissmacher | |
| 604 | Bladarius | Getreidehändler | |
| 605 | Blatner | Plattharnischmacher | |
| 606 | Blattervater | Seuchenhausverwalter | |
| 607 | Blutrichter | Landrichter | |
| 608 | Boddek, Boddeker | Böttcher | |
| 609 | Bodenleger | Estrichmacher | |
| 610 | Bödner | Bödner ->’ siehe 'Häusler' | |
| 611 | Bogener, Bogner | Bogenmacher | |
| 612 | Böker | Bogenmacher | |
| 613 | Bolzdreher | Armbrustbolzen-Hersteller | |
| 614 | Bombardarius | Büchsenschmied | |
| 615 | Bombicinator | Seidenmacher | |
| 616 | Borngräber, Bornmacher | Brunnenmacher | |
| 617 | Bornzieher | Leitungsleger (zum versorgen der Haushaltungen mit Wasser) | |
| 618 | Botenmeister | Postmeister | |
| 619 | Böttcher | Küfer (von Bottich, Nord- und Ostdeutschland) | |
| 620 | Brasilholzstösser | Müller von Brasilholz (Arzneimittel) | |
| 621 | Bractearius | Gold- und Silberschmied, Goldschläger | |
| 622 | Brandwache, Brandwach | Aufsichtsperson zur Verhinderung von Bränden | |
| 623 | Brasiator | Mälzer | |
| 624 | Breinmüller | Hirsemüller | |
| 625 | Breiser | Posamentier, Posamentenmacher Posamenten sind die Dinge, die man in der textilen Raumdekoration braucht (z.B. geflochtene Kordeln, Quasten, Litzen, Brokatlitzen, Borten etc.). Im weitesten Sinne also Zubehör zur dekorativen Gestaltung von Gardinen, Vorhängen, Kissen und dergleichen. Es wird vermutet, dass der Posamentenmacher als Beruf mit den Hugenotten nach Deutschland (Preussen) kam. | |
| 626 | Brenner | Alkoholbrenner | |
| 627 | Bretzenmacher | Spangenmacher | |
| 628 | Briefdreger, Brieftrager | Hausierer mit Bildern, Briefbote | |
| 629 | Briefer | Schrift-, Brief-, Klein-, Initialmaler | |
| 630 | Brinksitzer | Kleinbauer (meist am Rande der Dorfflur) ->' siehe 'Häusler' | |
| 631 | Britschenmeister | Festordner, Stegreifdichter, Spassmacher | |
| 632 | Bruch- und Steinschneider | Wundarzt | |
| 633 | Brucker, Bruckner | Steinsetzer, Pflasterer, Brückenbauer | |
| 634 | Brückner | Brückenbauer, Brückenwärter | |
| 635 | Brunnenmeÿer | Brunnenbauer | |
| 636 | Brustschneider | Korsettmacher | |
| 637 | Bubulcus | Rinderhirt | |
| 638 | Bubenmeister | Schullehrer | |
| 639 | Bücheraltreis | Antiquar | |
| 640 | Büchsen | Fusssoldaten mit Gewehr | |
| 641 | Büchsenmacher | Dosenmacher, Gewehrschmied | |
| 642 | Buchstabensetzer | Schriftsetzer | |
| 643 | Büdner | Kleinbauer, Kaufbudenbesitzer ->' siehe 'Häusler' | |
| 644 | Bungenschlager | Trommler | |
| 645 | Burggravius | Burggraf | |
| 646 | Bursarius | Beutelmacher | |
| 647 | Buthelor | Nagelschmied | |
| 648 | Büthener | Imker, Bienenzüchter | |
| 649 | Büttemacher | Böttcher | |
| 650 | Büttenbinder | Böttcher | |
| 651 | Büttner | Böttcher | |
| C | |||
| 63 | Caffamacher | Caffamacher - Samtweber | |
| 64 | Calculator | ||
| 65 | Chausseewärter | ||
| 66 | Chemigraf | ||
| 67 | Corduanmacher | Corduanmacher - Gerber von Corduanleder, auch Schuhmacher | |
| D | |||
| 69 | Dageschalke | Dageschalke | |
| 70 | Diätar | Diätar war ein Beamter in Deutschland, besonders Preußen, der Monatsbesoldung bezog, keinen Anspruch auf Wohnungsgeld, Umzugskosten etc. hatte und gegen Kündigung angestellt wurde. | |
| 71 | Diurnist | Diurnist bezeichnete vor allem im österreichischen Raum einen in der Verwaltung auf Tagegeldbasis (Diurnum) Beschäftigten, der als Amtsschreiber die anfallenden Schreibarbeiten erledigte. | |
| 72 | Donkeyman | Donkeyman war die Bezeichnung für einen Hafenarbeiter oder Seemann, der den Donkey (englisch für «Esel»), die Hilfsdampfmaschine eines Schiffes, zu bedienen hatte. | |
| 73 | Draufschläger | Draufschläger ist eine alte Berufsbezeichnung für einen Metallbearbeiter in einer Schmiede, der dem Schmied bei der Herstellung von Werkstücken assistierte. | |
| E | |||
| 74 | Einfahrer | Einfahrer, auch Obereinfahrer oder Nachfahrer genannt, waren Aufsichtsbeamte, die Bergwerke in ihren Tätigkeitsbereichen kontrollierten. | |
| 75 | Einschlagmacher | Einschlagmacher räucherten die für Wein und Most bestimmten Fässer mit Schwefel aus, der Einschlag genannt wurde. Der Wein wurde aber auch direkt dem Einschlag ausgesetzt, wie in Grimms Deutschem Wörterbuch nachzulesen ist: «einschlag des weins, medicamen vini, was in den wein gehängt wird, um ihm farbe und geschmack zu geben, gewöhnlich linnene oder papierene, mit schwefel überzogene streifen». Die Fässer selbst wurden von Küfern hergestellt. | |
| 76 | Eishändler | Eishändler brachten das Eis in tragbaren Blöcken zu Einrichtungen, bevor es elektrische Kühlschränke gab. | |
| 77 | Euler | Euler waren die Handwerker, die Krüge und Kannen aus Ton herstellten. Entlehnung aus dem vulgärlateinisch, galloromanisch Ōlla, welches heute noch im Süden Frankreichs und in einigen anderen romanischen Dialekten anzutreffen ist. Das Wort stellt ein sehr gutes Beispiel für den Einfluss der romanischen Sprachen im Rheingebiet dar. Mehr zur ↗ Eulersprache und ↗ Eulereien. | |
| F | |||
| 78 | Fabrikinspektor | ||
| 79 | Facharbeiter für BMSR-Technik | Der Facharbeiter für Betriebsmess-, Steuerungs- und Regelungstechnik war ein Ausbildungsberuf in der DDR. | |
| 80 | Facharbeiter für Fertigungsmittel | Facharbeiter für Fertigungsmittel war von 1970 bis 1988 ein Ausbildungsberuf der Industrie in der DDR. | |
| 81 | Facharbeiter für Glastechnik | Facharbeiter für Glastechnik war die Ausbildungsbezeichnung für den Facharbeiterberuf mit zweijähriger Ausbildung in der DDR von 1977 bis 1986. | |
| 82 | Facharbeiter für Schreibtechnik | Facharbeiter für Schreibtechnik war die gültige Ausbildungsbezeichnung für den Facharbeiterberuf mit zweijähriger Ausbildung in der DDR. | |
| 83 | Facharbeiter für Nachrichtentechnik | Der Facharbeiter für Nachrichtentechnik war ein technischer Beruf in der DDR. Der Beruf wurde 1970 eingeführt und löste den bis dahin üblichen Fernmeldemechaniker ab. | |
| 84 | Fächermacher | Fächermacher stellten Fächer zur Kühlung des Gesichts und zum Schutz gegen Sonne und Insekten her. | |
| 85 | Fahnenschmied | Fahnenschmied - Beschlagmeister, Hufschmied bei der Kavalerie | |
| 86 | Fasszieher | Fasszieher - Markthelfer, Auflader | |
| 87 | Feilenhauer | Feilenhauer ist ein ehemaliger Handwerksberuf, der sich mit der Herstellung neuer und der Wiederaufbereitung alter Feilen und Raspeln beschäftigt. | |
| 88 | Feldschütze | Feldschütze ist die Bezeichnung für einen historischen Truppenteil des ausgehenden Mittelalters und später für angestellte Personen von Gemeinden zum Schutz der Felder und Flure. | |
| 89 | Fergger | Fergger - Mittelsmann zwischen Textilhandwerk (Weberei, Stickerei, Kämmler) und dem Handel. Der Fergger arbeitete meist im Auftrag von Textilhändlern als Bindeglied zwischen Handel und Handwerk. Er sorgte für den Transport der Rohstoffe zu den Handwerkern oder Heimarbeitern, kontrollierte deren Arbeit, bezahlte ihre Löhne und sammelte die Zwischen- oder Fertigprodukte für den Handel wieder ein. Die Fergger arbeiteten zu Beginn meist unselbständig im Auftrag der Verleger (Handel). Später entstehen selbständige Unternehmen - die Ferggereien. Die ursprünglich mit Rossfuhrwerken, später mit Lastwagen umherziehenden Fergger, verschwanden im 19. Jahrhundert allmählich wieder. Der Begriff taucht im 17. Jahrhundert auf. Zu dieser Zeit entwickelt sich der Handel mit den Rohstoffen (Wolle, Baumwolle, Garn später auch Seide). Heutzutage taucht der Begriff in der Schweiz als Bezeichnung für «Spediteur» auf. | |
| 90 | Fingerhut | Fingerhut (Nähwerkzeug) | |
| 487 | Fischbeinreisser | ↗ Fischbeinreisser zerkleinerten die mannshohen Barten von Walen, ein Material, das sich durch hohe Elastizität auszeichnet, um diese an Kleider- und Galanterieartikelhersteller weiter zu verkaufen. ↗ Mehr… | |
| 91 | Flecksieder | ||
| 92 | Fleetenkieker | ||
| 93 | Flintenspanner | ||
| 94 | Flusssieder | ||
| 95 | Fontänenmeister | ||
| 96 | Fördermann | ||
| 97 | Former | ||
| 98 | Formschneider | ||
| 99 | Freibauer (Mittelalter) | ||
| 100 | Freimeister | ||
| 101 | Fronbote | ||
| 102 | Fruchtmesser (Beruf) | ||
| 103 | Fudasashi | Fudasashi | |
| 114 | Fuhrmann (Beruf) | ||
| 115 | Funkelektroniker | ||
| 116 | Wagner | Wagner stellen Transport- und Beförderungsmittel, landwirtschaftliche Geräte sowie Gartenmöbel aus Holz her, warten und reparieren diese. Zu ihren Produkten zählen Leiterwagen, Handwagen, Schlitten, Leitern, Rechen, Heugabeln aber auch Gartenmöbel. | |
| G | |||
| 118 | Gandy dancer | ↗ «gandy dancer» war in den USA eine umgangssprachliche Bezeichnung für Streckenarbeiter, die Gleise verlegt und gewartet haben. Der Ursprung des Begriffs wurde wahrscheinlich von einem irischen oder gälischen Ausdruck abgeleitet, da die meisten Streckenarbeiter im Norden Iren waren. ↗ Andere Theorien besagen, dass der Begriff Gandy-Tänzer sich als Beschreibung aus der Bewegung der Streckenarbeiter entwickelt haben könnte. |
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| 119 | Gasriecher | ||
| 120 | Gassenkehrer | ||
| 121 | Gaukler | ||
| 122 | Gelbgießer | ||
| 123 | Gemeindediener | ||
| 124 | Gerben | ||
| 125 | Geschirrflicker | ||
| 126 | Gewandschneider | ||
| 127 | Gisaeng | ||
| 128 | Glasträger (Schwarzwaldglas) | ||
| 129 | Heinrich Göding | ||
| 130 | Grobschmied | ||
| 131 | Grubenjunge | ||
| 132 | Grubenschreiber | ||
| 133 | Grubenverwalter | ||
| 134 | Gutfertiger | ||
| H | |||
| 137 | Hake (Beruf) | ||
| 138 | Handlanger | ||
| 139 | Handschuhmacher | ||
| 140 | Harnischmacher | ||
| 141 | Harzer (Beruf) | ||
| 142 | Haspelknecht | ||
| 143 | Hauderei | ||
| 144 | Hausmaler | ||
| 145 | Haustochter | ||
| 146 | Hefner | ||
| 147 | Heimbürge | ||
| 148 | Heimbürger | ||
| 149 | Heizer | ||
| 150 | Heizungsbauer | ||
| 151 | Hellanodiken | ||
| 152 | Hemerodromos | ||
| 153 | Herold | ||
| 154 | Hipparch (Amt) | ||
| 155 | Hirsch (Beruf) | ||
| 156 | Hitzläufer | ||
| 157 | Hofdichter | ||
| 158 | Hoffaktor | ||
| 159 | Hofhandwerker | ||
| 160 | Hofkünstler | ||
| 161 | Hofnarr | ||
| 162 | Hofzwerg | ||
| 163 | Hoplomachos | ||
| 164 | Hucker (Beruf) | ||
| 165 | Hundepeitscher | ||
| 166 | Hundeschläger | ||
| 167 | Hundshautgerber | ||
| 168 | Hungerkünstler | ||
| 169 | Hutmacher | ||
| 170 | Hutschenschleuderer | ||
| 171 | Hüttenschreiber | ||
| I | |||
| 174 | Impresario | ↗ Impresario (von italienisch impresa: Unternehmen) war inbesondere im 17., 18. und 19. Jahrhundert der Leiter (unter Umständen auch Besitzer) eines Opernhauses oder Theaters bzw. eines Opern- oder Theaterunternehmens. Im englischen Sprachraum werden freie Theaterproduzenten noch heute als Impresario bezeichnet Mehr zum ↗ Begriff auf DWDS. |
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| 175 | Imker | Bienenzüchter | |
| J | |||
| 177 | Juffer | Rheinland: Jungfrau, Betschwester oder Frömmlerin | |
| 177 | Justiziar | ||
| K | |||
| 180 | Kachelbäcker | ||
| 181 | Kaffeeriecher | Kaffeeriecher bzw. Kaffeeschnüffler bezeichnete eine Gruppe von etwa 400 Invaliden, die ab 1780 auf Veranlassung von Friedrich dem Grossen angestellt wurden, um in den preussischen Kommunen durch «Schnüffeln» festzustellen, wo verbotenerweise Bohnenkaffee geröstet wurde. | |
| 182 | Kambe | Kambe (jap. 神戸, ↗ Kambe, seltener Kamube oder sino-jap.) ist die im Japan der Nara- und Heian-Zeit einem Shintō-Schrein im Rahmen des Uji-Kabane-Systems zugeteilte Berufsgruppe (be), die für die Bewirtschaftung der zugehörigen Ländereien und die Instandhaltung des Schreines sorgte. | |
| 183 | Kammerdiener | ||
| 184 | Kammerfrau | ||
| 185 | Kammermohr | Kammermohr Als Kammermohr bezeichnete man im deutschen Sprachraum ab dem 18. Jahrhundert bei Hofe einen Hausdiener schwarzer Hautfarbe. Er zählte zur sogenannten Kammer, den persönlichen Bediensteten eines Herrschers. | |
| 186 | Kammertürke | ||
| 187 | Kämmler | ||
| 188 | Kannengießer (Beruf) | ||
| 189 | Kartenmaler | ||
| 190 | Kastigator | ||
| 191 | Kawass | ||
| 192 | Kerzenzieher | ||
| 193 | Kesselflicker | ||
| 194 | Kesselwärter | ||
| 195 | Kettenschmied | ||
| 196 | Kiepenkerl | ||
| 197 | Kinoerklärer | ||
| 198 | Kipper (Beruf) | ||
| 199 | Klageweib | ||
| 200 | Klausmeister | ||
| 201 | Klausurmacher | ||
| 202 | Kleiber (Beruf) | Kleiber - Estrichmacher, Lehmverstreicher | |
