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324 Klassifkationen der Berufe 2010
VII. ALPHABETISCHES VERZEICHNIS DER BERUFSBENENNUNGEN fünfstellige Liste
Ärmelschneider/in ...................................... 28222 Änderungskoordinator/in ........................71314 Änderungsnäher/in .................................... 28222 Änderungsschneider/in ............................ 28222 Änderungs-werkstattleiter/in (Bekleidung)..................................................28294
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ALPHABETISCHES VERZEICHNIS DER BERUFSBENENNUNGEN
https://www.arbeitsagentur.de/datei/schluesselverzeichnis-2010-stand-03-2023_ba043581.pdf
https://www.stepstone.at/Karriere-Bewerbungstipps/berufsbezeichnung/

Als Ahnen­forscher(1) hat man oft mit alten Berufen oder Berufs­bezeich­nungen zu tun, die man heute nicht mehr kennt. Viele Berufe sind mittler­weile ver­schwunden oder heißen heute anders. Ein Großteil der deutschen Familien­namen leitet sich übrigens von Tätig­keiten, von Berufs­bezeich­nungen, von Werk­zeugen, von Erzeug­nissen und Handels­waren ab. Der Name «Schmidt»(2), um nur einen zu nennen, war der Schmied. Recherchieren Sie selbst, Sie werden erstaunt sein, wie viele Nachnamen auf Berufe zurückgehen. In der vorliegenden Liste finden Sie auch Berufe unter ihrer lateinischen Bezeichnung, wie man sie oft in Kirchenbüchern findet.(3)
http://www.der-familienstammbaum.de/ahnenforschung/alte-berufe-z
http://www.der-familienstammbaum.de/ahnenforschung/alte-berufe-a
http://genwiki.genealogy.net/Kategorie:Berufsbezeichnung
http://www.bielski.de/html/berufe.html

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Index Begriff Kommentar
      A    
 1 Ahnenforscher Ahnenforschung, Familienforschung, Genealogie
Ahnenforschung ist der umgangssprachliche Begriff im Bereich der Genealogie (von altgriechisch γενεαλογία genealogía «Geschlechtsregister, Stammbaum»; zurückgehend auf γενεά geneá «Geburt, Abstammung, Sippschaft, Familie» und λόγος lógos «Lehre»). Ahnenforscher oder auch Familienforscher befassen sich mit menschlichen Verwandtschaftsbeziehungen und ihrer Darstellung. Dabei richtet sich das Interesse vorrangig auf die biologische Herkunft (Ahnenforschung), auf das familiäre Umfeld sozialer Beziehungen einschliesslich Patenschafts- und anderer personenbezogener Verbindungen (Familienforschung). Beispiele dazu finden sich bereits im Alten Testament oder bei Hesiod.
Von der Ahnen- bzw. Familienforschung ist die Genealogie als geisteswissenschaftlich-philosophische Disziplin zu unterscheiden: Ihr geht es im Anschluss an Friedrich Nietzsche und Michel Foucault daum, die Geschichtlichkeit gegenwärtiger Moralvorstellungen oder Diskurse herauszuarbeiten.
Es gibt ↗ zahlreiche Genealogieprogramme – also Software zur Ahnenforschung.
↗ Genealogie-Datenbanken
Viele Listen genealogischer Datenbanken existieren im Internet, in die Forschungsergebnisse der Familienforschung eingetragen werden.
Diese Datenbanken lassen sich unterteilen in Kontaktdatenbanken, in denen nur veröffentlicht wird, wer wann wo nach welchen Namen forscht (die konkreten Details müssen in privater Kommunikation ausgetauscht werden), und Ergebnisdatenbanken mit den konkreten Forschungsergebnissen, sodass man schon vor der Kontaktaufnahme wissen kann, ob man eventuell gemeinsame Vorfahren hat.

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Liste von Genealogie-Programmen
  • Die Liste von Genealogie-Programmen gibt eine Übersicht von Genealogieprogrammen. GenWiki ist ein Projekt des Vereins für Computergenealogie. Hier stellen Familienforscher Informationen rund um die Genealogie bereit.
  • Genealogienet
  • Liste von Genealogie-Programmen
 2 Abdecker Abdecker
Abdecker m. «wer Tierleichen verwertet» (1. Hälfte 16. Jh.), zu frühneuhochdeutsch abdecken «ein verendetes Tier aus der Decke (Fell) schlagen, ihm die Haut abziehen», für älteres ↗Schinder (s. d.); https://www.dwds.de/wb/Abdecker
Andere Bezeichnungen des Berufs waren ↗ Schinder, Feld-, Fall-, Halb-, Klee- oder ↗ Wasenmeister; Greis-, Klee- oder Feldmetzger; Luderführer, Kleeken, Mausgewitz, Kaviller, Kafiller, Filler, Füller, Racker, Freiknecht, Abstreifer, Bärenhäuter, Weider, Weidmann, Fetzer, Kaltschlächter, Säuberer oder Weissriemler, die auch Felle gerbten. Seine Gehilfen hatten entsprechende Bezeichnungen wie beispielsweise Schinder- oder Luderknecht. ↗ Ölgemälde von William Orpen oder ↗ Totes Pferd. ↗ Abdeckerei von William Orpen
Die Aufgaben des Abdeckers oder ↗ Wasenmeisters wurden bis in das späte 19. Jahrhundert in sogenannten Wasenordnungen oder Wasenmeisterordnungen festgelegt.[2] In der Schweiz war die Berufsbezeichnung «Wasenmeister» für die mit der Kadaverbeseitigung befassten Ämter oder Personen noch bis ins 21. Jahrhundert gebräuchlich und verschwand erst mit einer Änderung des ↗ Tierseuchengesetzes (TSG) 2013 aus den Gesetzestexten.
Es haftete an den Abdeckern bis 1817 der Makel der «Anrüchigkeit» ihres Gewerbes,[5] sie waren vom Kontakt mit der übrigen Bevölkerung nahezu ausgeschlossen. Sie heirateten normalerweise nur untereinander, deshalb waren die Schinder einer Region häufig miteinander verwandt oder zumindest befreundet. Die Wasenmeistereien waren wegen ihrer Abgelegenheit ideale Schlupfwinkel für gesuchte Verbrecher, z.B. den Schinderhannes.
Literatur:
  • Rudi Palla: Verschwundene Arbeit. Von Barometermachern, Drahtziehern, Eichmeistern, Lustfeuerwerkern, Nachtwächtern, Planetenverkäufern, Roßtäuschern, Seifensiedern, Sesselträgern, Wäschermädeln und vielen anderen untergegangenen Berufen. Bildauswahl Christian Brandstätter, mit 335 Abbildungen. 3. Auflage (komplett illustrierte, aktualisierte Neuausgabe). Christian Brandstätter Verlag, Wien 2010, S. 11, ISBN 978-3-85033-327-6
  • Eike Pies: Zünftige und andere alte Berufe, mit 222 zeitgenössischen Illustrationen und Zunftwappen. 3. Auflage. Verlag E. und U. Brockhaus, Wuppertal 2005, S. 10, ISBN 3-930132-07-9
 3 Abiectarius Mittellateinisch für Schreiner, Holzschnitzer
 4 Abtrittanbieter Abtrittanbieter
↗ Abtrittanbieter
Öffentliche Bedürfnisanstalten gab es schon im alten Rom. Später geriet diese Erfindung jedoch irgendwie in Vergessenheit. Für Ersatz sorgten bis ins 19. Jahrhundert hinein mobile Toilettendienstleister in Städten mit Eimern, auf denen Passanten ihr Geschäft verrichten konnten. Arbeitsbekleidung war ein weiter Umhang, der die Arbeiter vor Verschmutzungen schützte.
↗ weitere Bezeichnungen für Abtrittanbieter waren Buttenmänner und Buttenweiber oder Madame Toilette.
 5 Altbüsser Altbüsser
Der ↗ Altbüsser oder ↗ Flickschuster bringt alte Sachen in Ordnung und bessert sie aus. Von Althochdeutsch buozen, Mittelhochdeutsch büeʒen, Mittelneudeutsch b̂öten, Neuhochdeutsch büssen «etwas Schadhaftes ausbessern. Mehr zur ↗ Etymologie im Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Neubearbeitung (1965–2018).
 6 Ameisler
 7 Amme
 8 Amtsschreiber
 8 Anderter Wäscher Anderter Wäscher
 9 Anisölbrenner
 10 Apothekenassistent
 11 Apothekenfacharbeiter
 12 Apothekerassistent
 13 Arkanist Arkanist
 14 Armbruster Armbruster
Armbruster, der Hersteller einer Armbrust, ist ein Handwerker. Andere Wörter sind Armbrustmacher, Bogner, ↗ Balester, Palestermacher, ↗ Agittarius
Etymologie
Das Wort ↗ «Armbrust» geht auf lat. arcubalista (Bogenschleuder, dt. auch «Arcuballiste») zurück, im Französischen arbalète. Im 17. Jahrhundert war noch das Wort «Balester» verbreitet. Bei der Eindeutschung wurden die Wörter «Arm» und mhd. berust/berost (Ausrüstung bzw. Bewaffnung) kombiniert, woraus sich durch Verschleifung «Armbrust» (regional auch Armborst, Armst, Arbrost)[3] entwickelte, sodass eine typische Volksetymologie entstehen konnte, durch Herleitung von dem Körperteil Brust. Der Plural lautet «Armbrüste», seltener «Armbruste». ↗ Gottscheds Versuch, mit Armrust (1748) eine nachträgliche Motivation (im Hinblick auf rüsten, Rüstung) herzustellen, bleibt ohne Nachfolge.
↗ Armbrust
 15 Arbalist Die Arbalest (auch Arbalst genannt) war ein im Spätmittelalter verwendetes Modell der Armbrust.
 16 Armbrustspanner
 17 Aschenbrenner Aschenbrenner
Aschenbrenner ist die Berufsbezeichnung für einen Hersteller von Holzasche (für Glashütten). Kleremacher heisst der Aschenbrenner für Gold-/Silberschmelze. Die Aufgabe eines Aschenbrenners (auch: ↗ Pottaschbrenner) war es, Holz zu verbrennen, um aus der Asche durch Auslaugen und Sieden die Pottasche zu gewinnen, die beim Färben, in der Seifensiederei und für die Glasherstellung in Glashütten benötigt wurde.
Historisch wurde Pottasche auch als Düngemittel eingesetzt, bei der Herstellung von Schiesspulver und im Haushalt als Waschmittel, Weich- und Weissmacher sowie auch als Backtriebmittel verwndet.
Als der Waldbestand immer weniger wurde und im 12. Jahrhundert vielerorts das Schlagen und Verbrennen von Bäumen begrenzt oder verboten wurde, sammelten die Aschenbrenner auch totes Holz aus den Wäldern sowie die Herdasche der Bevölkerung ein.
Im ausgehenden 19. Jahrhundert ging der Beruf des Aschenbrenners durch die zunehmende Bedeutung der Kohle und deren Transportmöglichkeiten mit der Eisenbahn zurück. Pottasche zum Zwecke einer industriellen Nutzung wurde nun aus bergmännisch gewonnenem Kalisalz oder im Syntheseverfahren hergestellt.