| 203 | Klesmer | ||
| 204 | Klüttenbäcker | ||
| 205 | Kohlenmesser | ||
| 206 | Kohlentrimmer | ||
| 207 | Kommis | Kommis - Kontorist, Handlungsgehilfe oder kaufmännischer Angestellter | |
| 208 | Kompastmacher | ||
| 209 | Komprador | ||
| 210 | Kondukteur (Bauwesen) | ||
| 211 | Konzipist | ||
| 212 | Korbmacher | ||
| 213 | Korkschneider | ||
| 214 | Korsettmacher | ||
| 215 | Kotzenmacher | ||
| 216 | Krenweiberl | ||
| 217 | Kunstmeister | ||
| 218 | Küper | ||
| 219 | Kupfermeister | ||
| 220 | Kupferstecher | ||
| 221 | Kürschner | ||
| 222 | Kuxkränzler | ||
| L | |||
| 225 | Lakai | ||
| 226 | Lampist | ||
| 227 | Landschaftseinnehmer | ||
| 228 | Landschreiberei (Kurpfalz) | ||
| 229 | Laufbursche | ||
| 230 | Laukkuryssä | Laukkuryssä oder auch reppuryssä ist die finnische, påsaryss oder auch kontryss die schwedische Bezeichnung für fliegende Händler aus Russland, die bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts jeden Sommer durch die Dörfer Finnlands zogen. | |
| 231 | Leichenbitter | Leichenbitter - Leichenlader | |
| 232 | Leineweber | ||
| 233 | Leyendecker | ||
| 234 | Lichtputzer | ||
| 235 | Liederweib | ||
| 236 | Liquidator (Tschernobyl) | ||
| 237 | Lithograf | ||
| 238 | Lohgerber | ||
| M | |||
| 241 | Marketender | ||
| 242 | Melbler | ||
| 243 | Menger | Menger - Händler | |
| 244 | Messererbote | ||
| 245 | Messerschmied | ||
| 246 | Metsieder | ||
| 247 | Metteur | ||
| 248 | Michel-Türmer | Der Michel-Türmer, auch Turmtüter, ist ein Trompeter, der in der Tradition des Amtes der Turmbläser vom Turm der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis täglich morgens und abends Choräle in alle vier Himmelsrichtungen spielt. | |
| 249 | Milchmädchen | ||
| 250 | Mühlenbauer | ||
| 251 | Muldenhauer | ||
| 252 | Munotwächter | ||
| 253 | Münzmeister | ||
| 254 | Muter | ||
| N | |||
| 257 | Nachtwächter | ||
| 258 | Nagelschmied | ||
| 259 | Nähknecht | ||
| 260 | Narr | ||
| 261 | Nautae | ||
| 262 | Nestler | ||
| 263 | Nomenclator | ||
| 264 | Nummularius | ||
| O | |||
| 1158 | Obentürer | Edelsteinhändler | |
| 1159 | Obsequa | Magd | |
| 1160 | Obstetrix | Hebamme | |
| 1161 | Oenopola | Weinschenk | |
| 1162 | Ofentürer | Edelsteinhändler | |
| 1 163 | Official | Amtmann, Beauftragter | |
| 1164 | Oldbuter | Flickschuster | |
| 1165 | Oldkitter | Flickschuster | |
| 1166 | Olearius | Ölschläger oder -stampfer | |
| 1167 | Omenträger | Lastträger | |
| 1168 | Operarius | Lohnarbeiter | |
| 1169 | Operator | Lohnarbeiter | |
| 1170 | Opfermann | Küster, Lehrer, Kantor | |
| 1171 | Opifex | Handwerksmann | |
| 1172 | Opilio | Schäfer | |
| 1173 | Ostiarius | Beschliesser, Torwächter | |
| 268 | Ortsrichter | Ortsrichter | |
| Ö | |||
| 398 | Ökologe | ↗ Ökologen und Ökologinnen beobachten und erforschen Abläufe und Veränderungen in der Natur. Sie untersuchen die Zusammenhänge zwischen tierischen und pflanzlichen Organismen und die Wechselbeziehungen von Mensch und Umwelt. Dabei beschäftigen sie sich vor allem mit Fragen des Umweltschutzes. Sie studieren z. B. die Auswirkung von Schadstoffen, Treibhausgasen, saurem Regen auf Klimaveränderungen und Pflanzenwachstum. Sie entnehmen Luft-, Boden- und Wasserproben und untersuchen sie mit verschiedenen Messgeräten. | |
| 267 | Ökotrophologe | Ökotrophologen arbeiten an der Schnittstelle zwischen Ernährung, Haushalt und Wirtschaft. Sie befassen sich mit Aufbau und Zusammensetzung von Nahrungsmitteln und kennen deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Die Ökotrophologie (von altgr. οἶκος «Haus», τροφή «Ernährung» und λόγος «Rede», «Wort», …, «philosophischer Lehrsatz», «philosophische Lehre») ist ein interdisziplinäres Studienfach aus Ernährungswissenschaft und Haushaltswissenschaft (manchmal abgekürzt EHW oder HEW). Die Schreibweise des Begriffs «Ökotrophologie» ist nicht einheitlich, verwendet wird auch die historisierende Schreibung «Oecotrophologie». Ökotrophologen arbeiten in ↗ unterschiedlichen Bereichen. |
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| 267 | Öler | Öler (auch Ölstampfer, Ölmüller oder Ölschläger) ist ein historischer Beruf zur Herstellung von verschiedenen pflanzlichen Ölen mittels ↗ Ölmühlen. Dabei werden die Pflanzensamen, Strauch- und Baumfrüchte vorgängig zerquetscht oder zerstampft. Des Weiteren ist Öler ein Beruf der Maschinenindustrie, dessen Tätigkeiten zum Beispiel auf Schiffen darin besteht, Maschinenteile regelmässig mit Öl bzw. Fett zu versorgen. |
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| 267 | Ölförderer | Ölförderer im überschaubaren Ausmass muss es bereits vor 12000 Jahren im vorderen Orient gegeben haben. Die Babylonier nutzten Bitumen («Erdpech») unter anderem als Bindemittel im Haus- und Strassenbau. «Erdpech» war im Babylonischen Reich so allgegenwärtig, dass Hammurapi ihm einige Kapitel in seinem Gesetzeswerk aus dem 18. Jh. v. Chr. widmete – quasi die erste nachweisbare staatliche Regulierung von Erdöl.
An der Erdoberfläche natürlich austretendes Erdöl wird auch von den Schriftstellern der klassischen Antike, Herodot und Plinius dem Älteren, erwähnt. Die römische Armee nutzte Erdöl möglicherweise als Schmierstoff für Achsen und Räder. Im frühmittelalterlichen Byzantinischen Reich wurde vermutlich aus Erdöl der Brennstoff für eine als «griechisches Feuer» bezeichnete Vorform des Flammenwerfers hergestellt. Wie Kohle und Erdgas zählt auch Öl zu den nicht nachhaltigen, weil aus Biomasse entstandenen fossilen Energiequellen, die genutzt werden, um ihre chemische Energie in nutzbare Energie umzuwandeln. Auf der Suche nach einem guten und billigen Lampenbrennstoff stiess man in den 1850er-Jahren auf Erdöl. Es war viel günstiger als Walöl, dem bisherigen Rohstoff für Leuchtmittel. Bis in die 1920er-Jahre wurde Erdöl denn auch vor allem für die Beleuchtung genutzt und erst danach als Treibstoff. Als historischer ↗ Meilenstein der Ölförderung gilt der 27. August 1859, als Edwin L. Drake am Oil Creek in Titusville, Pennsylvania, im Auftrag des amerikanischen Industriellen George H. Bissell nach mehreren Monaten ergebnislosen Bohrens in 21 m Tiefe auf eine ergiebige Öllagerstätte stiess. «Dieser Sonntag Nachmittag an den Ufern des Oil Creek bei Titusville lieferte den Funken, der die Erdölindustrie in die Zukunft katapultierte.» Dann trat der Amerikaner John D. Rockefeller in Erscheinung, der dank dem Rohölhandel zum ersten Milliardär der Weltgeschichte wurde – berücksichtigt man die Inflation, besässe er heute rund dreissig Milliarden US-Dollar. 2022 sind mit einer täglichen Erdölfördermenge von rund 11,8 Millionen Barrel die USA das förderstärkste Land der Welt. Dahinter folgen Russland mit 10,6 Millionen und Saudi-Arabien mit 10,3 Millionen Barrel pro Tag. ↗ Ranking der grössten Erdölexporteure weltweit 2020 |
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| P | |||
| 271 | Pansenklopper | ||
| 272 | Panzermacher | ||
| 273 | Parlier | ||
| 274 | Paternostermacher | ||
| 275 | Pelzbrüder | ||
| 276 | Pergamentmacher | ||
| 277 | Pfaidler | Pfaidler- Hemdmacher | |
| 278 | Pfaidlerei | Pfaidlerei
ist eine österreichische Bezeichnung für ein Bettwaren-, Hemden- oder
Kurzwarengeschäft. Diese Gewerbebezeichnung gilt heute als veraltet, das aktuelle Österreichische Wörterbuch führt den Begriff nicht mehr. Er findet sich jedoch häufig in literarischen Quellen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Etymologisch steckt in dem Begriff das bairische Wort „Pfoad“ (siehe Bairische Kennwörter), das in der Schreibweise „Pfaid“ damals auch in der Schriftsprache verwendet wurde und „Hemd“, bzw. „Oberkleid“ bedeutet. Joseph Roth: Die Geschichte von der 1002. Nacht. tredition, Hamburg 2011, ISBN 978-3-8424-1732-8 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche). https://de.wikipedia.org/wiki/Pfaidlerei |
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| 279 | Pfeifenbäcker | ||
| 280 | Pharmazeutischer Assistent | ||
| 281 | Pharmazieingenieur | ||
| 282 | Planetenverkäufer | ||
| 283 | Plattner | ||
| 284 | Pliesterer | ||
| 285 | Pochteca | ||
| 286 | Polizeifürsorgerin | ||
| 287 | Portefeuillemacher | ||
| 288 | Porzelliner | ||
| 289 | Posthalter | Posthalter | |
| 269 | Posamentier | Es wird vermutet, dass der Posamentenmacher als Beruf mit den Hugenotten nach Deutschland (Preussen) kam. | |
| 290 | Postschwede | ||
| 291 | Präzeptor | ||
| 292 | Priestermechaniker | ||
| 293 | Pritschenmeister | ||
| 294 | Proklamator | ||
| 295 | Prozessagent | ||
| 296 | Pulveraffe | ||
| 297 | Punkteur | ||
| 298 | Punzer | ||
| Q | |||
| 301 | Quastenmacher | Quastenmacher sind Posamentierer, die sich auf die Fertigung von Quasten (auch Troddeln genannt) spezialisiert haben. Diese bestehen aus Schnur-, Bänder- oder Metallfadenbündeln, die am oberen Ende zusammengebunden und oft verziert sind mit Knoten, Perlen oder Stickereien. Es wird vermutet, dass der Posamentenmacher als Beruf mit den Hugenotten nach Deutschland (Preussen) kam. | |
| 301 | Quatorzième | Quatorzième (Der Vierzehnte) war eine Berufsbezeichnung für professionelle Gäste privater Gesellschaften in Paris des Fin de siècle an der Wende zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert. Ein Quatorzième besucht gegen Bezahlung in angemessener Kleidung eine Gesellschaft, um zum Beispiel zu verhindern, dass 13 Gäste an einer Tafel sitzen (daher die Bezeichnung). Entstanden war der Beruf in Paris zu Beginn des 20. Jahrhunderts infolge der Triskaidekaphobie. Hier machten Quatorzièmes mit Schildern an ihren Wohnungen auf ihre Profession aufmerksam. Bekanntgeworden ist der Begriff durch den 1903 erschienenen Aufsatz ↗ «Die Grossstädte und das Geistesleben» des Soziologen Georg Simmel, der damit die Grundlagen der Stadtsoziologie schuf. | |
| 302 | |||
| 303 | R | ||
| 304 | Rangschiffer | Rangschiffer wurden die zunftmässig organisierten Schiffer/Schiffseigner genannt, die für einen geregelten Transport der Handelsgüter auf dem Fluss verantwortlich waren. | |
| 305 | Raschmacher | Raschmacher bezeichnete bis in das 19. Jahrhundert hinein Handwerker, die den sogenannten Rasch produzierten. Es handelte sich meist um einen leicht gearbeiteten groben Wollstoff. | |
| 306 | Rattengiftverkäufer | ↗ Rattengiftverkäufer bezeichnet einen Händler, der Gift zur Rattenbekämpfung anbot. Nach den Amsterdamer Stadtverordnungen von 1595 und 1613 waren sie den Bettlern gleichgestellt. Spätestens Ende des 19. Jahrhunderts verschwand der Rattengiftverkäufer von den Strassen Europas, da er sich der Konkurrenz der Gewürzhändler und Drogisten nicht mehr erwehren konnte. Die arsenhaltige Ware kam auch durch die steigende Verwendung als «Erbschaftspulver» oder «Giftmehl» zunehmend in Verruf. In ↗ Bremen tötete Gesche Gottfried, zwischen 1813 und 1827, nachweislich 15 Menschen mit «Mäusebutter». | |
| 307 | Rauchwarenzurichter | ||
| 308 | Reepschießer | ||
| 309 | Reepschläger | ||
| 310 | Registrator | ||
| 311 | Reidemeister | ||
| 312 | Reifschneider | ||
| 313 | Reisemarschall | ||
| 314 | Reisiger | ||
| 315 | Repasseur | ||
| 316 | Revierbeamter | ||
| 317 | Rheinkadetten | ||
| 318 | Riemer | Riemer und ↗ Sattler als Berufe rund ums Leder | |
| 319 | Rieselwärter | ||
| 320 | Ritzenschieber | ||
| 321 | Röhrmeister | ||
| 322 | Rotgießer | ||
| 323 | Rotschmied | ||
| 324 | Rottaler Hafner | ||
| 325 | Rundfunkgebührenbeauftragter | ||
| 326 | Ruttnern | ||
| 327 | |||
| 328 | S | ||
| 329 | Sackreißer | ||
| 330 | Sakebaro | ||
| 331 | Salpetersieder | ||
| 332 | Sanglier | ||
| 333 | Säumer | ||
| 334 | Sauschneider | ||
| 335 | Schalenschneider | ||
| 336 | Scharwächter | ||
| 337 | Scherenschleifer | ||
| 338 | Schiffsheizer | ||
| 339 | Schindelmacher | ||
| 340 | Schmierbrenner | ||
| 341 | Schmuckeremit | ||
| 342 | Schneider | ||
| 343 | Schnellläufer (Schausteller) | ||
| 344 | Schnitter | Schnitter - Erntearbeiter | |
| 345 | Scholar | ||
| 346 | Schopper | ||
| 347 | Schösser (Beruf) | ||
| 348 | Schreiber im Alten Ägypten | ||
| 349 | Schriftgelehrter | ||
| 350 | Schriftgießer | ||
| 351 | Schriftschneider | ||
| 352 | Schriftsetzer | ||
| 353 | Schröder, Schröter | Schröder, Schröter (Beruf) - Tuchschneider | |
| 354 | Schuhputzer | ||
| 355 | Schulmeister | Schulmeister - Lehrer | |
| 356 | Schweizer (Beruf) | verschiedene Berufe, für die die Schweizer bekannt waren. Veraltet auch Schweitzer. Schweizer übten ausserhalb ihres Landes entsprechend ihren Fähigkeiten bestimmte Berufsarten aus. Mit der Zeit ging der Begriff Schweizer auf den typischen Beruf über (oft auch unabhängig von der Herkunft des Ausübenden): Schon im Spätmittelhochdeutschen bezeichnet das Wort swîzer nicht nur einen Einwohner der Schweiz, sondern auch verschiedene Berufe, für die die Schweizer bekannt waren (Wach- und Schutzdienste, Hirten und Stallknechte / Stallschweizer, sowie Melker und Sennen, etc.). Quelle: Wikipedia. | |
| 357 | Schwertfeger | ||
| 358 | Seelnonne | Seelnonnen waren Frauen in Süddeutschland im späten Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, die Totendienste und Bestattertätigkeiten versahen. | |
| 359 | Seifensieder | ||
| 360 | Sensenschmied | ||
| 361 | Siechentröster | ||
| 362 | Silberdiener | ||
| 363 | Silhouetteur | ||
| 364 | Skomoroch | ||
| 365 | Somatophylakes | ||
| 366 | Spannmann | ||
| 367 | Spielzeugmacher | ||
| 368 | Spinner (Beruf) | ||
| 369 | Sporer | ||
| 370 | Staller (Beamter) | ||
| 371 | Steindämmer | ||
| 372 | Steinfischerei | ||
| 373 | Steinhauer | ||
| 374 | Steinrichter | ||
| 375 | Stellmacherei | ||
| 376 | Stereotypeur | ||
| 377 | Steuerbevollmächtigter | ||
| 378 | Steuerperäquator | ||
| 379 | Sticker (Handwerk) | ||
| 380 | Streckenwärter | ||
| 381 | Strotter | ||
| 382 | Strumpfwirker | ||
| 383 | Stückgießer | ||
| 384 | Stückmeister | Stückmeister | |
| T | |||
| 386 | Truchsess | Truchsess Der Truchsess (althochdeutsch truhtsâzzo, Vorsteher eines Gefolges, lat. dapifer, discophorus und senescalcus), auch Seneschall genannt, hatte neben dem Marschall, Mundschenk und Kämmerer das vornehmste unter den Ämtern am hochmittelalterlichen Königshof inne. Deren Ursprung ist in der germanischen Hausverfassung zu suchen. Am Lausanner Bischofshof ist ein Truchsess bzw. Seneschall ab 1142 bezeugt, in der Herrschaft von Estavayer ab 1150/60, in der Abtei St. Gallen ab 1167. Zum zweiten Kompositionsglied ahd. -sāʒo vgl. «Insasse», «ansässig» usw. in: ↗ Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993) |
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| 387 | Taschenspieler | ||
| 388 | Thesmothet | ||
| 389 | Tonsor | Tonsor - Wundarzt | |
| 390 | Trambahnschienenritzenreinigerin | https://de.wikipedia.org/wiki/Ritzenschieber Der Beruf starb in den 1950er Jahren aus.[3] Heute werden stattdessen Schienenreinigungsfahrzeuge eingesetzt. https://de.wikipedia.org/wiki/Ritzenschieber#/media/Datei:ETH-BIB-Tramschienenputzerin,_M%C3%BCnchen-Dia_247-01526.tif |
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| 391 | Truhenmeister | ||
| 392 | Tuchbereiter | ||
| 393 | Tuchscherer | ||
| 394 | Tuchwalker | ||
| 395 | Türmer | Türmer ist ein historischer Beruf und die Bezeichnung für einen Wächter, der von einem Turm bzw. einer Türmerstube die Umgebung beobachtet und gegebenenfalls, z. B. im Brandfall Alarm schlägt. | |
| U | |||
| 399 | Uhrenträger | Uhrenträger | |
| 400 | Unehrlicher Beruf | vcvcvx | |
| Ü | |||
| 398 | Überreiter | Die ↗ Überreiter, auch Überreuter oder Überraiter, waren besondere Polizeikräfte zur Unterbindung von Schmuggel und Diebstahl von Monopolwaren. Sie waren zu Durchsuchungen und Warenbeschau berechtigt. Im Kurfürstentum Bayern wurden durch den Schrobenhausener Kaufmann Johann Senser, der im Tabak-Appalto von 1678 das landesherrliche Tabakregal gepachtet hatte, 46 Tabaküberreiter bestallt. Im Kurfürstentum Sachsen wurden 1683 mit der Verschärfung des Kobaltpatents zwei Kobaltüberreiter eingesetzt. Später wurde deren Zahl erhöht, so dass jedes der Bergämter mit Kobaltförderung über mindestens einen Kobaltüberreiter verfügte. Im Jahre 1800 gehörten zu den Bergämtern Annaberg und Johanngeorgenstadt jeweils ein, zum Bergamt Schneeberg zwei Kobaltüberreiter. | |
| V | |||
| 403 | Verwaltungsaktuar | Verwaltungsaktuar | |
| 404 | Viertelsmeister | ||
| 405 | Vierwerke | ||
| 406 | Vorkoster | ||
| 407 | Voyageur | ||
| W | |||
| 410 | Waffenschmied | ||
| 411 | Wagenschmiermann | ||
| 412 | Waldläufer (Nordamerika) | ||
| 413 | Waldzeichenschneider | ||
| 414 | Wanderzieglerwesen | ||
| 415 | Wardein | Wardein - Münzprüfer, Schätzer https://www.dwds.de/wb/Wardein Wardein Wardein, auch Guardein, (lat. guardianus „Wächter, Hüter“) ist der Titel eines Beamten, der in Mittelalter und Frühneuzeit die Erze und die Münzen untersuchte. Je nach Tätigkeitsschwerpunkt gab es den Erzwardein (auch Erzprobierer), der die Erze untersuchte, und den Münzwardein, der die Münzen zu untersuchen hatte.[1] https://www.peter-hug.ch/lexikon/Wardein Auch der Begriff „Berggegenprobierer“ war geläufig.[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Wardein |
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| 416 | Wasserträger | ||
| 417 | Weber | ||
| 418 | Wegmacher | ||
| 419 | Wegwärter | ||
| 420 | Weinberghüter | ||
| 421 | Weinschenk (Beruf) | ||
| 422 | Weißgerber | ||
| 423 | Weißgerbermuseum | ||
| 424 | Weißnäherin | ||
| 425 | Werkzeugmacher | ||
| 426 | Werkzeugschmied | ||
| 427 | Wildcatter | ||
| 428 | Wirker | Wirker - Hersteller von Geweben aus Garn durch 'wirken' (maschenbildendes Verfahren wie auch Stricken oder Häkeln). Gewirke (auch Gewirk oder Wirkwaren genannt) sind aus Fadensystemen durch Maschenbildung auf einer Wirkmaschine industriell hergestellte Stoffe. Sie gehören zu den Maschenwaren. Man unterscheidet zwischen Kulierwirkware und Kettenwirkware. Aus gewirkten Textilien werden zum Beispiel Unterwäsche, Gardinenstoffe, Spitzen, Netze, aber auch Samt und Plüsch hergestellt. Abgrenzung: Beim Stricken oder Häkeln wird eine Masche neben der anderen hergestellt (Faden verläuft horizontal, entlang einer Maschenreihe), während in Wirkware der Faden übereinander stehende Maschen bildet (Faden verläuft senkrecht und bildet mit dem benachbarten Faden ein Maschenstäbchen). Wirkwaren sind nur maschinell herstellbar, da ihre Nadeln und Platinen fest stehen und nur in ihrer Gesamtheit beweglich sind. | |
| 429 | Woith | ||
| 430 | Wollschläger (Beruf) | ||
| 431 | Wraker | ||
| X | |||
| 1454 | Xenodochius | ↗ Xenodochius ist eine Berufsbezeichnung aus mittellateinisch xenodochīum ‘Herberge, Pilgerhaus, Hospital’ (von griechisch xenodochéo ‘Fremde aufnehmen’). Es handelt sich um eine Latinisierung deutscher Familiennamen wie Herberger. Mehr zum ↗ zum Begriff Xenodochium in der Gesundheitsversorgung. ↗ Xenodocharius ist eine Berufsbezeichnung für Spitalpfleger. Mehr zum ↗ Begriff Xenodocharius in Kirchenbürchern. |
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| 1454 | Xurterius | Polizeibeamter ↗ Xurterius | |
| 1454 | Xylocopus | Zimmermann ↗ Xylocopus | |
| 1454 | Xylograph | ↗ Xylograph oder auch Xylograf, Formschneider, Formstecher ist ein fast ausgestorbener Beruf, der sich mit Herstellung von Druckwalzen und -stöcken aus Holz beschäftigt. Diese dienten für die Stoffdruckerei, für Papiertapeten, Spielkarten, Linoleum, Wachstuch und Seide sowie die teils künstlerische Holzschnitte. Mehr zum ↗ Begriff auf DWDS. |
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| 1454 | Xylophonist | ↗ Xylophonist als Berufsmusiker | |
| 1454 | Xylopola | ↗ Xylopola ist ein Holzhändler. | |
| Y | |||
| 434 | Yeoman | ||
| Z | |||
| 437 | Zainschmied | ||
| 438 | Zapfensteiger | ||
| 439 | Zehntner | ||
| 440 | Zeichenschläger | ||
| 441 | Zeugmacher | ||
| 442 | Ziechenweber | ||
| 443 | Ziegelböhm | ||
| 444 | Zofe | ||
| 445 | Aalrep | Aalfischer. Benannt nach seinem Fanggerät «Aalreif». | |
| 446 | Abatissa | Äbtin | |
| 447 | Abbas | Abt | |
| 448 | Abbauer | Pächter mit kleinem Eigenbesitz - Neusiedler - zweiter Sohn, der vom Hofe abbaut | |
| 449 | Abdecker | Wasenmacher, Wasenmeister, Schinder (Tierkörperverwerter, unehrlicher Beruf) | |
| 450 | Abenarius faber | Kesselschmied | |
| 451 | Abend | Bauer und Handwerker, die den Abend lieben | |
| 452 | Abenteurer | Hausierer, Spielmann | |
| 453 | Abwart, Abwärt | eine für Aufsicht, Pflege (auch Krankenpflege!) und Unterhalt zuständige Person - auch Gerichtsdiener (ein Bediensteter, der den Parteien gleichsam abwarten muss um sie vor Gericht zu führen) | |
| 454 | Abzieher | Fellabzieher, Schinder | |
| 455 | Achtmann | gerichtlicher Taxator, Wahlherr | |
| 456 | Achtsmann | gerichtlicher Taxator, Wahlherr | |
| 457 | Acicularius | Nadelmacher | |
| 458 | Ackerknecht | der pflugführende, ackernde Knecht | |
| 459 | Ackermann | der ackernde Bauer, im Dienste des Grundherrn | |
| 460 | Actionarius | Krämer | |
| 461 | Actuarius | Schreiber | |
| 462 | Acuciator | Schleifer | |
| 463 | Acuminator | Schleifer | |
| 464 | Acupictor | Seidensticker | |
| 465 | Ader | Barbier, der zur Ader liess | |
| 466 | Aderlasser | Barbier, der zur Ader liess (mittelhochdeutsch) | |
| 467 | Aderlater | Barbier, der zur Ader liess (norddeutsch) | |
| 468 | Administrator | Verwaltungsbeamter | |
| 469 | Adumbrator | Zeichner | |
| 470 | Advocatus | Sachverwalter, Verteidiger | |
| 471 | Aedilis | Hauptmann | |
| 472 | Aedituus | Küster | |
| 473 | Aegyptus | Zigeuner | |
| 474 | Aerarius praefectus | Einnehmer, Rentmeister | |
| 475 | Aerarius quastor | Einnehmer, Rentmeister | |
| 476 | Aerarius veteramentarius | Kesselflicker | |
| 477 | Affengiesser | Giesser von Handwasserfässern, Bütten, Taufbecken, Weihrauchgefässen, auch kleinerer Glocken | |
| 478 | Agaso | Eseltreiber, Stallknecht | |
| 479 | Agent, öffentlicher | Rechtsgelehrter mit beschränkten Befugnissen, zwischen Notar und Anwalt stehen (in Österreich) | |
| 480 | Agittarius | Bogen- oder Armbrustmacher | |
| 481 | Agricola | Bauer | |
| 482 | Agstein | Bernsteindrechsler | |
| 483 | Agtfischer | Bernsteinfischer | |
| 484 | Agtschleifer | Bernsteinschleifer | |
| 485 | Ahlenstiel | Schuhmacher Sticht mit der Ahle Löcher (Hamburg / Kiel). | |
| 486 | Ahlreip | Benannt nach seinem Fanggerät «Aalreif» (norddeutsch). | |
| 488 | Albator | Bleicher | |
| 489 | Albicerdo | Weissgerber | |
| 490 | Alesteker | Aalfischer Benannt nach seinem Stechgerät (Kiel, 1449). | |
| 491 | Allmendherr | Ratsherr, dem die Aufsicht über die Allmende (Gemeindegut) obliegt | |
| 492 | Allmendpfleger | Ratsherr, dem die Aufsicht über die Allmende (Gemeindegut) obliegt | |
| 493 | Altarista | Kaplan | |
| 494 | Ältestenprediger | Hilfsprediger, Prädikant, Predigthelfer (lat. praedicare = predigen) | |
| 495 | Altflicker | Flickschuster (später auch Altwarenhändler) | |
| 496 | Altgewander | Flickschneider, auch Altkleiderhändler | |
| 497 | Altsitzer | Bauer im Ausgedinge, nach Übergabe des Anwesens an seinen Sohn, Nutzniesser des Altenteils | |
| 498 | Altwender | Flickschneider, auch Altkleiderhändler | |
| 499 | Alumnus | Zögling, Student | |
| 500 | Alutarius cerdo | Weissgerber | |
| 501 | Amer | Admiral | |
| 502 | Amiger | Bewaffneter, Edelknecht, Knappe | |
| 503 | Ammann, Amtmann | Höherer oder niederer Beamter, Amtmann, Vorsteher, in der Schweiz gelegentlich: siehe ->’ «Meier» | |
| 504 | Ammeister | Zunftmeister | |
| 505 | Ampularius | Flaschenmacher | |
| 506 | Amtherr | Ratsherr, der ein öffentliches Amt bekleidete | |
| 507 | Amtsgograf | Amtsvogt | |
| 508 | Amtsgogräfe | Amtsvogt | |
| 509 | Amtsschösser | Steuereinnehmer eines Amtes | |
| 510 | Amtsschulze | Höherer oder niederer Beamter, Amtmann, Vorsteher, in der Schweiz gelegentlich: siehe ->’ 'Meier' | |
| 511 | Ancilla | Magd | |
| 512 | Angstmann | Folterknecht, Henker, Scharfrichter | |
| 513 | Annonarius | Kornhändler | |
| 514 | Annularius faber | Kettenschmied, Panzermacher | |
| 515 | Anschaffer | Majordomus | |
| 516 | Anspänner | Vollbauer Gutstagelöhner, dem hauptsächlich die Pflege der Pferde obliegt | |
| 517 | Antistes | Pfarrer | |
| 518 | Anwender | Anlieger, Nachbar | |
| 519 | Apengeter, -giesser | Rotgiesser | |
| 520 | Apiarius | Imker | |
| 521 | Apparitor | Büttel, Aufseher | |
| 522 | Aquilex | Brunnenmeister | |
| 523 | Arator | Ackermann, Pflüger | |
| 524 | Arbiter | Schöffe | |