Pottasche IPA und Aussprache
↗ IPA: [ˈpɔtˌʔaʃə]
↗ Hörbeispiele: Lautsprecherbild  ↗ Pottasche ( ↗ Info)


Ferdinand Raimund als Aschenmann: Lithographie von Josef Kriehuber, um 1825

Literatur:
  • Helmut Seebach: Altes Handwerk und Gewerbe in der Pfalz. Band 3: Pfälzerwald. Waldbauern, Waldarbeiter, Waldprodukte- und Holzwarenhandel, Waldindustrie und Holztransport. Bachstelz-Verlag, Annweiler-Queichhambach u. a. 1994, ISBN 3-924115-13-3, S. 114ff.
  • Helmut Seebach: Altes Handwerk und Gewerbe in der Pfalz. Band 3: Pfälzerwald. Waldbauern, Waldarbeiter, Waldprodukte- und Holzwarenhandel, Waldindustrie und Holztransport. Bachstelz-Verlag, Annweiler-Queichhambach u. a. 1994, ISBN 3-924115-13-3, S. 116.
 18 Aschenmann
 19 Aschköter Aschköter
 20 Aufwecker
 21 Ausscheller
 22 Avhauer Avhauer
     
      Ä    
 400 Ägyptologe ↗ Ägyptologen und Ägyptologinnen beschäftigen sich wissenschaftlich mit Sprache, Kultur und Geistesleben des Alten Ägypten. Die wichtigsten Teilgebiete der Ägyptologie sind: Archäologie, Geschichte, Kunst und Kultur, altägyptische Schrift-, Sprach- und Literaturgeschichte, Religion und zentrale Stätten Altägyptens.
 400 Ährenpflücker ↗ Ährenpflücker sind erwähnt in Matthäus 12,1-8, als Berufsgattung damals wohl kaum zu interpretieren. Ährerpflücker sind eher einzureihen ins Berufsbild der Pflücker bzw. ↗ Schnitter, als Ähren noch nicht maschinell geerntet wurden.
Mehr zum ↗ Begriff auf DWDS. Siehe auch ↗ Schnitter
 401 Ärztevertreter ↗ Ärztevertreter, Ärztebesucher, Pharmaberater, auch Pharmareferenten, medizinische Berater haben zur Aufgabe, das Unternehmen, für das sie tätig sind, durch Besuche bei Ärzten, Apothekern und Drogerien sowie Zahnärzten u.a. zu repräsentieren.
     