| 525 | Arcarius faber | Kastenmacher, Schreiner | |
| 526 | Archiater | Leibarzt | |
| 527 | Archigenes | Leibarzt | |
| 528 | Architriclinus | Schaffner, Hofmarschall | |
| 529 | Arcuarius | Bogen- oder Armbrustmacher | |
| 530 | Arcularius | Schreiner, Tischler | |
| 531 | Argentarius | Bankier, Wechsler | |
| 532 | Armiger | Bewaffneter, Edelknecht, Knappe | |
| 533 | Aromatopola | Gewürzkrämer, Spezereihändler | |
| 534 | Arrendator | Pächter | |
| 535 | Artifex calcarium | Sporenmacher | |
| 536 | Artifex loricarius | Riemenmacher | |
| 537 | Äscherer | Brenner von Holzasche (für Glashütten) | |
| 538 | Asenmacher | Rahmenmacher | |
| 539 | Assator | Koch | |
| 540 | Aucellator | Falkner | |
| 541 | Auer | Uhrenmacher | |
| 542 | Auermacher | Uhrenmacher | |
| 543 | Aufschläger | Auflader Erheber der Akzisen (indirekten Aufwandssteuern), z.B. Biersteuer. | |
| 544 | Aufspieler | Spielmann | |
| 545 | Aufwart(t)er | Diener, Kellner | |
| 546 | Aulaeorum opifex | Teppichwirker | |
| 547 | Aulicus | zum Hof gehörig | |
| 548 | Aurifaber | Gold- und Silberschmied | |
| 549 | Auriga | Fuhrmann | |
| 550 | Ausbraiter, Ausbreiter | Kupfer-, Kesseltreiber | |
| 551 | Ausgänger | Ratsherr ohne eigentliche Beschlussbefugnis | |
| 552 | Ausgeher | Bote | |
| 553 | Ausklinger | Ratsbote, Polizeidiener, Ausrufer | |
| 554 | Ausnehmer | Bauer im Ausgedinge (nach Übergabe des Anwesens an seinen Sohn) | |
| 555 | Austrägler | Bauer im Ausgedinge | |
| 556 | Auszahler | Zahlmeister | |
| 557 | Auszügler | Bauer im Ausgedinge | |
| 558 | Ayrer | Eierhändler | |
| 652 | Cacubarius | Kachelmacher | |
| 653 | Caduceator | Brücken- und Wegemacher | |
| 654 | Caelator | Graveur | |
| 655 | Caementarius | Maurer | |
| 656 | Calcariator | Sporenmacher | |
| 657 | Calcarius | Schuster | |
| 658 | Califex | Kelchmacher, Kannengiesser | |
| 659 | Calopedarius | Holzschuhmacher | |
| 660 | Caluppner | Caluppner ->’ siehe 'Häusler' (von «chalupa» = strohgedeckte Kate oder Hütte) | |
| 661 | Calvarius | Nagelschmied | |
| 662 | Cambiator | Wechsler | |
| 663 | Campanarius | Glöckner, Küster | |
| 664 | Campsor | Wechsler | |
| 665 | Candidarius | Bleicher | |
| 666 | Caniparius | Kellner | |
| 667 | Cantafusor | Kannengiesser | |
| 668 | Capellanus | Hilfsgeistlicher | |
| 669 | Capitaneus | Bürgermeister | |
| 670 | Capillamentarius | Perückenmacher | |
| 671 | Capsarius | Schachtelmacher | |
| 672 | Carbiner | Musketier | |
| 673 | Carbonarius | Köhler, Holzkohlenbrenner | |
| 674 | Carminarius | Kämmerer, Wollschläger | |
| 675 | Carnarius | Fleischer | |
| 676 | Carnifex | Henker, Scharfrichter, Schinder (unehrliche Berufe) oder Metzger | |
| 677 | Carpentarius | Zimmermann, Wagner | |
| 678 | Carrucarius | Fuhrmann | |
| 679 | Casier | Käsemacher | |
| 680 | Castner | Rentamtmann, Kastellan | |
| 681 | Castrator | Viehbeschneider | |
| 682 | Castrensis | Burgmann | |
| 683 | Catopticus | Spiegelmacher | |
| 684 | Caupo | Wirt | |
| 685 | Cellarius / Cellerarius | Kellermeister ->' siehe 'Keller' | |
| 686 | Cementarius | Maurer | |
| 687 | Cerdo | Gerber | |
| 688 | Cereficiarius | Wachszieher | |
| 689 | Cerevisiarius | Bierbrauer, -schenk | |
| 690 | Cervillarius | Helmschmied | |
| 691 | Chalcographus | Kupferstecher | |
| 692 | Chelista | Fiedler, Geiger, Spielmann | |
| 693 | Chilchwart, Chilpert | Kirchendiener | |
| 694 | Chirothecarius | Handschuhmacher | |
| 695 | Chorführer | Tanzmeister | |
| 696 | Chymiater | Alchimist | |
| 697 | Chyrurgus | Bader, Arzt | |
| 698 | Cingularius | Gürtelmacher | |
| 699 | Circulator | Landstreicher | |
| 700 | Cistarius | Kistenmacher | |
| 701 | Claustrarius | Pförtner | |
| 702 | Clausurmacher | Hersteller von Buchschliessen, Gürteln, Kleinverschlüssen | |
| 703 | Claviger | Schlüsselträger, Schaffner | |
| 704 | Claviorum artifex | Kunstschlosser | |
| 705 | Clericus | Geistlicher | |
| 706 | Clibanarius | Ofengiesser | |
| 707 | Cloacarius | Abtrittfeger | |
| 708 | Clusor | Schmied | |
| 709 | Coctor | Bierbrauer | |
| 710 | Cocus | Koch | |
| 711 | Collector | Steuereinnehmer | |
| 712 | Colonissa | Bäuerin ->' siehe 'Colon' | |
| 713 | Colonus, Colon | Kleinbauer. Im Münsterland ist ein Colon ein Bauer, ein Besitzer eines Kolonats. Ein Colon ist ein Selbsthöriger, ein Pächtiger, welcher zwar schatzpflichtig ist, aber keinen Gutsherren hat. In Westfalen / Sauerland war im 18. Jahrhundert der übliche Begriff 'Conductor'. | |
| 714 | Colorator | Färber | |
| 715 | Comes | Graf | |
| 716 | Comes palatinus | Pfalzgraf | |
| 717 | Commis | Kontorist, Handlungsgehilfe oder kaufmännischer Angestellter | |
| 718 | Commis de Cuisine | Jung- oder Beikoch | |
| 719 | Commis de Rang | rangniedriger Kellner | |
| 720 | Commissarius | Beauftragter | |
| 721 | Commutator | Wechsler | |
| 722 | Compir | Pate, Gevatter | |
| 723 | Condimentarius | Gewürz- oder Spezereihändler | |
| 724 | Conducticius | Tagelöhner | |
| 725 | Conductor | Conductor ->’ siehe 'Colonus' | |
| 726 | Confector | Hersteller | |
| 727 | Conflator | Hüttenarbeiter, Erzgiesser | |
| 728 | Consiliarius | Ratsherr, Bürgermeister | |
| 729 | Consul | Ammann, Bürgermeister | |
| 730 | Consumtionsschreiber | Steuerbeamter | |
| 731 | Conterfehter, Conterfeiter, Conterfetter, Conterfettner | Porträtmaler | |
| 732 | Coqua | Köchin | |
| 733 | Coquus | Koch | |
| 734 | Corbo | Korbflechter | |
| 735 | Cordarius | Seilmacher | |
| 736 | Coreator | Gerber, Schuhmacher | |
| 737 | Coriarius | Gerber, Schuhmacher | |
| 738 | Corrigiarius | Riemenschneider | |
| 739 | Cotiarius | Schleifer | |
| 740 | Credenzer | Kellner | |
| 741 | Creutzschmied | Schmied für Degen- und Schwertgriffe | |
| 742 | Cribrarius | Siebmacher | |
| 743 | Crumenarius | Beutel- und Taschenmacher | |
| 744 | Crustularius | Kuchenbäcker | |
| 745 | Culcitarius | Mantelmacher | |
| 746 | Cuparius | Küfer | |
| 747 | Cupendinarius | Kuchenbäcker | |
| 748 | Curator | Pfleger, Verwalter | |
| 749 | curator | Vormund | |
| 750 | Dammsetzer | Pflasterer, Strassenbauer | |
| 751 | Dantler | Trödler | |
| 752 | Dapifer | Truchsess (von althochdeutsch truhtsâzo Vorgesetzter der truht, des Trosses) In der mittelalterlichen Hofgesellschaft ursprünglich die Bezeichnung für den Küchenmeister, der die Speisen auftrug | |
| 753 | Darrer | Besitzer oder Arbeiter einer Malzdarre bzw. eines Röstofens | |
| 754 | Daubenhauer, Daubenmacher | Böttcher | |
| 755 | Deaureator | Vergolder | |
| 756 | Debitor | Gläubiger | |
| 757 | Decanus | Dekan, Probst | |
| 758 | Degener | Degenschmied | |
| 759 | Deglubitor | Abdecker | |
| 760 | Demantschneider | Diamantschleifer, Diamantschneider | |
| 761 | Dengler | Sensenschmied | |
| 762 | Deuchelbohrer | Hersteller von Holz- und Brunnenröhren | |
| 763 | Diebler | Zimmermann, der die Balken mit Dübeln verbindet | |
| 764 | Dignitarius | Würdenträger | |
| 765 | Dinkelbohrer | Hersteller von Holz- und Brunnenröhren In der Innerschweiz (Kanton Luzern als Dialektform von 'Tüchelbohrer' oder 'Deuchelbohrer' verwendet). | |
| 766 | Disceptator | Schiedsrichter | |
| 767 | Discipulus | Schüler, Lehrling | |
| 768 | Dispensator | Schaffner | |
| 769 | Dockenmacher | Hersteller von Puppen | |
| 770 | Doliarius | Böttcher, Küfner | |
| 771 | Doppeler | Würfelmacher, -schneider, -spieler | |
| 772 | Drahtmüller | Besitzer oder Pächter einer Drahtziehmühle, einer Drahtschmiede | |
| 773 | Drapenier, Drapier, Drapierer | Tucher | |
| 774 | Draver | Tucher | |
| 775 | Dreihüfner | Grossbauer mit drei Hufen Besitz | |
| 776 | Dreschgärtner | Kleinbauer, Pächter, der auf dem Gutshof Dienst beim Dreschen zu leisten hat | |
| 777 | Dreyer | Drechsler | |
| 778 | Drost | Adeliger Verwalter einer Vogtei, Vertreter des Landesherrn, Landrat oder Landvogt | |
| 779 | Dübler | Zimmermann, der die Balken mit Dübeln verbindet | |
| 780 | Dulciarius | Zuckerbäcker | |
| 781 | Dütenmacher | Tütenhersteller | |
| 782 | Ebenist | Kunsttischler (der vor allem Ebenholz verarbeitet) | |
| 783 | Eberschmied | Bohrerschmied | |
| 784 | Ebursator | Zahlmeister | |
| 785 | Edelsteinwürker | Edelsteinhändler, Juwelier | |
| 786 | Edentarius | Dentist, Zahnbrecher | |
| 787 | Ehehalt | Dienstbote (auch Knecht oder Magd) | |
| 788 | Eiermenger | Eierhändler | |
| 789 | Eigenkätner | Eigenkätner ->’ siehe 'Häusler' | |
| 790 | Einlasser | Pförtner | |
| 791 | Einleger | Böttcher | |
| 792 | Einpfenniger | Vorsteher der Geleitseinnehmer | |
| 793 | Einsäckler | Steuereinnehmer | |
| 794 | Einspanner | Stadtknecht, Ratsdiener | |
| 795 | Einspänner | Grossbauer | |
| 796 | Einwohner | Pächter, Mieter, Untermieter | |
| 797 | Eisengräber | Stempelschneider, Graveur | |
| 798 | Eisenhalter | Münzaufseher | |
| 799 | Eisenhuter | Helmmacher, Hersteller von Sturmhauben | |
| 800 | Eisenmeister | Kerkermeister | |
| 801 | Eisenschmelzer | Waldschmied | |
| 802 | Eisenschneider | Stempelschneider, Graveur | |
| 803 | Emmerer | Hersteller von Eimern | |
| 804 | Emundator | Schwertschleifer | |
| 805 | Entensteller | Jagdgehilfe bei der Wasserjagd | |
| 806 | Ephipparius | Sattelmacher | |
| 807 | Ephorus | Vorsteher, Leiter | |
| 808 | Episcopus | Bischof | |
| 809 | Eques | Reiter, Ritter | |
| 810 | Equester | Berittener, Reiter | |
| 811 | Equicida | Pferdeschlächter | |
| 812 | Equicius | Pferdehändler | |
| 813 | Erchmacher | Weissgerber | |
| 814 | Erchmeker | Weissgerber | |
| 815 | Erdtrichsmesser, Ertrichsmesser | Feldmesser | |
| 816 | Eremita | Einsiedler | |
| 817 | Ergastularius | Kerkermeister | |
| 818 | Eruginator | Schwertschleifer | |
| 819 | Erweisser | Erbsenhändler | |
| 820 | Eseler | Kleinhändler, der seine Ware auf einem Esel befördert | |
| 821 | Esser | Wagenbauer | |
| 822 | Esterricher | Estrichmacher | |
| 823 | Etzmaler | Eisenätzer (z.B. von Rüstungen) | |
| 824 | Ewart | Priester (auch Ewawart, Ew-Walt) | |
| 825 | Ewerführer | Führer eines Ewers oder einer Schute zum Heran- und Fortbringen der Ladung von Seeschiffen | |
| 826 | Exactor | Steuereintreiber | |
| 827 | Exclamator | Ausrufer | |
| 828 | Excoriator | Abdecker | |
| 829 | Faber ferrarius | Schmied | |
| 830 | Faber lignarius | Zimmermann | |
| 831 | Facifer | Fackelträger | |
| 832 | Fadenmacher | Zwirner | |
| 833 | Fahrensmann | Seemann, Matrose | |
| 834 | Fähri (Oberriet) | Fährmann | |
| 835 | Faktotum | Diener, Gehilfe | |
| 836 | Falcarius | Sensenschmied, Dengler | |
| 837 | Falconarius | Falkner | |
| 838 | Fallmeister | Abdecker, Schinder, Wasenmeister (Tierkörperverwerter, untersteht dem Tierarzt, unehrlicher Beruf) | |
| 839 | Famella | Dienerin, Magd | |
| 840 | Famellus | Diener, Knecht | |
| 841 | Famulus | Diener, Gehilfe, Knecht | |
| 842 | Fänger | Häscher | |
| 843 | Farcher | Schweinehändler | |
| 844 | Fartor | Wurstmacher | |
| 845 | Fässler | Fassbinder | |
| 846 | Fassmaler | Anstreicher, Maler für Bildhauerwerke | |
| 847 | Fauth | Vogt | |
| 848 | Fechner | Pelzhändler | |
| 849 | Federfechter | Öffentlicher Fechter aus der Bruderschaft des hl. Vitus (Feder) | |
| 850 | Federschneider | Posenschaber, Kielfedernschneider | |
| 851 | Fehr | Fährmann | |
| 852 | Fehri (Oberriet) | Fährmann | |
| 853 | Feilbeck | Grobbäcker, der Brot bäckt und verkauft (feilhält) | |
| 854 | Feilträger | Feilträger hatten mit dem Handel in Garn und Rohleinwand zu tun. | |
| 855 | Feilschlächter | Schlachter, der Fleisch und Wurst im Laden verkauft | |
| 856 | Feirschlosmacher | Büchsenmacher | |
| 857 | Feitler | Hausierer mit Wäsche und Kleidern | |
| 858 | Feldgeschworener | Dorfgeschworener, der verwischte oder strittige Grenzen wiederherstellte | |
| 859 | Feldreiter | Gendarm | |
| 860 | Feldscher, Feldscherer | unterste Stufe des früheren Militärarztes (CH ab 14. Jh.) nichtmilitärisch: Scherer | |
| 861 | Feldwaibel | Feldwebel (mit der Ordnung eines Fähnleins betrauter Unteroffizier) | |
| 862 | Felgenhauer | Wagner | |
| 863 | Fellbereiter | Gerber, Weissgerber | |
| 864 | Fellhändler | Kürschner | |
| 865 | Fellwerkbereiter | Kürschner | |
| 866 | Feniseca | Mäher, Schnitter. Der Schnitter ist ein Erntehelfer bei der Getreideernte, der das Korn in Handarbeit mäht. Namentlich bei der Heuernte wird der Schnitter auch als Mäher bezeichnet. Siehe auch ↗ Ährenpflücker sind erwähnt in Matthäus 12,1-8, als Berufsgattung damals wohl kaum zu interpretieren. Ährerpflücker sind eher einzureihen ins Berufsbild der Pflücker bzw. ↗ Schnitter, als Ähren noch nicht maschinell geerntet wurden. Mehr zum ↗ Begriff auf DWDS. |
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| 867 | Ferber | Färber | |
| 868 | Ferger | siehe 'Fergger' | |
| 869 | Festbäcker | Grobbäcker, der kein Weissbrot bäckt | |
| 870 | Feuermaler | Emaillierer | |
| 871 | Feuermäuerkehrer | Schornsteinfeger | |
| 872 | Feuerwart, Fürwart, Fürwach | Aufsichtsperson zur Verhinderung von Bränden | |
| 873 | Fiarant | Viktualienhändler, Markthändler mit Lebensmitteln | |
| 874 | Fibulator | Beschlägemacher, Spengler, Klempner | |
| 875 | Fidicen | Fiedler, Spielmann | |
| 876 | Figulus | Töpfer | |
| 877 | Filicarius | Pflasterer, Steinsetzer | |
| 878 | Filter, Filterer | Filz-, Hutmacher | |
| 879 | Filzer | Filz-, Hutmacher | |
| 880 | Fistulator | Pfeifer, Flötenbläser | |
| 881 | Finkler | Finkenfänger, Singvogelhändler | |
| 882 | Fischweker | Kleinverkäufer von Dörr- / Stockfisch | |
| 883 | Flaschner | nordost-schweizerischer Begriff für Spengler / Klempner | |
| 884 | Flator | Schmelzer, Hüttenarbeiter | |
| 884 | Flatulenzkünstler | https://de.wikipedia.org/wiki/Kunstfurzer Ein Kunstfurzer oder Flatulenzkünstler (englisch auch Flatulist) besitzt die Fähigkeit, die Tonhöhe der Abwinde zu modulieren, und ist in der Lage, die entsprechenden Geräusche so kontrolliert zu erzeugen, dass Akkorde oder erkennbare Melodien entstehen.[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Pujol http://www.op-online.de/stars/fast-sieben-millionen-sehen-kunstfurzer-rtl-supertalent-zr-496293.html |
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| 884 | Flatulist | https://de.wikipedia.org/wiki/Kunstfurzer Ein Kunstfurzer oder Flatulenzkünstler (englisch auch Flatulist) besitzt die Fähigkeit, die Tonhöhe der Abwinde zu modulieren, und ist in der Lage, die entsprechenden Geräusche so kontrolliert zu erzeugen, dass Akkorde oder erkennbare Melodien entstehen.[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Pujol http://www.op-online.de/stars/fast-sieben-millionen-sehen-kunstfurzer-rtl-supertalent-zr-496293.html |
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| 885 | Flebotomarius | Aderlasser | |
| 886 | Foeniseca | Mäher, Schnitter. Der Schnitter ist ein Erntehelfer bei der Getreideernte, der das Korn in Handarbeit mäht. Namentlich bei der Heuernte wird der Schnitter auch als Mäher bezeichnet. | |
| 887 | Forestarius | Förster | |
| 888 | Fornacarius | Ofensetzer | |
| 889 | Fossarius | Totengräber | |
| 890 | Fossor | Totengräber | |
| 891 | Fragner | Krämer | |
| 892 | Frenarius | Riemenschneider | |
| 893 | Frumentarius | Kornhändler | |
| 894 | Frumwerker | Tagelöhner | |
| 895 | Fucker(er) | Grosshändler, Wucherer | |
| 896 | Fuderer | Futterhändler | |
| 897 | Fullo | Tuchwalker | |
| 898 | Funarius | Seilmacher | |
| 899 | Funicularius | Hersteller von Buchschliessen, Gürteln | |
| 900 | Funifex | Seilmacher | |
| 901 | Furnarius | Ofensetzer | |
| 902 | Fürsprech, Fürsprecher | Anwalt | |
| 903 | Ganea | Kneipe, Bordell (= ganea), Schlemmerei, Fresserei, Völlerei, ↗ Dirne Siehe auch ↗ «minderwertiges Frauenzimmer: Hure, Dirne: hazeso [(volens) laxa] ganearum » Oder auch ↗ Quod nulla ganea (Dirne) meretrix vel rufiana (Kupplerin) moretur super platea (S. 8). Dort war es den Dirnen verboten, sich auch nur in Begleitung … | |
| 904 | Gängler | Hausierer | |
| 904 | Kokotte | Kokotte, von französisch cocotte = Hühnchen im 19. Jahrhundert entlehnt kindersprachlich, lautmalend für Henne, Hühnchen; die Bedeutung wurde übertragen zu «adrettes (wie ein Hahn) Mädchen» und dann zu Halbweltdame ↗ Kokotte im Duden |
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| 904 | Metze | «metze» – veraltet für Prostituierte «Ich seh wahrhaftig schon die Zeit, / Daß alle brave Bürgersleut, / Wie von einer angesteckten Leichen, ↗ / Von dir, du Metze! seitab weichen.» sagt Valentin zu Gretchen in Goethes Faust. ↗ «metze» in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960) | |
| 904 | Erostess | Dirne, Kunstwort aus Eros und Hostess ↗ Erostess im Duden | |
| 904 | Kurtisane | Die Bezeichnung Kurtisane für eine in adligen oder hochbürgerlichen Kreisen für Liebesdienste zur Verfügung stehende Frau stammt ursprünglich aus dem höfischen Bereich. ↗ Kurtisanen gab es früher schon, im alten Rom und in der Renaissance. | |
| 904 | Nutte | Das Wort Nutte wird, wie auch die Wörter Hure, Metze und Dirne, als Synonym für das Wort Prostituierte gebraucht. Während «Hure», «Metze» und «Dirne» aus dem Wortschatz des Mittelalters hervorgegangen sind, entstammt das Wort «Nutte» dem Berlinischen des späten 19. Jahrhunderts. Entstanden ist der Begriff vermutlich aus der ebenfalls vulgär-abwertend gemeinten Verwendung des Wortes «Nut(e)» («Spalt», «Fuge» oder «Ritze») für das weibliche Geschlechtsteil, die Vulva. ↗ Nutte auf DWDS | |
| 905 | Ganser | Geflügelhändler | |
| 906 | Ganter | Auktionator | |
| 907 | Gantier | Handschuhmacher | |
| 908 | Garcifer | Koch | |
| 909 | Gardesoldat | Wachsoldat | |
| 910 | Garnsechter | Garnbleicher Raum Zürich / Aargau, 18. und 19. Jh.: Nachdem das Garn gesponnen wurde, wurde es gebleicht. Dazu wurde es in einem grossen Bottich (Sechterschaffel) mit Holzasche bedeckt und mit kochendem Wasser (oder Seifenlauge) überschüttet. Der Vorgang musste mehrfach wiederholt werden. | |
| 911 | Gaumer | Aufseher, Verwalter ->’ siehe 'Wart' | |
| 912 | Geiseler | Viehhändler | |
| 913 | Geisselträger | Amtsdiener | |
| 914 | Gelbgiesser | Messinggiesser | |
| 915 | Gelzer | Kastrierer - Aus «gelze», «galze» entstanden die Berufsbezeichnungen und Namen Göl(t)zer und Göl(t)zner. Die Namen Gelzenleichter und Gölzenleuchter mit etlichen Varianten haben das Wort «lîhten» (mhd. kastrieren) mit aufgenommen und zum Leuchter umgeformt, weil es nicht mehr verstanden wurde. | |
| 916 | Gemmagenum | Kachelmacher | |
| 917 | Gemmarius | Juwelier | |
| 918 | Gendarm | Mitglied eines polizeiähnlichem Wachkörpers (früher oft Teil der Armee) | |
| 919 | Gengler | Hausierer | |
| 920 | Geraria | Kindermagd | |
| 921 | Gerulus | Bote, Träger | |
| 922 | Girator | Landstreicher | |
| 923 | Gladiarius | Klingenschmied | |
| 924 | Glotzenmacher | Holzschuhmacher | |
| 925 | Glufenmacher | Stecknadelmacher | |
| 926 | Glutinator | Weissbinder, Lehmarbeiter | |
| 927 | Goldgräber | Abortfeger | |
| 928 | Golschenweber | Tuchweber | |
| 929 | Göltzenleuchter | Ferkelbeschneider | |
| 930 | Grammaticus | Schulmeister | |
| 931 | Granarius | Rent-Amtmann | |
| 932 | Grapper | Salzverlader | |
| 933 | Graufärber | Lodenfärber | |
| 934 | Gremp | Trödler | |
| 935 | Grobbinder | Fassbinder | |
| 936 | Grutarius | Hersteller/Händler von Grütze/Feldfrüchten | |
| 937 | Gstadlmacher | Tütenmacher | |
| 938 | Guardianus | Aufseher, Wächter | |
| 939 | Gufener | Nadelmacher | |
| 940 | Guldner | Vergolder | |
| 941 | Gürtler | Hersteller von Buchschliessen, Gürteln, Kleinverschlüssen | |
| 942 | Gutsvogt | Oberster des Hauses bzw. des Hausgesindes ->' siehe 'Meier' | |
| 943 | Gyseler | Viehhändler | |
| 944 | Häcker | Landarbeiter, Winzer | |
| 945 | Hafenreffer | Topfhändler | |
| 946 | Hallore | Salzsieder | |
| 947 | Halsberger | Harnischmacher | |
| 948 | Happenmacher | Sensenschmied | |
| 949 | Haragius | Zauberer, Wahrsager | |
| 950 | Harpator | Harfner | |
| 951 | Harschierer | Landjäger, Gendarm (um 1500 bis 18. Jh.) ital. arco + arciere (Bogenschütze) | |
| 952 | Hartschier | Landjäger, Gendarm (um 1500 bis 18. Jh.) ital. arco + arciere (Bogenschütze) | |
| 953 | Hauderer | Lohnkutscher | |
| 954 | Hauer | Bergmann | |
| 955 | Häuselmann | Häuselmann ->’ siehe 'Häusler' | |
| 956 | Häusler | Kleinstbauer mit eigenem Haus, aber nur wenig Grundbesitz | |
| 957 | Hauswart | unterhaltet und pflegt eine Liegenschaft | |
| 958 | Heidenwerker | Teppichweber | |
| 959 | Heiler | Beschneider, Feldscher | |
| 960 | Heimbürge | Leichenbestatter | |
| 961 | Heimlicher | Abgesandter der Viertelsbevölkerung. Bern: Die Heimlicher waren wie die Venner eine Art Vertrauensmänner oder Abgesandte der Viertelsbevölkerung (Stadtviertel) in den Ratsgremien. Gleichzeitig übten sie spezielle Aufsichtsfunktionen innerhalb der Stadtbevölkerung aus und kümmerten sich zusammen mit den Vennern für die Aushebung und Führung militärischer Aufgebote. Dazu wurden sie vom Rat der Zweihundert mit ausserordentlichen Befugnissen ausgestattet. Vergleichbar den so genannten Rügern in Schaffhausen mussten sie beispielweise alles, was der Stadt zu Schaden gereichen könnte, dem Kleinen Rat anzeigen. Während es sich bei den Heimlichern vom Rat um angesehene und altgediente Mitglieder des Kleinen Rats handelte, werden mit den Heimlichern von Burgern seit dem 15. Jahrhundert auch zwei Mitglieder des Rats der Zweihundert in dieser Funktion genannt. Bei den Heimlichern von Burgern handelte es sich um ambitionierte Grossräte, die bei einer kommenden Vakanz in den Kleinen Rat gewählt werden sollten. Sie nahmen – spätestens seit 1465 – an ordentlichen Ratssitzungen teil, was ihnen die Möglichkeit eröffnete, sich als zukünftige Ratsmitglieder zu bewähren. | |
| 962 | Heimlichkeitsfeger | Abortfeger | |
| 963 | Heinzler | Fuhrmann | |
| 964 | Henker | Vollstrecker einer Hinrichtung durch Henken | |
| 965 | Herbarius | Kräutermann | |
| 966 | Hippenmacher | Sensenschmied | |
| 967 | Hödel | Lumpensammler | |
| 968 | Hodenschneider | Wundarzt | |
| 969 | Hodler | Fuhr-, Kaufmann | |
| 970 | Hoffmuttersmann | Milchviehzüchter | |
| 971 | Hofmann, Hofammann, Hofschultheiss | Oberster des Hauses bzw. des Hausgesindes ->' siehe 'Meier' | |
| 972 | Höker | Krämer | |
| 973 | Holzmenger | Holzhändler | |
| 974 | Holzwart | Förster, kontrolliert ob kein Holz gestohlen wird | |
| 975 | Hortulanus | Gärtner | |
| 976 | Hospes | Gastwirt | |
| 977 | Hospinianus | Gastwirt | |
| 978 | Hospitissa | Wirtin | |
| 979 | Hucker | Krämer | |
| 980 | Hufener | Kleinbauer | |
| 981 | Hufschmied | Hufschmied | |
| 982 | Huter | Hutmacher | |
| 983 | Hüttenwart | Person, welche in einer Alpenhütte die Aufsichtführt und die Gäste bewirtet | |
| 984 | Imker | Bienenzüchter | |
| 985 | Impressor | Drucker | |
| 986 | Inbursator | Einnehmer | |
| 987 | Incisor | Schneider | |
| 988 | Indusiarius | Hemdmacher | |
| 989 | Infector | Färber | |
| 990 | Insess | Beisitzer | |
| 991 | Institor | Krämer | |
| 992 | Instleute | Plural von ->’ 'Häusler' | |
| 993 | Ioculator | Gaukler | |
| 994 | Ipser | Tüncher | |
| 995 | Ircher | Weissgerber | |
| 996 | Iudex | Richter | |
| 998 | Kabuzenbauer | Kohlgärtner | |
| 999 | Kafiller | Abdecker, Schinder, Wasenmeister (Tierkörperverwerter, untersteht dem Tierarzt, unehrlicher Beruf) | |
| 1000 | Kaltschmied | Dengler, Sensenschmied | |
| 1001 | Kalüppner | siehe ->’ 'Häusler' | |
| 1002 | Kammerjungfer | Zofe | |
| 1003 | Kandler | Kannengiesser | |
| 1004 | Kannenbäcker | Keramik-Gefäss-Macher | |
| 1005 | Karcher | Karrenmann | |
| 1006 | Kardätschenmacher | Hersteller von Weberdisteln | |
| 1007 | Karter | Wollkämmer | |
| 1008 | Kathenleute | Plural von ->’ 'Häusler' | |
| 1009 | Kätner | siehe ->’ 'Häusler' | |
| 1010 | Kauderer | Werghändler, Flachshausierer | |
| 1011 | Käufler | Trödler | |
| 1012 | Kaviller | Abdecker, Schinder, Wasenmeister (Tierkörperverwerter, untersteht dem Tierarzt, unehrlicher Beruf) | |
| 1013 | Kawertin | Geldleiher, Wechsler, Wucherer | |
| 1014 | Keller / Kellner | Ein Keller (lat.: cellarius bzw. cellerarius) war in dem ihm zugewiesenen Gebiet, der 'Kellerei' (oder auch 'Kellnerei'), für die fürstliche oder geistliche Kameralverwaltung zuständig. Er war insbesondere für die Eintreibung der Geld- und Naturalabgaben an den Lehns- bzw. Grundherren verantwortlich. Damit hatte er eine ähnliche Funktion wie der Rentmeister. Im Mittelalter hatte diese Stellung meist ein niederadeliger Ministeriale inne. In der Frühneuzeit wurde dieses Amt zunehmend an Patrizier, das heisst an Vertreter der sogenannten Ehrbarkeit, vergeben. In Klöstern, besonders in den nach benediktinischen Regeln geführten, ist der Cellerar (oder die Cellerarin) das für die wirtschaftlichen Belange des Klosters zuständige Mitglied des Konvents. Daher unterstanden ihm oder ihr die dem Kloster zinspflichtigen Kehlhöfe. | |