      B    
 23 Badchan Badchan
 24 Bandlkramer
 25 Bandreißer
 26 Bannwart Bannwart, Bamert, Bammert – Flur-, Wald-, Weinbergshüter, Gerichtsbote / -diener
 27 Barchentweber
 28 Barettmacher
 29 Barsenmeister
 30 Bartenhauer Bartenhauer Hellebardenmacher
 31 Bauconducteur
 32 Beckenwerker Beckenwerker
 33 Beigesetzter Beigesetzter
 34 Bematist Bematist
 35 Benshi Benshi
 36 Bergbeamter
 37 Berghauptmann
 38 Bergknecht
 39 Bergmannsbauer
 40 Bergmeister
 41 Bergschmied
 42 Bergschreiber
 43 Bergvogt (Bergbau) Bergvogt
 44 Bernsteindreher
 45 Beschließerin
 46 Besenbinder
 47 Bierherr
 48 Bomätscher
 49 Bornmeister
 50 Bratenmeister
 51 Bremser (Eisenbahn)
 52 Brezenreiter
 53 Briefmaler
 54 Brotschauer
 55 Brunnenmeister
 56 Buchbinder
 57 Buchführer Buchführer - Umherziehender Buchhändler
 58 Büchsenmeister
 59 Buckelkrämer
 60 Buntmacher
 61 Bürstenbinder
 62 Büchsenspanner
559 Baccalaureus Gelehrter
560 Baiulus Bote, Träger
561 Backmann Bäcker
562 Bader Barbier, Scherer (übernahm Arzt-Funktionen)
563 Badreiber Masseur, Inhaber einer Badestube
564 Bäumeler Bäumeler, Baumwart. Als ↗ Baumwart werden Fachleute bezeichnet, die auf Pflege und Erhaltung sowie den fachgerechten Schnitt und die Veredelung von Obstbäumen und Obstgehölzen spezialisiert sind.
565 Balbierer Barbier
566 Balger Klopffechter
567 Balistarius Bogenmacher, -schütze
568 Ballenbinder Packer
569 Balneator Badstubenbesitzer
570 Ballonenmacher Hersteller von Lederbällen
571 Bandreisser Verarbeiter von Weiden zur Herstellung von Fassreifen
572 Bapirifex Papiermacher
573 Barbaricus Seidensticker, -wirker
574 Barbarius Scherer, Bader (übernahm Arzt-Funktionen)
575 Barbier Scherer, Bader (übernahm Arzt-Funktionen)
576 Barchenweber Weber des Barchen(t)
577 Barchetweber Weber des Barchen(t)
578 Baretmacher Hersteller des Baretts und des Biretts
579 Bargilde Freier Grundbesitzer, der von seinem Land Abgaben zu zahlen hatte
 580 Bärschneider Schweinekastrierer – «barc» hiess das männliche verschnittene Schwein. Daraus entstanden die Ber-, Beer-, Bern- und Bärschneider und die Bierschneider, aber auch die Ber-, Beren-, Behren- und Bärenstecher.
581 Bartzwicker Barbier
582 Baterleinmacher Rosenkranzmacher
583 Baukondukteur Bauaufseher, Landmesser
584 Baumeister Gutsverwalter, Vorknecht, Grossknecht, Rentmeister, auch Architekt
585 Becharius Holzbitschenmacher, Kleinböttcher
586 Beckenschlager Kesselschmied
587 Bedellus Büttel
588 Bekemacher Böttcher
589 Bennenmacher Korbwagenmacher
590 Berenstecher Schweinebeschneider
591 Bergarius Schäfer
592 Bernschneider Schweinebeschneider
593 Beschirmer Pfleger
594 Bespannter [Bauer] Bauer oder irgend eine Person mit Pferden- oder Ochsengespannen (->’ siehe 'Anspänner')
595 Bestetter Spediteur
596 Beutelmachel Lederbeutelmacher
597 Beutner Imker
598 Bibliopegus Buchbinder
599 Bibliopola Buchhändler
600 Bidellus Büttel
601 Binder Küfer (Österreich)
602 Birmenter Pergamentmacher
603 Bisser Zaumschmied, Gebissmacher
604 Bladarius Getreidehändler
605 Blatner Plattharnischmacher
606 Blattervater Seuchenhausverwalter
607 Blutrichter Landrichter
608 Boddek, Boddeker Böttcher
609 Bodenleger Estrichmacher
610 Bödner Bödner ->’ siehe 'Häusler'
611 Bogener, Bogner Bogenmacher
612 Böker Bogenmacher
613 Bolzdreher Armbrustbolzen-Hersteller
614 Bombardarius Büchsenschmied
615 Bombicinator Seidenmacher
616 Borngräber, Bornmacher Brunnenmacher
617 Bornzieher Leitungsleger (zum versorgen der Haushaltungen mit Wasser)
618 Botenmeister Postmeister
619 Böttcher Küfer (von Bottich, Nord- und Ostdeutschland)
620 Brasilholzstösser Müller von Brasilholz (Arzneimittel)
621 Bractearius Gold- und Silberschmied, Goldschläger
622 Brandwache, Brandwach Aufsichtsperson zur Verhinderung von Bränden
623 Brasiator Mälzer
624 Breinmüller Hirsemüller
625 Breiser Posamentier, Posamentenmacher Posamenten sind die Dinge, die man in der textilen Raumdekoration braucht (z.B. geflochtene Kordeln, Quasten, Litzen, Brokatlitzen, Borten etc.). Im weitesten Sinne also Zubehör zur dekorativen Gestaltung von Gardinen, Vorhängen, Kissen und dergleichen. Es wird vermutet, dass der Posamentenmacher als Beruf mit den Hugenotten nach Deutschland (Preussen) kam.
626 Brenner Alkoholbrenner
627 Bretzenmacher Spangenmacher
628 Briefdreger, Brieftrager Hausierer mit Bildern, Briefbote
629 Briefer Schrift-, Brief-, Klein-, Initialmaler
630 Brinksitzer Kleinbauer (meist am Rande der Dorfflur) ->' siehe 'Häusler'
631 Britschenmeister Festordner, Stegreifdichter, Spassmacher
632 Bruch- und Steinschneider Wundarzt
633 Brucker, Bruckner Steinsetzer, Pflasterer, Brückenbauer
634 Brückner Brückenbauer, Brückenwärter
635 Brunnenmeÿer Brunnenbauer
636 Brustschneider Korsettmacher
637 Bubulcus Rinderhirt
638 Bubenmeister Schullehrer
639 Bücheraltreis Antiquar
640 Büchsen Fusssoldaten mit Gewehr
641 Büchsenmacher Dosenmacher, Gewehrschmied
642 Buchstabensetzer Schriftsetzer
643 Büdner Kleinbauer, Kaufbudenbesitzer ->' siehe 'Häusler'
644 Bungenschlager Trommler
645 Burggravius Burggraf
646 Bursarius Beutelmacher
647 Buthelor Nagelschmied
648 Büthener Imker, Bienenzüchter
649 Büttemacher Böttcher
650 Büttenbinder Böttcher
651 Büttner Böttcher
 
      C  
 63 Caffamacher Caffamacher - Samtweber
 64 Calculator
 65 Chausseewärter
 66 Chemigraf
 67 Corduanmacher Corduanmacher - Gerber von Corduanleder, auch Schuhmacher
     
      D    
 69 Dageschalke Dageschalke
 70 Diätar Diätar war ein Beamter in Deutschland, besonders Preußen, der Monatsbesoldung bezog, keinen Anspruch auf Wohnungsgeld, Umzugskosten etc. hatte und gegen Kündigung angestellt wurde.
 71 Diurnist Diurnist bezeichnete vor allem im österreichischen Raum einen in der Verwaltung auf Tagegeldbasis (Diurnum) Beschäftigten, der als Amtsschreiber die anfallenden Schreibarbeiten erledigte.
 72 Donkeyman Donkeyman war die Bezeichnung für einen Hafenarbeiter oder Seemann, der den Donkey (englisch für «Esel»), die Hilfsdampfmaschine eines Schiffes, zu bedienen hatte.
 73 Draufschläger Draufschläger ist eine alte Berufsbezeichnung für einen Metallbearbeiter in einer Schmiede, der dem Schmied bei der Herstellung von Werkstücken assistierte.
     
      E    
 74 Einfahrer Einfahrer, auch Obereinfahrer oder Nachfahrer genannt, waren Aufsichtsbeamte, die Bergwerke in ihren Tätigkeitsbereichen kontrollierten.
 75 Einschlagmacher Einschlagmacher räucherten die für Wein und Most bestimmten Fässer mit Schwefel aus, der Einschlag genannt wurde. Der Wein wurde aber auch direkt dem Einschlag ausgesetzt, wie in Grimms Deutschem Wörterbuch nachzulesen ist: «einschlag des weins, medicamen vini, was in den wein gehängt wird, um ihm farbe und geschmack zu geben, gewöhnlich linnene oder papierene, mit schwefel überzogene streifen». Die Fässer selbst wurden von Küfern hergestellt.
 76 Eishändler Eishändler brachten das Eis in tragbaren Blöcken zu Einrichtungen, bevor es elektrische Kühlschränke gab.
 77 Euler Euler waren die Handwerker, die Krüge und Kannen aus Ton herstellten. Entlehnung aus dem vulgärlateinisch, galloromanisch Ōlla, welches heute noch im Süden Frankreichs und in einigen anderen romanischen Dialekten anzutreffen ist. Das Wort stellt ein sehr gutes Beispiel für den Einfluss der romanischen Sprachen im Rheingebiet dar. Mehr zur ↗ Eulersprache und ↗ Eulereien.
 