| 1015 | Kesselmacher | Kupferschmied | |
| 1016 | Kessler | Kesselschmied | |
| 1017 | Ketelbuter | Kesselflicker | |
| 1018 | Kezzler | Kesselschmied | |
| 1019 | Kindsmutter | Hebamme | |
| 1020 | Kirchmeister | Küster, Verwalter | |
| 1021 | Kirchwart | Kirchendiener | |
| 1022 | Klagansager | Leichenbitter - Leichenlader | |
| 1023 | Klampferer | Spengler | |
| 1024 | Kleeken | Abdecker, Schinder, Wasenmeister (Tierkörperverwerter, untersteht dem Tierarzt, unehrlicher Beruf) | |
| 1025 | Kleemeister | Abdecker, Schinder, Wasenmeister (Tierkörperverwerter, untersteht dem Tierarzt, unehrlicher Beruf) | |
| 1026 | Kleinböttcher | Bechermacher | |
| 1027 | Kleremacher | Aschenbrenner für Gold-/Silberschmelze | |
| 1028 | Klippkrämer | Holzschuhhändler | |
| 1029 | Kneveler | Bierfahrer | |
| 1030 | Kogler | Gaukler | |
| 1031 | Kolon | Bauer ->' siehe 'Colon' | |
| 1032 | Kontorist | Handlungsgehilfe oder kaufmännischer Angestellter | |
| 1033 | Köbler | Köbler ->’ siehe 'Häusler' | |
| 1034 | Köpfler | Beschneider | |
| 1035 | Korssenmeister | Kürschner | |
| 1036 | Körtzner | Kürschner | |
| 1037 | Kostmeier | Pächter eines herrschaftlichen Gutes. (Quelle: Eddi Buchenau.) | |
| 1038 | Kötter, Kötner, Kätner oder Kotsasse | Kleinbauer. Dorfbewohner, der einen Kotten (eine Kate) besass. Er hatte in der Regel nur geringen Landbesitz, aber keinen vollen Anteil an der Hufenflur. Der Landbesitz betrug meist eine achtel bis zu einer halben Hufe, sie besassen wenig Vieh und nicht mehr als ein Pferd («Pferdekötter»). Da der Ertrag häufig nicht für den Lebensunterhalt ausreichte, verrichtete der Kötter meist zusätzlich handwerkliche Arbeiten oder arbeitete als Tagelöhner auf Bauern- und Herrenhöfen. Kötter können in Deutschland ab dem 14. Jahrhundert belegt werden. | |
| 1039 | Krämper | Trödler | |
| 1040 | Kreisler | Kornfruchthändler | |
| 1041 | Kretschner | Schenkwirt | |
| 1042 | Kriegführer | Krugführer | |
| 1043 | Krugbäcker | Töpfer | |
| 1044 | Kuderer | Flachshändler | |
| 1045 | Kümmer | Küfer | |
| 1046 | Kumper | Färbergeselle | |
| 1047 | Kunkelmacher | Spinnrockenmacher | |
| 1048 | Kürbenzeiner | Korbflechter | |
| 1049 | Kurkeler | Holzschuhmacher | |
| 1050 | Küster | Messner | |
| 1051 | Laaber | Käsemacher | |
| 1052 | Laborator | Arbeiter | |
| 1053 | Lacticinator | Melker | |
| 1054 | Lagantor | Flaschenmacher | |
| 1055 | Lägelner | Böttcher | |
| 1056 | Laminarius | Spengler, Blechschmied | |
| 1057 | Lampart | Geldwechsler | |
| 1058 | Landjäger | Angehöriger einer Polizeitruppe (CH ab 19. Jahrhundert, bis etwa 1930), Gendarm (Landgendarmerie) | |
| 1059 | Lanifex | Tuchmacher | |
| 1060 | Lanio | Knochenhauer, Metzger | |
| 1061 | Lanitextor | Tuchmacher | |
| 1062 | Lapicida | Steinmetz | |
| 1063 | Lapidarius | Steinbrecher | |
| 1064 | Lapper | Flickschuster | |
| 1065 | Lapsator | Schleifer | |
| 1066 | Lasiterer | Salpetergräber | |
| 1067 | Laterator | Ziegelbrenner | |
| 1068 | Lautfahrer | Hausierer | |
| 1069 | Lavandarius | Wäscher | |
| 1070 | Leimenführer | Lehmfahrer | |
| 1071 | Leinreiter | Schleppreiter für Schiffe | |
| 1072 | Leistabwart | Abwart eines Clubs oder einer Vereinigung. in Bern geläufiger Begriff (es gab viele Zunft- und Gesellschaftshäuser) | |
| 1073 | Leiterer | Fuhrleute | |
| 1074 | Leitgeb | Schenkwirt | |
| 1075 | Lena | Kupplerin | |
| 1076 | Leno | Kuppler | |
| 1077 | Lepper | Flickschuster | |
| 1078 | Lersner | Lederhosen- und Schaftstiefelmacher | |
| 1079 | liber baro | Freiherr | |
| 1080 | Librarius | Buchhändler | |
| 1081 | Libripens | Waagemeister | |
| 1082 | Lictor | Büttel, Stockmeister, Stadtknecht | |
| 1083 | Ligator | Fassbinder, Böttcher | |
| 1084 | Lignarius | Zimmermann | |
| 1085 | Limbolarius | Posamentenmacher | |
| 1086 | Linarius | Flachs- und Werghändler | |
| 1087 | Linifex | Leinweber | |
| 1088 | Lintearius | Flachs- und Werghändler | |
| 1089 | Lipper | Beschneider | |
| 1090 | Liticen | Zinkenbläser, Spielmann | |
| 1091 | Lodex | Stückweber, Mantelmacher | |
| 1092 | Lorarius | Riemenschneider | |
| 1093 | Losbäcker | Weissbrotbäcker | |
| 1094 | Löscher | Weissgerber | |
| 1095 | Luchtenmacher | Laternenmacher | |
| 1096 | Ludimoderator | Lehrer der unteren Klassen | |
| 1097 | Lupper | Beschneider | |
| 1098 | Lutorissa | Wäscherin | |
| 1099 | Lychnopoeus | Kerzenzieher | |
| 1100 | Mactator | Fleischer | |
| 1101 | Mäher, Mäger | Pächter, Bauer ->' siehe 'Meier' | |
| 1102 | Maier, Majer, Mair, Mayer, Mayr | Pächter, Bauer ->' siehe 'Meier' | |
| 1103 | Magister | Meister, Lehrer | |
| 1104 | Magister civium | Bürgermeister | |
| 1105 | Magus | Zauberer | |
| 1106 | Malleator | Hammerschmied | |
| 1107 | Mandrita | Hirte, Mönch | |
| 1108 | Mansuarius | Hufener, Kleinbauer | |
| 1109 | Marcellarius | Fleischer | |
| 1110 | Marinarius | Schiffer, Matrose | |
| 1111 | Maréchaussé | Feldgendarm (CH ab etwa 1740) | |
| 1112 | Marpahis | Stallmeister | |
| 1113 | Marschall | Aufseher über die Pferde (und damit über das berittene Gefolge des Herrn). Marach = Mähre, Streitross - Schalk = Knecht (-> Marchschalch). | |
| 1114 | Marsuparius | Taschenmacher | |
| 1115 | Massarius | Meier | |
| 1116 | Materialista | Händler | |
| 1117 | Matiarius | Wurstmacher | |
| 1118 | Mattenmacher | Matratzenmacher | |
| 1119 | Mausgewitz | Abdecker, Schinder, Wasenmeister (Tierkörperverwerter, untersteht dem Tierarzt, unehrlicher Beruf) | |
| 1120 | Mehre | Pächter, Bauer ->' siehe 'Meier' | |
| 1121 | Meier, Meyer | Meier, Meyer (aus lateinisch 'maior') bezeichnete ursprünglich einen Amtsträger des adligen oder geistlichen Grundherrn zur Verwaltung des Grundbesitzes ('Meierei'), ab dem späteren Mittelalter auch einen Pächter oder selbständigen Bauern | |
| 1122 | Melber | Mehlhändler | |
| 1123 | Mellicida | Bienenzüchter | |
| 1124 | Membranarius | Pergamentmacher | |
| 1125 | Mendicus | Bettler | |
| 1126 | Mensator | Tischler, Tafelmacher | |
| 1127 | Mercator | Kaufmann | |
| 1128 | Meretrix | Dirne ↗ Meretrix Siehe auch ↗ Meretrix w [latein., = Dirne], Gattung der Venusmuscheln | |
| 1129 | Merzler | Krämer | |
| 1130 | Messor | Messer, Prüfer | |
| 1131 | Metator | Messer, Prüfer | |
| 1132 | Mietling | Tagelöhner | |
| 1133 | Miles | Ritter, Soldat | |
| 1134 | Minutor | Aderlasser | |
| 1135 | Moldenhauer | Holztrogmacher | |
| 1136 | Molendarius | Müller | |
| 1137 | Molitor | Müller | |
| 1138 | mundeburdus | Vormund | |
| 1139 | Murarius | Maurer | |
| 1140 | Naber | Bohrerschmied | |
| 1141 | Nachrichter | Scharfrichter, Folterer (unehrlicher Beruf) | |
| 1142 | Nachtkönig | Kehrrichtlader | |
| 1143 | Nachtmeister | Kehrichtlader | |
| 1144 | Nadler | Nadelmacher oder -händler | |
| 1145 | Nauta | Schiffer | |
| 1146 | Navector | Fährmann | |
| 1147 | Negotiant | Kaufmann, Händler (im 19. Jh. oft Kolonialwarenhändler) | |
| 1148 | Nestler | Hersteller von Buchschliessen, Gürteln, Kleinverschlüssen | |
| 1149 | Netor | Näher | |
| 1150 | Netrix | Näherin | |
| >1151 | Neygerin | Näherin | |
| 1152 | Nigromanticus | Schwarzkünstler, Zauberer | |
| 1153 | Nonnenmacher | Was heute der Tierarzt macht, besorgte im Mittelalter ein Handwerker: kastrieren. «nunne» heisst der kastrierte Eber. Davon abgeleitet sind die Nunner, Nunnemann und Nunnenmacher. Den letzteren formte der Volkswitz um in Nonnenmacher (etwa 1500 Namensträger). Es gibt auch die Namen Nonner und Nonne(n)mann (500 Mal). | |
| 1154 | Notararius | Notar, Schreiber | |
| 1155 | Nummularius | Münzer, Münzschneider | |
| 1156 | Nuntius | Bote | |
| 1157 | Nutrix | Amme | |
| 1174 | Pagenstecher | Fohlenbeschneider | |
| 1175 | Palestermacher | Armbrustmacher | |
| 1176 | Panifex | Bäcker | |
| 1177 | Pannarius | Tüchermacher | |
| 1178 | Pannicida | Tuch- oder Gewandschneider | |
| 1179 | Pantbereiter | Bandweber | |
| 1180 | Pantinenmacher | Holzschuhmacher | |
| 1181 | Pantopola | Grosshändler | |
| 1182 | Papyrifex | Papierarbeiter | |
| 1183 | Paradeiser | Gärtner | |
| 1184 | Parapluiemacher | Regenschirmmacher | |
| 1185 | Parasolmacher | Sonnenschirmmacher | |
| 1186 | Pariserarbeiter | Arbeiter unechter Goldwaren | |
| 1187 | Parochus | Pfarrer | |
| 1188 | Parquetier | Magistrat des Parquet (d.h. der Staatsanwaltschaft) | |
| 1189 | Pastellator | Pfannenschmied | |
| 1190 | Pastor | Hirte, Pfarrer | |
| 1191 | Paternoster | Rosenkranzmacher | |
| 1192 | Patrouilleur | Feldgendarm | |
| 1193 | Paur | Bauer | |
| 1194 | Pectinator | Wollkämmer | |
| 1195 | Pedel / Pedele / Bedelle | spätmittelhochdeutsch für Hausmeister einer (Hoch-) Schule | |
| 1196 | Pedell / Bedell | frühneuhochdeutsch für Gerichtsbote, Universitätsbote oder Universitätsdiener | |
| 1197 | Pedell | Hauswart oder Hausbote (typischerweise einer Schule) | |
| 1198 | Pellifex | Kürschner | |
| 1199 | Pellificator | Kürschner | |
| 1200 | Pellio | Kürschner | |
| 1201 | Pelvarius | Beckenmacher, Kesselschmied | |
| 1202 | Pelvifex | Beckenmacher, Kesselschmied | |
| 1203 | Pelzer | Kürschner | |
| 1204 | Penesticus | Trödler | |
| 1205 | Pensator | Eichbeamter | |
| 1206 | Perator | Taschenmacher | |
| 1207 | Perckmeister | Bergmeister | |
| 1208 | Pfätzer | Folterer (Kneifen mit Feuerzange) | |
| 1209 | Pfeifer | Flötenbläser | |
| 1210 | Pfettenhauer | Hauszimmermann | |
| 1211 | Pfister | Bäcker | |
| 1212 | Pfragner | Händler | |
| 1213 | Pharmacopola | Apotheker, Salbenhändler | |
| 1214 | Phlebotomarius | Aderlasser | |
| 1215 | Pictaciarius | Flicker | |
| 1216 | Pictor | Maler | |
| 1217 | Pilearius | Hutmacher | |
| 1218 | Pileo | Hutmacher | |
| 1219 | Pirmeider | Pergamentmacher | |
| 1220 | Piscator | Fischer | |
| 1221 | Pistor | Bäcker | |
| 1222 | Plastes | Bildhauer,-schnitzer | |
| 1223 | Plattner | Plattharnischmacher | |
| 1224 | Plebanus | Pfarrer | |
| 1225 | Plumbarius | Zinngiesser | |
| 1226 | Pocher / Pucher | Arbeiter in einem Pochwerk (Teil einer Stampfanlage). Im Bergbau war das Pucheisen ein Gewicht, welches das Erz zertrümmerte, so dass es danach eingeschmolzen werden konnte. Dabei musste der Hub (Fallstrecke) und das Gewicht des Pucheisens auf das Material abgestimmt sein. | |
| 1227 | Pochermann / Puchermann | Rolle bei der Glasmacherei / -schmelzerei. Der Pochermann oder auch Puchermann entfernte nach der Glasschmelze die Glasreste aus den Häfen. Die Häfen wurden danach im «Pocherwerk» zertrümmert und die Tonscherben zermahlen. Der Job war anstrengend, denn der Schmelzer brauchte laufend neue Häfen. Diese wurden zum Teil aus den alten Häfen rezykliert. 19. Jh. | |
| 1228 | Poeta | Dichter | |
| 1229 | Pointler | Pointler ->’ siehe 'Häusler' | |
| 1230 | Polentarius | Malzmüller,Brauknecht | |
| 1231 | Polio | Plattner | |
| 1232 | Pollinctor | Leichenbestatter | |
| 1233 | Pomarius | Obsthändler | |
| 1234 | Pontifex | Bischof | |
| 1235 | Popinarius | Garkoch | |
| 1236 | Prädikant | Hilfsprediger, Predigthelfer, Ältestenprediger (lat. praedicare = predigen) | |
| 1237 | Praeceptor | Schulmeister | |
| 1238 | Praeco | Ausrufer | |
| 1239 | Praefectus | Verwalter,Vogt | |
| 1240 | Praepositus | Propst | |
| 1241 | Praester | Vorsteher | |
| 1242 | Praetor | Verwalter, Bürgermeister | |
| 1243 | Praxator | Brauer | |
| 1244 | Presser | Drucker | |
| 1245 | Procarius | Schweinehirt | |
| 1246 | Procurator | Stellvertreter, Fürsprecher | |
| 1247 | Promocondus | Kellermeister, Schaffner | |
| 1248 | Promus | Küchenmeister | |
| 1249 | Proreta | Schiffsführer | |
| 1250 | provisor puerorum | Vormund | |
| 1251 | Provos | Feldgendarm (um 1500 bis etwa 18. Jh.) lat. praepositus (Vorsteher), frz. prévôt | |
| 1252 | Proxeneta | Zwischenhändler | |
| 1253 | Puchveler | Pergamentmacher | |
| 1254 | Puer exercitus | Trossbube | |
| 1255 | Pütner | Böttcher | |
| 1256 | Putzmacher | Modist | |
| 1257 | Racker | Abdecker, Schinder, Wasenmeister (Tierkörperverwerter, untersteht dem Tierarzt, unehrlicher Beruf) | |