      F  
 78 Fabrikinspektor
 79 Facharbeiter für BMSR-Technik Der Facharbeiter für Betriebsmess-, Steuerungs- und Regelungstechnik war ein Ausbildungsberuf in der DDR.
 80 Facharbeiter für Fertigungsmittel Facharbeiter für Fertigungsmittel war von 1970 bis 1988 ein Ausbildungsberuf der Industrie in der DDR.
 81 Facharbeiter für Glastechnik Facharbeiter für Glastechnik war die Ausbildungsbezeichnung für den Facharbeiterberuf mit zweijähriger Ausbildung in der DDR von 1977 bis 1986.
 82 Facharbeiter für Schreibtechnik Facharbeiter für Schreibtechnik war die gültige Ausbildungsbezeichnung für den Facharbeiterberuf mit zweijähriger Ausbildung in der DDR.
 83 Facharbeiter für Nachrichtentechnik Der Facharbeiter für Nachrichtentechnik war ein technischer Beruf in der DDR. Der Beruf wurde 1970 eingeführt und löste den bis dahin üblichen Fernmeldemechaniker ab.
 84 Fächermacher Fächermacher stellten Fächer zur Kühlung des Gesichts und zum Schutz gegen Sonne und Insekten her.
 85 Fahnenschmied Fahnenschmied - Beschlagmeister, Hufschmied bei der Kavalerie
 86 Fasszieher Fasszieher - Markthelfer, Auflader
 87 Feilenhauer Feilenhauer ist ein ehemaliger Handwerksberuf, der sich mit der Herstellung neuer und der Wiederaufbereitung alter Feilen und Raspeln beschäftigt.
 88 Feldschütze Feldschütze ist die Bezeichnung für einen historischen Truppenteil des ausgehenden Mittelalters und später für angestellte Personen von Gemeinden zum Schutz der Felder und Flure.
 89 Fergger Fergger - Mittelsmann zwischen Textilhandwerk (Weberei, Stickerei, Kämmler) und dem Handel. Der Fergger arbeitete meist im Auftrag von Textilhändlern als Bindeglied zwischen Handel und Handwerk. Er sorgte für den Transport der Rohstoffe zu den Handwerkern oder Heimarbeitern, kontrollierte deren Arbeit, bezahlte ihre Löhne und sammelte die Zwischen- oder Fertigprodukte für den Handel wieder ein. Die Fergger arbeiteten zu Beginn meist unselbständig im Auftrag der Verleger (Handel). Später entstehen selbständige Unternehmen - die Ferggereien. Die ursprünglich mit Rossfuhrwerken, später mit Lastwagen umherziehenden Fergger, verschwanden im 19. Jahrhundert allmählich wieder. Der Begriff taucht im 17. Jahrhundert auf. Zu dieser Zeit entwickelt sich der Handel mit den Rohstoffen (Wolle, Baumwolle, Garn später auch Seide). Heutzutage taucht der Begriff in der Schweiz als Bezeichnung für «Spediteur» auf.
 90 Fingerhut Fingerhut (Nähwerkzeug)
 487 Fischbeinreisser ↗ Fischbeinreisser zerkleinerten die mannshohen Barten von Walen, ein Material, das sich durch hohe Elastizität auszeichnet, um diese an Kleider- und Galanterieartikelhersteller weiter zu verkaufen. ↗ Mehr…  
 91 Flecksieder
 92 Fleetenkieker
 93 Flintenspanner
 94 Flusssieder
 95 Fontänenmeister
 96 Fördermann
 97 Former
 98 Formschneider
 99 Freibauer (Mittelalter)
 100 Freimeister
 101 Fronbote
 102 Fruchtmesser (Beruf)
 103 Fudasashi Fudasashi
 114 Fuhrmann (Beruf)
 115 Funkelektroniker
 116 Wagner Wagner stellen Transport- und Beförderungsmittel, landwirtschaftliche Geräte sowie Gartenmöbel aus Holz her, warten und reparieren diese. Zu ihren Produkten zählen Leiterwagen, Handwagen, Schlitten, Leitern, Rechen, Heugabeln aber auch Gartenmöbel.
     
      G    
 118 Gandy dancer ↗ «gandy dancer» war in den USA eine umgangssprachliche Bezeichnung für Streckenarbeiter, die Gleise verlegt und gewartet haben. Der Ursprung des Begriffs wurde wahrscheinlich von einem irischen oder gälischen Ausdruck abgeleitet, da die meisten Streckenarbeiter im Norden Iren waren.
↗ Andere Theorien besagen, dass der Begriff Gandy-Tänzer sich als Beschreibung aus der Bewegung der Streckenarbeiter entwickelt haben könnte.
119 Gasriecher
120 Gassenkehrer
121 Gaukler
122 Gelbgießer
123 Gemeindediener
124 Gerben
125 Geschirrflicker
126 Gewandschneider
127 Gisaeng
128 Glasträger (Schwarzwaldglas)
129 Heinrich Göding
130 Grobschmied
131 Grubenjunge
132 Grubenschreiber
133 Grubenverwalter
134 Gutfertiger
     
      H    
137 Hake (Beruf)
138 Handlanger
139 Handschuhmacher
140 Harnischmacher
141 Harzer (Beruf)
142 Haspelknecht
143 Hauderei
144 Hausmaler
145 Haustochter
146 Hefner
147 Heimbürge
148 Heimbürger
149 Heizer
150 Heizungsbauer
151 Hellanodiken
152 Hemerodromos
153 Herold
154 Hipparch (Amt)
155 Hirsch (Beruf)
156 Hitzläufer
157 Hofdichter
158 Hoffaktor
159 Hofhandwerker
160 Hofkünstler
161 Hofnarr
162 Hofzwerg
163 Hoplomachos
164 Hucker (Beruf)
165 Hundepeitscher
166 Hundeschläger
167 Hundshautgerber
168 Hungerkünstler
169 Hutmacher
170 Hutschenschleuderer
171 Hüttenschreiber
     
      I    
174 Impresario ↗ Impresario (von italienisch impresa: Unternehmen) war inbesondere im 17., 18. und 19. Jahrhundert der Leiter (unter Umständen auch Besitzer) eines Opernhauses oder Theaters bzw. eines Opern- oder Theaterunternehmens. Im englischen Sprachraum werden freie Theaterproduzenten noch heute als Impresario bezeichnet
Mehr zum ↗ Begriff auf DWDS.
175 Imker Bienenzüchter
     
      J      
 177 Juffer Rheinland: Jungfrau, Betschwester oder Frömmlerin
177 Justiziar
     
      K    
 180 Kachelbäcker
 181 Kaffeeriecher Kaffeeriecher bzw. Kaffeeschnüffler bezeichnete eine Gruppe von etwa 400 Invaliden, die ab 1780 auf Veranlassung von Friedrich dem Grossen angestellt wurden, um in den preussischen Kommunen durch «Schnüffeln» festzustellen, wo verbotenerweise Bohnenkaffee geröstet wurde.
 182 Kambe Kambe (jap. 神戸, ↗ Kambe, seltener Kamube oder sino-jap.) ist die im Japan der Nara- und Heian-Zeit einem Shintō-Schrein im Rahmen des Uji-Kabane-Systems zugeteilte Berufsgruppe (be), die für die Bewirtschaftung der zugehörigen Ländereien und die Instandhaltung des Schreines sorgte.
183 Kammerdiener
184 Kammerfrau
185 Kammermohr Kammermohr Als Kammermohr bezeichnete man im deutschen Sprachraum ab dem 18. Jahrhundert bei Hofe einen Hausdiener schwarzer Hautfarbe. Er zählte zur sogenannten Kammer, den persönlichen Bediensteten eines Herrschers.
186 Kammertürke
187 Kämmler
188 Kannengießer (Beruf)
189 Kartenmaler
190 Kastigator
191 Kawass
192 Kerzenzieher
193 Kesselflicker
194 Kesselwärter
195 Kettenschmied
196 Kiepenkerl
197 Kinoerklärer
198 Kipper (Beruf)
199 Klageweib
200 Klausmeister
201 Klausurmacher
202 Kleiber (Beruf) Kleiber - Estrichmacher, Lehmverstreicher
203 Klesmer
204 Klüttenbäcker
205 Kohlenmesser
206 Kohlentrimmer
207 Kommis Kommis - Kontorist, Handlungsgehilfe oder kaufmännischer Angestellter
208 Kompastmacher
209 Komprador
210 Kondukteur (Bauwesen)
211 Konzipist
212 Korbmacher
213 Korkschneider
214 Korsettmacher
215 Kotzenmacher
216 Krenweiberl
217 Kunstmeister
218 Küper
219 Kupfermeister
220 Kupferstecher
221 Kürschner
222 Kuxkränzler
     
      L  
225 Lakai
226 Lampist
227 Landschaftseinnehmer
228 Landschreiberei (Kurpfalz)
229 Laufbursche
 230 Laukkuryssä Laukkuryssä oder auch reppuryssä ist die finnische, påsaryss oder auch kontryss die schwedische Bezeichnung für fliegende Händler aus Russland, die bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts jeden Sommer durch die Dörfer Finnlands zogen.
231 Leichenbitter Leichenbitter - Leichenlader
232 Leineweber
233 Leyendecker
234 Lichtputzer
235 Liederweib
236 Liquidator (Tschernobyl)
237 Lithograf
238 Lohgerber
     
      M    
241 Marketender
242 Melbler
243 Menger Menger - Händler
244 Messererbote
245 Messerschmied
246 Metsieder
247 Metteur
 248 Michel-Türmer Der Michel-Türmer, auch Turmtüter, ist ein Trompeter, der in der Tradition des Amtes der Turmbläser vom Turm der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis täglich morgens und abends Choräle in alle vier Himmelsrichtungen spielt.
249 Milchmädchen
250 Mühlenbauer
251 Muldenhauer
252 Munotwächter
253 Münzmeister
254 Muter
     
    N    
257 Nachtwächter
258 Nagelschmied
259 Nähknecht
260 Narr
261 Nautae
262 Nestler
263 Nomenclator
264 Nummularius
     