| 1258 | Reddituarius | Pächter | |
| 1259 | Redemptor | Händler | |
| 1260 | Reeder | Schiffseigner | |
| 1261 | Reiberin | Bademagd | |
| 1262 | Reider | Schwertfeger,der die Degengriffe anbringt | |
| 1263 | Reiser | Pilger | |
| 1264 | Rentmeister | Vorwiegend mit der Verwaltung von Einkünften und Ausgaben, oft aber auch mit jurisdiktionellen Aufgaben betrauter Beamter, häufig in leitender Stellung, besonders im herrschaftlichen (auch: landständischen) Bereich. Rentmeister werden auch erwähnt bei der Verwaltung von Armenstiftungen (Armenvermögen). Herrschaftlicher Finanzbeamter, der unter der Führung des Landvogts die landesherrlichen Geld- und Rechnungsgeschäfte (Rentamt) besorgte. Obwohl er als Mitglied des Oberamts (Kollegialgremium) auch an gerichtlichen und politischen Entscheidungen mitwirkte, wurde auf eine Trennung von politischer Verwaltung und Finanzverwaltung geachtet. Der Rentmeister war nicht nur für die 'Renten' (ursprünglich nur die jährliche Abgaben auf Grundstücken, später alle regelmässigen Abgaben) zuständig, sondern für die Einnahme und Verrechnung aller Feudalabgaben, Fronen, Gefälle (indirekten Steuern) und Erträge der Domäne / des Herrschaftsgutes. | |
| 1265 | Repositor | Schatzmeister | |
| 1266 | Restiarius, restio | Schiffstaumacher,Seiler | |
| 1267 | Rhedarius | In diesem Fall bedeutet ↗ Wagner (faber rhedarius) Rad- oder Stellmacher | |
| 1268 | Ribaldus | Landstreicher | |
| 1269 | Rindschuster | Gerber | |
| 1270 | Rockener | Schwarzbrotbäcker | |
| 1271 | Roscher | Wollweber | |
| 1272 | Rössler | Pferdeverleiher, auch Knecht | |
| 1273 | Rossewart, Roosenwart | Aufseher und Verantwortlicher für einen Löschwasserteich (mit dem Wasser- oder Roosenschlüssel liess sich der Schieber öffnen oder schliessen) | |
| 1274 | Ruffian | Zuhälter, Kuppler | |
| 1275 | Rüger | Abgesandter der Viertelsbevölkerung (Schaffhausen) ->' siehe 'Heimlicher' | |
| 1276 | Rurensis | Bauer | |
| 1277 | Rusticus | Bauer | |
| 1278 | Saccelarius | Kämmerer,Schatzmeister | |
| 1279 | Säckelmeister | Vermögensverwalter. Bern: Die zentrale Rechnungsführung Berns oblag seit dem 14. Jahrhundert dem Säckelmeister. Der erste namentlich bekannte Rechnungsherr war Peter Schwab. Er wird in einer Urkunde von 1361 als 'phleger des statt guot genannt'. 1363 empfängt Altschultheiss Konrad vom Holz – erstmals unter der Bezeichnung als 'unser sekelmeyster' – ein Darlehen von 200 Gulden von den Deutschherren in Köniz. Peter Schwab und Konrad vom Holz sassen im Kleinen Rat und waren als städtische Rechnungsherren für die Führung der zentralen Stadtkasse, der Säckelmeisterrechnung, verantwortlich. Mit dem Erwerb der ersten Gerichtsherrschaften in der Landschaft (Entstehung des städtischen Territoriums 1298 bis 1415) übernahm der Säckelmeister auch die Aufsicht über die Rechnungsführung der Landvögte und anderer städtischer Amtsleute auf dem Land (Landvögte und Tschachtlane). Die wichtige Bedeutung, welche die Bürger der Finanzaufsicht zumassen, zeigt sich darin, dass dem Rechnungsherr aus dem Kleinen Rat in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts jeweils ein Mitglied des Rats der Zweihundert als zweiter Rechnungsherr zur Seite stand, mit dem er um den St. Johannestag (24. Juni) und den St. Stefanstag (26. Dezember) den versammelten Ratsherren die Halbjahresrechnung präsentierte. Seit dem beginnenden 15. Jahrhundert zeigte sich der Säckelmeister schliesslich allein für Führung und Kontrolle der zentralen Stadtrechnung verantwortlich. Die Rechnungslegung geschah jedoch nicht mehr allein vor dem Rat der Zweihundert, sondern die Finanzaufsicht konzentrierte sich in den Händen von Schultheiss (Schultheiss und Rat), Vennern (Venner) und ausgewählten Mitgliedern des regierenden Kleinen Rats. Seit 1531 bildeten Schultheiss, Venner und Säckelmeister schliesslich die so genannte Vennerkammer, die den gesamten Finanzhaushalt der Stadt und Landschaft Bern kontrollierte. | |
| 1280 | Sagittarius | Pfeil-und Bogenmacher | |
| 1281 | Sakristan | Messner | |
| 1282 | Salarius | Salzsieder | |
| 1283 | Salifex, salinator | Salzhändler | |
| 1284 | Sallanus | Kaplan | |
| 1285 | Sallarius | Salzsieder | |
| 1286 | Salpista | Trompeter | |
| 1287 | Salsuciarius | Sulzer, Flecksieder | |
| 1288 | Salwirth, -wurch | Plattner | |
| 1289 | Samiator | Schleifer | |
| 1290 | Sartor | Schneider | |
| 1291 | Satellites | Knechte | |
| 1292 | Sator | Sämann | |
| 1293 | Scabinus | Schöffe | |
| 1294 | Scandularius | Schindelhauer | |
| 1295 | Schacherer | Hausierer | |
| 1296 | Schäffler | Küfer (von Schaff, Bayern und Pfalz) | |
| 1297 | Schaffner | Vermögensverwalter | |
| 1298 | Schalenschroder | Messergriffmacher | |
| 1299 | Scharrmacher | Wagner | |
| 1300 | Schatter, Schattmann | Schätzer | |
| 1301 | Scheffler | Küfer (von Schaff, Bayern und Pfalz) | |
| 1302 | Scheibler | Salzhändler | |
| 1303 | Scheidner | Messerschneidenmacher | |
| 1304 | Schelter | Gaukler | |
| 1305 | Schellenwart | Aufseher über die Züchtlinge im Schellenwerk (Zwangsarbeitsstrafe) Zuchthaus-Wärter | |
| 1306 | Scherer | Barbier, Bader (übernahm Arzt-Funktionen) | |
| 1307 | Schinder | Wasenmacher, Wasenmeister, Abdecker (Tierkörperverwerter, unehrlicher Beruf) | |
| 1308 | Schirmer | Klopffechter | |
| 1309 | Schirrmacher | Wagner | |
| 1310 | Schlotfeger | Kaminkehrer | |
| 1311 | Schnittker | Tischler | |
| 1312 | Schnorrer | Landstreicher | |
| 1313 | Schönfärber | Schönfärber - (Stoff-) Färber, welche es verstanden und denen es zustand, die schönen roten Töne der Färbung wertvoller Stoffe auszuführen. Auch weitere schwierige Farbtöne gehörten zur Ausführung der zünftigen Schönfärberei. Zudem gelang es den Schönfärbern weniger wertvollen Stoffen eine schönere Färbung und den Eindruck einer besseren Qualität vorzutäuschen. | |
| 1314 | Schopenhauer | Holztroghauer Schopenhauer (niederdeutsch‚ der Schopen [Schöpfkellen der Brauer] zuhaut) | |
| 1315 | Schröder | Tuchschneider | |
| 1316 | Schröter | Tuchschneider | |
| 1317 | Schuldiener | Lehrer | |
| 1318 | Schulmeister | Lehrer | |
| 1319 | Schultheiss, Schulte, Schulze | Schultheiss, Schulte, Schulze - (von althochdeutsch sculdheizo 'Leistung Befehlender' / 'Schuld Heischender', mittelniederdeutsch schulthete, latinisiert sculteus) Bürgermeister | |
| 1320 | Schwarzfärber | Schwarzfärber - (Stoff-) Färber, welche es verstanden, ein tiefes Schwarz zu erreichen. | |
| 1321 | Schwertdegen | junger Ritter | |
| 1322 | Sclopetarius | Büchsenschütze | |
| 1323 | Scoparius | Strassenfeger | |
| 1324 | Scriba | Schreiber | |
| 1325 | Scrinarius | Paneelenmacher, Schreiner, | |
| 1326 | Scriniarius | Geheimschreiber, Archivar, Siegelbewahrer | |
| 1327 | Scrutarius | Trödler | |
| 1328 | Sculptor | Bildhauer | |
| 1329 | Scultetus | Schultheiss | |
| 1330 | Segristanus | Messner, Kirchner | |
| 1331 | Seidenneger | Seidenstricker | |
| 1332 | Seigerschmied | Grossuhrmacher | |
| 1333 | Selcher | Rauchfleischmetzger | |
| 1334 | Sellarius | Sattler | |
| 1335 | Sellner | Kleinbauer | |
| 1336 | Semmler | Weissbrotbäcker | |
| 1337 | Senator | Ratsherr | |
| 1338 | Sensal | Makler | |
| 1339 | Serator | Schlosser | |
| 1340 | Sericarius | Seidenwirker | |
| 1341 | Seuner | Hochseefischer | |
| 1342 | Sigesser | Sensenschmied | |
| 1343 | Sigrist | Kirchendiener, Messner | |
| 1344 | Similarius | Los- oder Weissbrotbäcker | |
| 1345 | Smersnider | Speckverkäufer | |
| 1346 | Söldner | Soldat, Krieger, welcher gegen Bezahlung (Sold) kämpft, oder: ->’ siehe 'Häusler' | |
| 1347 | Speciarius | Gewürzkrämer | |
| 1348 | Speculator | Wächter, Spion | |
| 1349 | Splettstösser | Schindelhändler | |
| 1350 | Splittgerber | Schindelhändler | |
| 1351 | Sportularius | Korbmacher | |
| 1352 | Spreng | Kirchendiener | |
| 1353 | Stabularis | Stallknecht | |
| 1354 | Staffirmaler | Tüncher | |
| 1355 | Stannarius | Kannen- oder Zinngiesser | |
| 1356 | Staterarius | Wagenmacher | |
| 1357 | Stationarius | Krämer | |
| 1358 | Stationierer | Krämer | |
| 1359 | Stellmacher | Wagner | |
| 1360 | Sterzer | Landstreicher | |
| 1361 | Stipus | Bettler | |
| 1362 | Stirnstosser | Schleierverkäufer | |
| 1363 | Stockwart | siehe ->’ Schellenwart | |
| 1364 | Storger | Marktschreier | |
| 1365 | Strähler | Wollkämmer | |
| 1366 | Strählmacher | Kamm-Macher, Kartätschenmacher | |
| 1367 | Strassenwart | für die Instandhaltung einer Strasse zuständige Person | |
| 1368 | Stratarius | Sattler | |
| 1369 | Stubanator | Badstubenbesitzer | |
| 1370 | Stupenator | Badstubenbesitzer | |
| 1371 | Sublevator | Hilfskraft des Kirchenmeisters Der Begriff wurde verwendet in einer Steuerliste der Stadt Düren von 1738. Quellen (eingereicht von Heinz Kaulen): «6. Der Kurator oder Sublevator des Kirchenvermögens ist abwechselnd von Rektor und Kirchenmeister anzustellen.» Quelle: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein, insbesondere die alte Erzdiözöse Köln, 64. Heft, Köln 1897, Bestand des Stadtarchivs Düren, S. 264-363, hier: S. 329. «1662 Juni 20 und 30: Erzbischof Maximillian von Köln vermittelt einen Vergleich zwischen Bürgermeister, Schöffen und Rat der Stadt Düren und dem dortigen Jesuitenkollegium an der Annakirche», ebenda, S. 328. | |
| 1372 | Subulcus | Schweinehirt | |
| 1373 | Sudler | Kuttler | |
| 1374 | Sumilator | Nachahmer, Kopist | |
| 1375 | Sutor | Schuster | |
| 1376 | Tabellarius | Bote | |
| 1377 | Tabellio | Bote | |
| 1378 | Talemetarius | Bäcker | |
| 1379 | Tallierer | Hausierer | |
| 1380 | Tandler | Trödler, Hausierer | |
| 1381 | Taverner | Wirt | |
| 1382 | Tector | Dachdecker | |
| 1383 | Tegularius | Ziegelbrenner | |
| 1384 | Tellrer | Hausierer | |
| 1385 | Textor | Weber | |
| 1386 | Theriakskrämer | Quacksalber | |
| 1387 | Thumbherr | Domherr | |
| 1388 | Tibialifex | Strumpfwirker, Strumpfstricker | |
| 1389 | Tinctor | Färber | |
| 1390 | Tiro | Neuling, Zögling | |
| 1391 | Tomeator | Drechsler | |
| 1392 | Tomio | Drechsler | |
| 1393 | Torwart, Torwächter | Wächter / Hüter an einem (Stadt-) Tor | |
| 1394 | Trapezeta | Geldwechsler | |
| 1395 | Träxl | Drechsler | |
| 1396 | Trito | Drescher | |
| 1397 | Trumetter | Trompeter | |
| 1398 | Tüchelbohrer | Hersteller von Holz- und Brunnenröhren | |
| 1399 | Tüffelmacher | Pantoffelmacher | |
| 1400 | Tunnarius | Küfer | |
| 1401 | Turmrater | Kerkermeister | |
| 1402 | Tutor | Vormund | |
| 1403 | Tyropola | Käsehändler | |
| 1404 | Ulner | Töpfer | |
| 1405 | Unguentarius | Parfüm- und Salbenmacher | |
| 1406 | Unterbeseher | Marktaufseher | |
| 1407 | Unterkäufler | Makler | |
| 1408 | Urinator | ↗ Urinator ist ein Taucher, insbesondere jemand, der unter Wasser nach Dingen sucht. | |
| 68 | Urinwäscher | Urinwäscher Die Berufsfunktion stammt schon aus dem alten Ägypten und Rom, wo Urin aufgrund des hohen Ammoniakgehalts als Wäschemittel benutzt wurde. Später auch zum Färben von Stoff und Wolle.Urinwäscher | |
| 1409 | Usurarius | Zinsnehmer, Wucherer | |
| 1410 | Vadius | Bürge | |
| 1411 | Valvarius | Beschliesser, Torwart | |
| 1412 | Vector | Fuhrmann | |
| 1413 | Venator | Jäger | |
| 1414 | Venditor | Händler, Verkäufer | |
| 1415 | Venner | Städtischer Beamter. Bern: Die Venner, die als städtische Bannerträger ursprünglich vor allem militärische Funktionen wahrgenommen hatten, gehörten im 15. Jahrhundert neben Schultheiss und Säckelmeister (Säckelmeister) zu den wichtigsten Amtsträgern der Stadt Bern und waren für alle zentralen Bereiche der kommunalen Verwaltung verantwortlich. Neben dem Steuer- und Wehrwesen (Wach- und Wehrpflicht) zählten sämtliche die Viertelsbevölkerung betreffenden Angelegenheiten von der Brandbekämpfung über die Einwohnerkontrolle bis zur Oberaufsicht über die städtische Bau- und Finanzverwaltung zu den Aufgaben der Viertelsvorsteher. Des Weiteren bezogen die Venner Abgaben und Steuern und organisierten Fron- und Fuhrdienste für den Bau und Unterhalt kommunaler Gebäude und Anlagen. Aber auch die Einteilung der Wachdienste, die Organisation und Führung militärischer Aufgebote, die Durchsetzung von Ratsbeschlüssen in der Bevölkerung sowie die Kontrolle von Brandschutzmassnahmen wie der Kauf von Feuereimern und Leitern lagen im Aufgabenbereich der Venner und ihrer Bediensteten, der so genannten Vennerweibel. Seit dem 14. Jahrhundert beaufsichtigten die Viertelsvorsteher ausserdem die neu ins bernische Bürgerrecht aufgenommenen Personen (Aufnahme ins Bürgerrecht), über deren Udelbesitz (Udelhausbesitz) sie in jedem Stadtviertel Buch führten (Udelbuch von 1389). Wahrscheinlich bereits seit der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts hatten die Venner ausserdem das Recht, während der jährlich an Ostern stattfindenden Ratserneuerung (Wahlprozedere an Ostern) jeweils vier Männer aus den vier Stadtvierteln und seit Ratsentsetzung von 1384 (Ratsentsetzung von 1384) exklusive aus den Mitgliedern der vier Handwerksgesellschaften der Gerber, Metzger, Schmiede und Pfister (Vennerviertel und Vennergesellschaften) zu ernennen. Diese so genannten Sechszehner nominierten dann ihrerseits die neuen Mitglieder des Rats der Zweihundert. | |