    O    
1158 Obentürer Edelsteinhändler
 1159 Obsequa Magd
 1160 Obstetrix Hebamme
 1161 Oenopola Weinschenk
 1162 Ofentürer Edelsteinhändler
1 163 Official Amtmann, Beauftragter
 1164 Oldbuter Flickschuster
 1165 Oldkitter Flickschuster
 1166 Olearius Ölschläger oder -stampfer
 1167 Omenträger Lastträger
 1168 Operarius Lohnarbeiter
 1169 Operator Lohnarbeiter
 1170 Opfermann Küster, Lehrer, Kantor
 1171 Opifex Handwerksmann
 1172 Opilio Schäfer
 1173 Ostiarius Beschliesser, Torwächter
 268 Ortsrichter Ortsrichter
   
      Ö    
 398 Ökologe ↗ Ökologen und Ökologinnen beobachten und erforschen Abläufe und Veränderungen in der Natur. Sie untersuchen die Zusammenhänge zwischen tierischen und pflanzlichen Organismen und die Wechselbeziehungen von Mensch und Umwelt. Dabei beschäftigen sie sich vor allem mit Fragen des Umweltschutzes. Sie studieren z. B. die Auswirkung von Schadstoffen, Treibhausgasen, saurem Regen auf Klimaveränderungen und Pflanzenwachstum. Sie entnehmen Luft-, Boden- und Wasserproben und untersuchen sie mit verschiedenen Messgeräten.
 267 Ökotrophologe Ökotrophologen arbeiten an der Schnittstelle zwischen Ernährung, Haushalt und Wirtschaft. Sie befassen sich mit Aufbau und Zusammensetzung von Nahrungsmitteln und kennen deren Auswirkungen auf den menschlichen Körper.
Die Ökotrophologie (von altgr. οἶκος «Haus», τροφή «Ernährung» und λόγος «Rede», «Wort», …, «philosophischer Lehrsatz», «philosophische Lehre») ist ein interdisziplinäres Studienfach aus Ernährungswissenschaft und Haushaltswissenschaft (manchmal abgekürzt EHW oder HEW). Die Schreibweise des Begriffs «Ökotrophologie» ist nicht einheitlich, verwendet wird auch die historisierende Schreibung «Oecotrophologie».
Ökotrophologen arbeiten in ↗ unterschiedlichen Bereichen.
 267 Öler Öler (auch Ölstampfer, Ölmüller oder Ölschläger) ist ein historischer Beruf zur Herstellung von verschiedenen pflanzlichen Ölen mittels ↗ Ölmühlen. Dabei werden die Pflanzensamen, Strauch- und Baumfrüchte vorgängig zerquetscht oder zerstampft.
Des Weiteren ist Öler ein Beruf der Maschinenindustrie, dessen Tätigkeiten zum Beispiel auf Schiffen darin besteht, Maschinenteile regelmässig mit Öl bzw. Fett zu versorgen.
 267 Ölförderer Ölförderer im überschaubaren Ausmass muss es bereits vor 12000 Jahren im vorderen Orient gegeben haben. Die Babylonier nutzten Bitumen («Erdpech») unter anderem als Bindemittel im Haus- und Strassenbau. «Erdpech» war im Babylonischen Reich so allgegenwärtig, dass Hammurapi ihm einige Kapitel in seinem Gesetzeswerk aus dem 18. Jh. v. Chr. widmete – quasi die erste nachweisbare staatliche Regulierung von Erdöl.
An der Erdoberfläche natürlich austretendes Erdöl wird auch von den Schriftstellern der klassischen Antike, Herodot und Plinius dem Älteren, erwähnt. Die römische Armee nutzte Erdöl möglicherweise als Schmierstoff für Achsen und Räder. Im frühmittelalterlichen Byzantinischen Reich wurde vermutlich aus Erdöl der Brennstoff für eine als «griechisches Feuer» bezeichnete Vorform des Flammenwerfers hergestellt.
Wie Kohle und Erdgas zählt auch Öl zu den nicht nachhaltigen, weil aus Biomasse entstandenen fossilen Energiequellen, die genutzt werden, um ihre chemische Energie in nutzbare Energie umzuwandeln. Auf der Suche nach einem guten und billigen Lampenbrennstoff stiess man in den 1850er-Jahren auf Erdöl. Es war viel günstiger als Walöl, dem bisherigen Rohstoff für Leuchtmittel. Bis in die 1920er-Jahre wurde Erdöl denn auch vor allem für die Beleuchtung genutzt und erst danach als Treibstoff.
Als historischer ↗ Meilenstein der Ölförderung gilt der 27. August 1859, als Edwin L. Drake am Oil Creek in Titusville, Pennsylvania, im Auftrag des amerikanischen Industriellen George H. Bissell nach mehreren Monaten ergebnislosen Bohrens in 21 m Tiefe auf eine ergiebige Öllagerstätte stiess. «Dieser Sonntag Nachmittag an den Ufern des Oil Creek bei Titusville lieferte den Funken, der die Erdölindustrie in die Zukunft katapultierte.» Dann trat der Amerikaner John D. Rockefeller in Erscheinung, der dank dem Rohölhandel zum ersten Milliardär der Weltgeschichte wurde – berücksichtigt man die Inflation, besässe er heute rund dreissig Milliarden US-Dollar. 2022 sind mit einer täglichen Erdölfördermenge von rund 11,8 Millionen Barrel die USA das förderstärkste Land der Welt. Dahinter folgen Russland mit 10,6 Millionen und Saudi-Arabien mit 10,3 Millionen Barrel pro Tag.
↗ Ranking der grössten Erdölexporteure weltweit 2020
   
    P    
271 Pansenklopper
272 Panzermacher
273 Parlier
274 Paternostermacher
275 Pelzbrüder
276 Pergamentmacher
277 Pfaidler Pfaidler- Hemdmacher
278 Pfaidlerei Pfaidlerei ist eine österreichische Bezeichnung für ein Bettwaren-, Hemden- oder Kurzwarengeschäft.
Diese Gewerbebezeichnung gilt heute als veraltet, das aktuelle Österreichische Wörterbuch führt den Begriff nicht mehr. Er findet sich jedoch häufig in literarischen Quellen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Etymologisch steckt in dem Begriff das bairische Wort „Pfoad“ (siehe Bairische Kennwörter), das in der Schreibweise „Pfaid“ damals auch in der Schriftsprache verwendet wurde und „Hemd“, bzw. „Oberkleid“ bedeutet.
Joseph Roth: Die Geschichte von der 1002. Nacht. tredition, Hamburg 2011, ISBN 978-3-8424-1732-8 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
https://de.wikipedia.org/wiki/Pfaidlerei
279 Pfeifenbäcker
280 Pharmazeutischer Assistent
281 Pharmazieingenieur
282 Planetenverkäufer
283 Plattner
284 Pliesterer
285 Pochteca
286 Polizeifürsorgerin
287 Portefeuillemacher
288 Porzelliner
 289 Posthalter Posthalter
 269 Posamentier Es wird vermutet, dass der Posamentenmacher als Beruf mit den Hugenotten nach Deutschland (Preussen) kam.
290 Postschwede
291 Präzeptor
292 Priestermechaniker
293 Pritschenmeister
294 Proklamator
295 Prozessagent
296 Pulveraffe
297 Punkteur
298 Punzer
     
    Q    
301 Quastenmacher Quastenmacher sind Posamentierer, die sich auf die Fertigung von Quasten (auch Troddeln genannt) spezialisiert haben. Diese bestehen aus Schnur-, Bänder- oder Metallfadenbündeln, die am oberen Ende zusammengebunden und oft verziert sind mit Knoten, Perlen oder Stickereien. Es wird vermutet, dass der Posamentenmacher als Beruf mit den Hugenotten nach Deutschland (Preussen) kam.
301 Quatorzième Quatorzième (Der Vierzehnte) war eine Berufsbezeichnung für professionelle Gäste privater Gesellschaften in Paris des Fin de siècle an der Wende zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert. Ein Quatorzième besucht gegen Bezahlung in angemessener Kleidung eine Gesellschaft, um zum Beispiel zu verhindern, dass 13 Gäste an einer Tafel sitzen (daher die Bezeichnung). Entstanden war der Beruf in Paris zu Beginn des 20. Jahrhunderts infolge der Triskaidekaphobie. Hier machten Quatorzièmes mit Schildern an ihren Wohnungen auf ihre Profession aufmerksam. Bekanntgeworden ist der Begriff durch den 1903 erschienenen Aufsatz ↗ «Die Grossstädte und das Geistesleben» des Soziologen Georg Simmel, der damit die Grundlagen der Stadtsoziologie schuf.
302
303     R  
304 Rangschiffer Rangschiffer wurden die zunftmässig organisierten Schiffer/Schiffseigner genannt, die für einen geregelten Transport der Handelsgüter auf dem Fluss verantwortlich waren.
305 Raschmacher Raschmacher bezeichnete bis in das 19. Jahrhundert hinein Handwerker, die den sogenannten Rasch produzierten. Es handelte sich meist um einen leicht gearbeiteten groben Wollstoff.
306 Rattengiftverkäufer ↗ Rattengiftverkäufer bezeichnet einen Händler, der Gift zur Rattenbekämpfung anbot. Nach den Amsterdamer Stadtverordnungen von 1595 und 1613 waren sie den Bettlern gleichgestellt. Spätestens Ende des 19. Jahrhunderts verschwand der Rattengiftverkäufer von den Strassen Europas, da er sich der Konkurrenz der Gewürzhändler und Drogisten nicht mehr erwehren konnte. Die arsenhaltige Ware kam auch durch die steigende Verwendung als «Erbschaftspulver» oder «Giftmehl» zunehmend in Verruf. In ↗ Bremen tötete Gesche Gottfried, zwischen 1813 und 1827, nachweislich 15 Menschen mit «Mäusebutter».
307 Rauchwarenzurichter
308 Reepschießer
309 Reepschläger
310 Registrator
311 Reidemeister
312 Reifschneider
313 Reisemarschall
314 Reisiger
315 Repasseur
316 Revierbeamter
317 Rheinkadetten
318 Riemer Riemer und ↗ Sattler als Berufe rund ums Leder
319 Rieselwärter
320 Ritzenschieber
321 Röhrmeister
322 Rotgießer
323 Rotschmied
324 Rottaler Hafner
325 Rundfunkgebührenbeauftragter
326 Ruttnern
327
328     S  
329 Sackreißer
330 Sakebaro
331 Salpetersieder
332 Sanglier
333 Säumer
334 Sauschneider
335 Schalenschneider
336 Scharwächter
337 Scherenschleifer
338 Schiffsheizer
339 Schindelmacher
340 Schmierbrenner
341 Schmuckeremit
342 Schneider
343 Schnellläufer (Schausteller)
344 Schnitter Schnitter - Erntearbeiter
345 Scholar
346 Schopper
347 Schösser (Beruf)
348 Schreiber im Alten Ägypten
349 Schriftgelehrter
350 Schriftgießer
351 Schriftschneider
352 Schriftsetzer
353 Schröder, Schröter Schröder, Schröter (Beruf) - Tuchschneider
354 Schuhputzer
355 Schulmeister Schulmeister - Lehrer
356 Schweizer (Beruf) verschiedene Berufe, für die die Schweizer bekannt waren. Veraltet auch Schweitzer. Schweizer übten ausserhalb ihres Landes entsprechend ihren Fähigkeiten bestimmte Berufsarten aus. Mit der Zeit ging der Begriff Schweizer auf den typischen Beruf über (oft auch unabhängig von der Herkunft des Ausübenden): Schon im Spätmittelhochdeutschen bezeichnet das Wort swîzer nicht nur einen Einwohner der Schweiz, sondern auch verschiedene Berufe, für die die Schweizer bekannt waren (Wach- und Schutzdienste, Hirten und Stallknechte / Stallschweizer, sowie Melker und Sennen, etc.). Quelle: Wikipedia.
357 Schwertfeger
 358 Seelnonne Seelnonnen waren Frauen in Süddeutschland im späten Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, die Totendienste und Bestattertätigkeiten versahen.
359 Seifensieder
360 Sensenschmied
361 Siechentröster
362 Silberdiener
363 Silhouetteur
364 Skomoroch
365 Somatophylakes
366 Spannmann
367 Spielzeugmacher
368 Spinner (Beruf)
369 Sporer
370 Staller (Beamter)
371 Steindämmer
372 Steinfischerei
373 Steinhauer
374 Steinrichter
375 Stellmacherei
376 Stereotypeur
377 Steuerbevollmächtigter
378 Steuerperäquator
379 Sticker (Handwerk)
380 Streckenwärter
381 Strotter
382 Strumpfwirker
383 Stückgießer
384 Stückmeister Stückmeister
     
      T    
386 Truchsess Truchsess
Der Truchsess (althochdeutsch truhtsâzzo, Vorsteher eines Gefolges, lat. dapifer, discophorus und senescalcus), auch Seneschall genannt, hatte neben dem Marschall, Mundschenk und Kämmerer das vornehmste unter den Ämtern am hochmittelalterlichen Königshof inne. Deren Ursprung ist in der germanischen Hausverfassung zu suchen. Am Lausanner Bischofshof ist ein Truchsess bzw. Seneschall ab 1142 bezeugt, in der Herrschaft von Estavayer ab 1150/60, in der Abtei St. Gallen ab 1167.
Zum zweiten Kompositionsglied ahd. -sāʒo vgl. «Insasse», «ansässig» usw. in: ↗ Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993)
387 Taschenspieler
388 Thesmothet
389 Tonsor Tonsor - Wundarzt
390 Trambahnschienenritzenreinigerin https://de.wikipedia.org/wiki/Ritzenschieber
Der Beruf starb in den 1950er Jahren aus.[3] Heute werden stattdessen Schienenreinigungsfahrzeuge eingesetzt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ritzenschieber#/media/Datei:ETH-BIB-Tramschienenputzerin,_M%C3%BCnchen-Dia_247-01526.tif
391 Truhenmeister
392 Tuchbereiter
393 Tuchscherer
394 Tuchwalker
 395 Türmer Türmer ist ein historischer Beruf und die Bezeichnung für einen Wächter, der von einem Turm bzw. einer Türmerstube die Umgebung beobachtet und gegebenenfalls, z. B. im Brandfall Alarm schlägt.
 
      U    
 399 Uhrenträger Uhrenträger
 400 Unehrlicher Beruf vcvcvx
   
      Ü    
 398 Überreiter Die ↗ Überreiter, auch Überreuter oder Überraiter, waren besondere Polizeikräfte zur Unterbindung von Schmuggel und Diebstahl von Monopolwaren. Sie waren zu Durchsuchungen und Warenbeschau berechtigt. Im Kurfürstentum Bayern wurden durch den Schrobenhausener Kaufmann Johann Senser, der im Tabak-Appalto von 1678 das landesherrliche Tabakregal gepachtet hatte, 46 Tabaküberreiter bestallt. Im Kurfürstentum Sachsen wurden 1683 mit der Verschärfung des Kobaltpatents zwei Kobaltüberreiter eingesetzt. Später wurde deren Zahl erhöht, so dass jedes der Bergämter mit Kobaltförderung über mindestens einen Kobaltüberreiter verfügte. Im Jahre 1800 gehörten zu den Bergämtern Annaberg und Johanngeorgenstadt jeweils ein, zum Bergamt Schneeberg zwei Kobaltüberreiter.
     
      V  
403 Verwaltungsaktuar Verwaltungsaktuar
404 Viertelsmeister
405 Vierwerke
406 Vorkoster
407 Voyageur
   
      W  
410 Waffenschmied
411 Wagenschmiermann
412 Waldläufer (Nordamerika)
413 Waldzeichenschneider
414 Wanderzieglerwesen
415 Wardein Wardein - Münzprüfer, Schätzer https://www.dwds.de/wb/Wardein
Wardein Wardein, auch Guardein, (lat. guardianus „Wächter, Hüter“) ist der Titel eines Beamten, der in Mittelalter und Frühneuzeit die Erze und die Münzen untersuchte. Je nach Tätigkeitsschwerpunkt gab es den Erzwardein (auch Erzprobierer), der die Erze untersuchte, und den Münzwardein, der die Münzen zu untersuchen hatte.[1]
https://www.peter-hug.ch/lexikon/Wardein
Auch der Begriff „Berggegenprobierer“ war geläufig.[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Wardein
416 Wasserträger
417 Weber
418 Wegmacher
419 Wegwärter
420 Weinberghüter
421 Weinschenk (Beruf)
422 Weißgerber
423 Weißgerbermuseum
424 Weißnäherin
425 Werkzeugmacher
426 Werkzeugschmied
427 Wildcatter
428 Wirker Wirker - Hersteller von Geweben aus Garn durch 'wirken' (maschenbildendes Verfahren wie auch Stricken oder Häkeln). Gewirke (auch Gewirk oder Wirkwaren genannt) sind aus Fadensystemen durch Maschenbildung auf einer Wirkmaschine industriell hergestellte Stoffe. Sie gehören zu den Maschenwaren. Man unterscheidet zwischen Kulierwirkware und Kettenwirkware. Aus gewirkten Textilien werden zum Beispiel Unterwäsche, Gardinenstoffe, Spitzen, Netze, aber auch Samt und Plüsch hergestellt. Abgrenzung: Beim Stricken oder Häkeln wird eine Masche neben der anderen hergestellt (Faden verläuft horizontal, entlang einer Maschenreihe), während in Wirkware der Faden übereinander stehende Maschen bildet (Faden verläuft senkrecht und bildet mit dem benachbarten Faden ein Maschenstäbchen). Wirkwaren sind nur maschinell herstellbar, da ihre Nadeln und Platinen fest stehen und nur in ihrer Gesamtheit beweglich sind.
429 Woith
430 Wollschläger (Beruf)
431 Wraker
     