| 1416 | Verganter | Auktionator | |
| 1417 | Vespillo | Totengräber | |
| 1418 | Vestiarius | Kleidermacher, Schneider | |
| 1419 | Veteramentarius | Trödler | |
| 1420 | Viego | Küfer, Böttcher | |
| 1421 | Viermann | Ratsmitglied | |
| 1422 | Viertelmeister | Ratsmitglied | |
| 1423 | Vietor | Küfer, Böttcher | |
| 1424 | Vigilarius | Wächter | |
| 1425 | Villicus | Maier / Meier, Verwalter, Niederrichter | |
| 1426 | Vinctor | Klein- und Fassbinder | |
| 1427 | Vinitor | Winzer | |
| 1428 | Virgulator | Besen- oder Rutenbinder | |
| 1429 | Viscera | Eingeweide | |
| 1430 | Visierschneider | Hersteller von Larven, Kurzwaren | |
| 1431 | Vitriarius | Glaser, Glasmacher | |
| 1432 | Vivandierer | Besen- oder Rutenbinder | |
| 1433 | Voltisierer | Kunstfechter | |
| 1434 | Wächter | Aufseher, Verwalter ->’ siehe 'Wart' | |
| 1435 | Wachtsetzer | Wachtmeister (Berlin: hatte die Aufsicht über die Stadtwächter und bewachte die Marktzelte) | |
| 1436 | Waderlmacher | Fächermacher | |
| 1437 | Waidner | Waidner ->’ siehe Waidfärber oder Blaufärber | |
| 1438 | Waidfärber | Die Waidfärber gehörten zu den Innungen der Schönfärber. Die Waid- oder Blaufärber hatten Kenntnis, aus der Küpe des Färberwaids (Pastel oder Deutsche Indigo, zweijährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse) das Blaufärben der Stoffe auszuführen. | |
| 1439 | Waller | Pilger | |
| 1440 | Wämstler | Sulzer | |
| 1441 | Wantsnider | Gewandschneider | |
| 1442 | Wart, Wärt[er] | Aufseher, Verwalter, (Kranken-) Pfleger ->’ siehe auch Abwart | |
| 1443 | Wasenmacher | Abdecker, Schinder (Tierkörperverwerter, untersteht dem Tierarzt, unehrlicher Beruf) | |
| 1444 | Wasenmeister | Abdecker, Schinder (Tierkörperverwerter, untersteht dem Tierarzt, unehrlicher Beruf) | |
| 1445 | Wehmutter | Hebamme | |
| 1446 | Weinführer | Weinwirt | |
| 1447 | Weinsticher | Weinprüfer | |
| 1448 | Weinvisierer | Eichbeamter zum Vermessen der Weinfässer | |
| 1449 | Werghändler | Flachshändler | |
| 1450 | Wetzer | Schleifer | |
| 1451 | Wingertsmann | Winzer | |
| 1452 | Wuhrmeister | Der Wuhrmeister ist für die Überwachung der zugeteilten Fliessgewässer zuständig. Er wartet die Dämme (die Stauwehre) zur Abwehr des Wassers. In der Gesetzes-Sammlung des Kantons St. Gallen, von 1803 bis 1839 (Band 2, ab Seite 1305) findet sich die «Verordnung des kleinen Raths betreffend den Uferbau am Rhein und die Instruktion für die Wuhrmeister». Zusammenfassung der ersten 8 von 33 Artikeln: 1) die Gemeinden sind für den Uferbau zuständig. 2) Das Rheinufergebiet wird der Länge nach in Achtelsstunden unterteilt. 3) Es braucht ein Verzeichnis über die Zuständigkeiten. 4) Die Leitung und Beaufsichtigung des Uferbaus ist einem Wuhrmeister zu übergeben. 5, 6) die Wuhrmeister erfüllen ihre Aufgabe auf Kosten der zuständigen Gemeinden. 7) Die Gemeinden müssen dem Departement des Äusseren jeweils zwei Kandidaten vorschlagen. Die Kandidaten müssen hinreichende Kenntnis im Lesen, Schreiben und Rechnen mitbringen. 8) Die Amtsdauer des Wuhrmeisters ist auf 2 Jahre bestätigt. Eine Wiederwahl ist möglich. | |
| 1453 | Wurzler | Gewürzhändler | |
| 1455 | Zainer | Korbflechter | |
| 1456 | Zauer | Tuchmacher | |
| 1457 | Zeichenmeister | Eichbeamter | |
| 1458 | Zeidler | Imker | |
| 1459 | Zeiner | Korbflechter | |
| 1460 | Zeller | Bauer. 1765 im südwestlichen Münsterland ausschließlich Bezeichnung für «Halberben», im Status oberhalb der Pferdekötter (-> siehe 'Kötter'). Der «Zeller» ist der Besitzers eines Colonats (einer Bauernstelle, -> siehe 'Colonus'). 'telen' ist altsächsisch (tilian angelsächsisch, tilia altfriesisch, tilen saterländisch) und bedeutet 'den Acker bauen', ertragreich machen, colere. | |
| 1461 | Zengener | Zangenschmied | |
| 1462 | Zerenner | Eisenschmied | |
| 1463 | Zeugwart, Zügwart | Aufseher und Verwalter im Zeughaus | |
| 1464 | Zettler | Umspanner in der Weberei. Beim Zetteln wird der Schärbaum (auch Zettelbaum genannt) auf den Kettbaum umgespult. Berufe waren noch 1990: Bandzettler, Baumwollzettler, Endezettler, Musterzettler, Seidenzettler, Wollzettler, Zettler und Zettlermeister (Quelle: Eidgenössische Volkszählung 1990, Verzeichnis der persönlichen Berufe). Quellen (eingereicht von Yvonne Hausheer): Gemäss Bürgeretat von Zürich 1911 verdiente eine Alt-Wollishoferin als 'Zettlerin' ihren Lohn. | |
| 1465 | Zitzweber | Kattunweber | |
| 146? | Zokelmacher | Zokelmacher waren in Wien Hersteller von aus Stoff angefertigten Socken, die mit Ledersohlen unterlegt, auch anstelle der Schuhe getragen wurden. | |
| 1466 | Zonarius | Gürtelmacher | |
| 1467 | Zwirner | Fadenmacher | |
| 1468 | Zythopepta | Brauer | |
| 1469 | Zytopoeus | Brauer |
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Namensfindung Vorname/Nachname
https://de.namespedia.com/details/Scheideggerhttps://forebears.io/de/surnames/scheidegger
[1] Die Onomastik ist eine Disziplin der Etymologie und widmet sich der wissenschaftlichen – insbesondere sprachwissenschaftlichen – Erforschung von Namen.
Wer seine Zwillingstöchter Nausea und Emesis tauft, hat sich definitiv verpeilt
https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007855/2016-04-04/
https://www.germanistik.unibe.ch/forschung/projekte/forschungsstelle_fuer_namenkunde/namenforschung/index_ger.html
Namenforschung oder Onomastik ist die Wissenschaft von den Eigennamen. Eigennamen bezeichnen als Personennamen (Anthroponyme) menschl. Individuen, als Orts-, Gewässer-, Berg- und Flurnamen (Toponyme)
Die Namenforschung, auch Namenkunde, Onomatologie oder Onomastik (von altgriechisch ὀνομαστική [ἐπιστήμη] onomastiké [epistéme] «Namenwissenschaft» bzw. ὄνομα ónoma «Name»), beschäftigt sich mit der Bedeutung, Herkunft und Verbreitung von Eigennamen, unter anderem von Personennamen (Teilgebiet Anthroponomastik) und Ortsnamen (Teilgebiet Toponomastik). https://www.gw.uni-jena.de/phifakmedia/Fakult%C3%A4t/Einrichtungen/Institute/Institut+f%C3%BCr+Germanistische+Sprachwissenschaft/Fotos+Barbara/Handout+Onomastik+bis+Personennamen+2019.pdf
https://geogen.stoepel.net/
Kevinismus und Chantalismus sind ironische Bezeichnungen für die Neigung, Kindern ungewöhnliche, exotisch klingende Vornamen zu geben.[1]
Der Wohlklang bei der Namensgebung spielt eine wichtige Rolle. Aber Achtung: Wer seine Zwillingstöchter Nausea und Emesis nennt, hat sich definitiv verpeilt
https://www.baby-vornamen.de/
Vornamensuche nach Sprache und Herkunft Ob klassisch, altmodisch oder modern, Vornamen sind fast alle einer bestimmten Sprache und Herkunft zuzuordnen. Hier kannst Du ganz gezielt nach europäischen und internationalen Vornamen suchen.
https://www.baby-vornamen.de/Sprache_und_Herkunft/ https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/geburten-todesfaelle/vornamen-schweiz.html
Die plötzliche Popularität des Namens Kevin prägte den Begriff Kevinismus für dieses Klischee, als weibliche Entsprechung wurde Chantalismus aus Chantal gebildet. Der Begriff selbst entstammt ursprünglich der Satirewebsite Uncyclopedia und wurde später von Journalisten aufgegriffen und thematisiert.[2]
https://www.tpi.uni-jena.de/~wipf/talks/studgen.pdf
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Namensfindung Kuriosa
Donaudampfschiffahrtsgesellschaftskapitän
Der Beruf mit dem «Längsten Namen» ist Donaudampfschiffahrtsgesellschaftskapitän. Er bezeichnet als Eigennamenkompositum inoffiziell einen Kapitän der von 1829 bis 1991 existierenden Ersten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft (DDSG). Donaudampfschiffahrtsgesellschaftskapitän ist ein beliebtes Beispiel für die Bildung von Mehrfachkomposita in der deutschen Sprache – und deren Probleme im Bereich der Linguistik und Computerlinguistik in Thesauren, Übersetzungsprogrammen und Suchabfragen. Der Begriff dient auch als Ausgangspunkt für Wortspielereien und die Konstruktion noch längerer künstlich zusammengesetzter – aber grammatikalisch korrekter – Substantive wie Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitänsanwärterposten.
Betrachtet man das Wort als Gattungsbegriff, gilt seit der Rechtschreibreform 1996 die Schreibweise mit drei f, also Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitän.
Den Donaudampfschiffahrtsgesellschaftskapitän gibt es auch als Tango mit Songtext. Hier in der Version von ↗ Ernst Mosch oder ↗ Karel Gott.
Unehrliche Berufe
Unehrlich ist hier weniger moralisch denn sozial zu verstehen, die auf der Infamia römisch-rechtlicher Provenienz basiert. Unehrliche Berufe waren in der Ständegesellschaft des europäischen Mittelalters – und bis weit in die frühe Neuzeit – Erwerbsweisen ohne gesellschaftlich anerkannte Ehrbarkeit. Dabei lassen sich «unehrliche Leute», die durch bestimmte Erwerbsweisen in Verruf gerieten, in drei Kategorien einteilen:
⇒ die Angehörigen als unehrlich geltender Gewerbe bzw. Handwerke wie Schäfer, Müller, Türmer, Bader, Leineweber oder Barbiere
⇒ die Angehörigen des nicht ortsfest lebenden und als «herrenlos» geltenden Bevölkerungsteils («Fahrendes Volk») wie Lumpensammler, Spielleute, Kesselflicker oder Hausierer
⇒ Anbieter von «unreinen» Dienstleistungen, die mit Schmutz, Strafe und Tod zu tun hatten wie Gassenkehrer, Büttel, Köhler, Abdecker, Totengräber oder Scharfrichter.
Literatur:
- Unehrliche Berufe im Mittelalter
- Der Bader - ein «unehrlicher» Beruf
- Richard van Dülmen: Der ehrlose Mensch. Unehrlichkeit und soziale Ausgrenzung in der Frühen Neuzeit. Köln/ Weimar/ Wien 1999, ISBN 3-412-12498-2.
- Der Scharfrichter
- Werner Danckert: Unehrliche Leute. Die verfemten Berufe, 2. Auflage. Francke, Bern und München 1979, ISBN 3772014518.
Fussnoten
(1) ↗ Namenspedia
↗ Forebears
[1] Die Onomastik ist eine Disziplin der Etymologie und widmet sich der wissenschaftlichen – insbesondere sprachwissenschaftlichen – Erforschung von Namen.
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(2) «Non scholae sed vitae discimus.» Wer kennt ihn nicht, den berühmten Spruch des stoischen römischen Philosophen Seneca (1–65 n. Chr.)? Man greift gern auf ihn zurück, um schulmüden Teenies, die den Sinn des Unterrichts in Zweifel ziehen, ein im Wortsinn klassisches Argument entgegenzuhalten. Nur: Wir lernen nicht fürs Leben, sondern für die Schule, sagt dieser Römer, der unter anderem als Erzieher des späteren Kaisers Nero in die Geschichtsbücher einging. Seneca übte damit Kritik an den damaligen römischen Philosophenschulen. Zwar hat Lucius Aennaeus Seneca, geboren 4 v. Chr., tatsächlich etwas über Schule und das Lernen verfasst. In seinen «Epistulae morales ad Lucilium» schrieb er aber: «Non vitae sed scholae discimus». Und das heisst übersetzt genau das Gegenteil von dem, was sich in die humanistische Bildung eingeschlichen hat. L. ANNAEVS SENECA (c. 4 B.C. – A.D. 65) EPISTULAE MORALES AD LUCILIUMLibri XVII-XVIII CVI. SENECA LVCILIO SVO SALVTEM [12] http://www.thelatinlibrary.com/sen/seneca.ep17-18.shtml
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(3) Demnach war Magellans Antrieb die Gier, das Profitdenken - Volker Reinhardt wörtlich: «Magellan sollte im Auftrag des spanischen Königs Karl I. zu den Molukken segeln, deren Gewürznelken sich in Europa mit sagenhaftem Profit verkaufen liessen.»"
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