      X    
 1454 Xenodochius ↗ Xenodochius ist eine Berufsbezeichnung aus mittellateinisch xenodochīum ‘Herberge, Pilgerhaus, Hospital’ (von griechisch xenodochéo ‘Fremde aufnehmen’). Es handelt sich um eine Latinisierung deutscher Familiennamen wie Herberger. Mehr zum ↗ zum Begriff Xenodochium in der Gesundheitsversorgung.
↗ Xenodocharius ist eine Berufsbezeichnung für Spitalpfleger.
Mehr zum ↗ Begriff Xenodocharius in Kirchenbürchern.
 1454 Xurterius Polizeibeamter ↗ Xurterius
 1454 Xylocopus Zimmermann ↗ Xylocopus
 1454 Xylograph ↗ Xylograph oder auch Xylograf, Formschneider, Formstecher ist ein fast ausgestorbener Beruf, der sich mit Herstellung von Druckwalzen und -stöcken aus Holz beschäftigt. Diese dienten für die Stoffdruckerei, für Papiertapeten, Spielkarten, Linoleum, Wachstuch und Seide sowie die teils künstlerische Holzschnitte.
Mehr zum ↗ Begriff auf DWDS.
 1454 Xylophonist ↗ Xylophonist als Berufsmusiker
 1454 Xylopola ↗ Xylopola ist ein Holzhändler.
     
      Y    
434 Yeoman
     
      Z    
437 Zainschmied
438 Zapfensteiger
439 Zehntner
440 Zeichenschläger
441 Zeugmacher
442 Ziechenweber
443 Ziegelböhm
444 Zofe
445 Aalrep Aalfischer. Benannt nach seinem Fanggerät «Aalreif».
446 Abatissa Äbtin
447 Abbas Abt
448 Abbauer Pächter mit kleinem Eigenbesitz - Neusiedler - zweiter Sohn, der vom Hofe abbaut
449 Abdecker Wasenmacher, Wasenmeister, Schinder (Tierkörperverwerter, unehrlicher Beruf)
450 Abenarius faber Kesselschmied
451 Abend Bauer und Handwerker, die den Abend lieben
452 Abenteurer Hausierer, Spielmann
453 Abwart, Abwärt eine für Aufsicht, Pflege (auch Krankenpflege!) und Unterhalt zuständige Person - auch Gerichtsdiener (ein Bediensteter, der den Parteien gleichsam abwarten muss um sie vor Gericht zu führen)
454 Abzieher Fellabzieher, Schinder
455 Achtmann gerichtlicher Taxator, Wahlherr
456 Achtsmann gerichtlicher Taxator, Wahlherr
457 Acicularius Nadelmacher
458 Ackerknecht der pflugführende, ackernde Knecht
459 Ackermann der ackernde Bauer, im Dienste des Grundherrn
460 Actionarius Krämer
461 Actuarius Schreiber
462 Acuciator Schleifer
463 Acuminator Schleifer
464 Acupictor Seidensticker
465 Ader Barbier, der zur Ader liess
466 Aderlasser Barbier, der zur Ader liess (mittelhochdeutsch)
467 Aderlater Barbier, der zur Ader liess (norddeutsch)
468 Administrator Verwaltungsbeamter
469 Adumbrator Zeichner
470 Advocatus Sachverwalter, Verteidiger
471 Aedilis Hauptmann
472 Aedituus Küster
473 Aegyptus Zigeuner
474 Aerarius praefectus Einnehmer, Rentmeister
475 Aerarius quastor Einnehmer, Rentmeister
476 Aerarius veteramentarius Kesselflicker
477 Affengiesser Giesser von Handwasserfässern, Bütten, Taufbecken, Weihrauchgefässen, auch kleinerer Glocken
478 Agaso Eseltreiber, Stallknecht
479 Agent, öffentlicher Rechtsgelehrter mit beschränkten Befugnissen, zwischen Notar und Anwalt stehen (in Österreich)
480 Agittarius Bogen- oder Armbrustmacher
481 Agricola Bauer
482 Agstein Bernsteindrechsler
483 Agtfischer Bernsteinfischer
484 Agtschleifer Bernsteinschleifer
485 Ahlenstiel Schuhmacher Sticht mit der Ahle Löcher (Hamburg / Kiel).
486 Ahlreip Benannt nach seinem Fanggerät «Aalreif» (norddeutsch).
488 Albator Bleicher
489 Albicerdo Weissgerber
490 Alesteker Aalfischer Benannt nach seinem Stechgerät (Kiel, 1449).
491 Allmendherr Ratsherr, dem die Aufsicht über die Allmende (Gemeindegut) obliegt
492 Allmendpfleger Ratsherr, dem die Aufsicht über die Allmende (Gemeindegut) obliegt
493 Altarista Kaplan
494 Ältestenprediger Hilfsprediger, Prädikant, Predigthelfer (lat. praedicare = predigen)
495 Altflicker Flickschuster (später auch Altwarenhändler)
496 Altgewander Flickschneider, auch Altkleiderhändler
497 Altsitzer Bauer im Ausgedinge, nach Übergabe des Anwesens an seinen Sohn, Nutzniesser des Altenteils
498 Altwender Flickschneider, auch Altkleiderhändler
499 Alumnus Zögling, Student
500 Alutarius cerdo Weissgerber
501 Amer Admiral
502 Amiger Bewaffneter, Edelknecht, Knappe
503 Ammann, Amtmann Höherer oder niederer Beamter, Amtmann, Vorsteher, in der Schweiz gelegentlich: siehe ->’ «Meier»
504 Ammeister Zunftmeister
505 Ampularius Flaschenmacher
506 Amtherr Ratsherr, der ein öffentliches Amt bekleidete
507 Amtsgograf Amtsvogt
508 Amtsgogräfe Amtsvogt
509 Amtsschösser Steuereinnehmer eines Amtes
510 Amtsschulze Höherer oder niederer Beamter, Amtmann, Vorsteher, in der Schweiz gelegentlich: siehe ->’ 'Meier'
511 Ancilla Magd
512 Angstmann Folterknecht, Henker, Scharfrichter
513 Annonarius Kornhändler
514 Annularius faber Kettenschmied, Panzermacher
515 Anschaffer Majordomus
516 Anspänner Vollbauer Gutstagelöhner, dem hauptsächlich die Pflege der Pferde obliegt
517 Antistes Pfarrer
518 Anwender Anlieger, Nachbar
519 Apengeter, -giesser Rotgiesser
520 Apiarius Imker
521 Apparitor Büttel, Aufseher
522 Aquilex Brunnenmeister
523 Arator Ackermann, Pflüger
524 Arbiter Schöffe
525 Arcarius faber Kastenmacher, Schreiner
526 Archiater Leibarzt
527 Archigenes Leibarzt
528 Architriclinus Schaffner, Hofmarschall
529 Arcuarius Bogen- oder Armbrustmacher
530 Arcularius Schreiner, Tischler
531 Argentarius Bankier, Wechsler
532 Armiger Bewaffneter, Edelknecht, Knappe
533 Aromatopola Gewürzkrämer, Spezereihändler
534 Arrendator Pächter
535 Artifex calcarium Sporenmacher
536 Artifex loricarius Riemenmacher
537 Äscherer Brenner von Holzasche (für Glashütten)
538 Asenmacher Rahmenmacher
539 Assator Koch
540 Aucellator Falkner
541 Auer Uhrenmacher
542 Auermacher Uhrenmacher
543 Aufschläger Auflader Erheber der Akzisen (indirekten Aufwandssteuern), z.B. Biersteuer.
544 Aufspieler Spielmann
545 Aufwart(t)er Diener, Kellner
546 Aulaeorum opifex Teppichwirker
547 Aulicus zum Hof gehörig
548 Aurifaber Gold- und Silberschmied
549 Auriga Fuhrmann
550 Ausbraiter, Ausbreiter Kupfer-, Kesseltreiber
551 Ausgänger Ratsherr ohne eigentliche Beschlussbefugnis
552 Ausgeher Bote
553 Ausklinger Ratsbote, Polizeidiener, Ausrufer
554 Ausnehmer Bauer im Ausgedinge (nach Übergabe des Anwesens an seinen Sohn)
555 Austrägler Bauer im Ausgedinge
556 Auszahler Zahlmeister
557 Auszügler Bauer im Ausgedinge
558 Ayrer Eierhändler
652 Cacubarius Kachelmacher
653 Caduceator Brücken- und Wegemacher
654 Caelator Graveur
655 Caementarius Maurer
656 Calcariator Sporenmacher
657 Calcarius Schuster
658 Califex Kelchmacher, Kannengiesser
659 Calopedarius Holzschuhmacher
660 Caluppner Caluppner ->’ siehe 'Häusler' (von «chalupa» = strohgedeckte Kate oder Hütte)
661 Calvarius Nagelschmied
662 Cambiator Wechsler
663 Campanarius Glöckner, Küster
664 Campsor Wechsler
665 Candidarius Bleicher
666 Caniparius Kellner
667 Cantafusor Kannengiesser
668 Capellanus Hilfsgeistlicher
669 Capitaneus Bürgermeister
670 Capillamentarius Perückenmacher
671 Capsarius Schachtelmacher
672 Carbiner Musketier
673 Carbonarius Köhler, Holzkohlenbrenner
674 Carminarius Kämmerer, Wollschläger
675 Carnarius Fleischer
676 Carnifex Henker, Scharfrichter, Schinder (unehrliche Berufe) oder Metzger
677 Carpentarius Zimmermann, Wagner
678 Carrucarius Fuhrmann
679 Casier Käsemacher
680 Castner Rentamtmann, Kastellan
681 Castrator Viehbeschneider
682 Castrensis Burgmann
683 Catopticus Spiegelmacher
684 Caupo Wirt
685 Cellarius / Cellerarius Kellermeister ->' siehe 'Keller'
686 Cementarius Maurer
687 Cerdo Gerber
688 Cereficiarius Wachszieher
689 Cerevisiarius Bierbrauer, -schenk
690 Cervillarius Helmschmied
691 Chalcographus Kupferstecher
692 Chelista Fiedler, Geiger, Spielmann
693 Chilchwart, Chilpert Kirchendiener
694 Chirothecarius Handschuhmacher
695 Chorführer Tanzmeister
696 Chymiater Alchimist
697 Chyrurgus Bader, Arzt
698 Cingularius Gürtelmacher
699 Circulator Landstreicher
700 Cistarius Kistenmacher
701 Claustrarius Pförtner
702 Clausurmacher Hersteller von Buchschliessen, Gürteln, Kleinverschlüssen
703 Claviger Schlüsselträger, Schaffner
704 Claviorum artifex Kunstschlosser
705 Clericus Geistlicher
706 Clibanarius Ofengiesser
707 Cloacarius Abtrittfeger
708 Clusor Schmied
709 Coctor Bierbrauer
710 Cocus Koch
711 Collector Steuereinnehmer
712 Colonissa Bäuerin ->' siehe 'Colon'
713 Colonus, Colon Kleinbauer. Im Münsterland ist ein Colon ein Bauer, ein Besitzer eines Kolonats. Ein Colon ist ein Selbsthöriger, ein Pächtiger, welcher zwar schatzpflichtig ist, aber keinen Gutsherren hat. In Westfalen / Sauerland war im 18. Jahrhundert der übliche Begriff 'Conductor'.
714 Colorator Färber
715 Comes Graf
716 Comes palatinus Pfalzgraf
717 Commis Kontorist, Handlungsgehilfe oder kaufmännischer Angestellter
718 Commis de Cuisine Jung- oder Beikoch
719 Commis de Rang rangniedriger Kellner
720 Commissarius Beauftragter
721 Commutator Wechsler
722 Compir Pate, Gevatter
723 Condimentarius Gewürz- oder Spezereihändler
724 Conducticius Tagelöhner
725 Conductor Conductor ->’ siehe 'Colonus'
726 Confector Hersteller
727 Conflator Hüttenarbeiter, Erzgiesser
728 Consiliarius Ratsherr, Bürgermeister
729 Consul Ammann, Bürgermeister
730 Consumtionsschreiber Steuerbeamter
731 Conterfehter, Conterfeiter, Conterfetter, Conterfettner Porträtmaler
732 Coqua Köchin
733 Coquus Koch
734 Corbo Korbflechter
735 Cordarius Seilmacher
736 Coreator Gerber, Schuhmacher
737 Coriarius Gerber, Schuhmacher
738 Corrigiarius Riemenschneider
739 Cotiarius Schleifer
740 Credenzer Kellner
741 Creutzschmied Schmied für Degen- und Schwertgriffe
742 Cribrarius Siebmacher
743 Crumenarius Beutel- und Taschenmacher
744 Crustularius Kuchenbäcker
745 Culcitarius Mantelmacher
746 Cuparius Küfer
747 Cupendinarius Kuchenbäcker
748 Curator Pfleger, Verwalter
749 curator Vormund
750 Dammsetzer Pflasterer, Strassenbauer
751 Dantler Trödler
752 Dapifer Truchsess (von althochdeutsch truhtsâzo Vorgesetzter der truht, des Trosses) In der mittelalterlichen Hofgesellschaft ursprünglich die Bezeichnung für den Küchenmeister, der die Speisen auftrug
753 Darrer Besitzer oder Arbeiter einer Malzdarre bzw. eines Röstofens
754 Daubenhauer, Daubenmacher Böttcher
755 Deaureator Vergolder
756 Debitor Gläubiger
757 Decanus Dekan, Probst
758 Degener Degenschmied
759 Deglubitor Abdecker
760 Demantschneider Diamantschleifer, Diamantschneider
761 Dengler Sensenschmied
762 Deuchelbohrer Hersteller von Holz- und Brunnenröhren
763 Diebler Zimmermann, der die Balken mit Dübeln verbindet
764 Dignitarius Würdenträger
765 Dinkelbohrer Hersteller von Holz- und Brunnenröhren In der Innerschweiz (Kanton Luzern als Dialektform von 'Tüchelbohrer' oder 'Deuchelbohrer' verwendet).
766 Disceptator Schiedsrichter
767 Discipulus Schüler, Lehrling
768 Dispensator Schaffner
769 Dockenmacher Hersteller von Puppen
770 Doliarius Böttcher, Küfner
771 Doppeler Würfelmacher, -schneider, -spieler
772 Drahtmüller Besitzer oder Pächter einer Drahtziehmühle, einer Drahtschmiede
773 Drapenier, Drapier, Drapierer Tucher
774 Draver Tucher
775 Dreihüfner Grossbauer mit drei Hufen Besitz
776 Dreschgärtner Kleinbauer, Pächter, der auf dem Gutshof Dienst beim Dreschen zu leisten hat
777 Dreyer Drechsler
778 Drost Adeliger Verwalter einer Vogtei, Vertreter des Landesherrn, Landrat oder Landvogt
779 Dübler Zimmermann, der die Balken mit Dübeln verbindet
780 Dulciarius Zuckerbäcker
781 Dütenmacher Tütenhersteller
782 Ebenist Kunsttischler (der vor allem Ebenholz verarbeitet)
783 Eberschmied Bohrerschmied
784 Ebursator Zahlmeister
785 Edelsteinwürker Edelsteinhändler, Juwelier
786 Edentarius Dentist, Zahnbrecher
787 Ehehalt Dienstbote (auch Knecht oder Magd)
788 Eiermenger Eierhändler
789 Eigenkätner Eigenkätner ->’ siehe 'Häusler'
790 Einlasser Pförtner
791 Einleger Böttcher
792 Einpfenniger Vorsteher der Geleitseinnehmer
793 Einsäckler Steuereinnehmer
794 Einspanner Stadtknecht, Ratsdiener
795 Einspänner Grossbauer
796 Einwohner Pächter, Mieter, Untermieter
797 Eisengräber Stempelschneider, Graveur
798 Eisenhalter Münzaufseher
799 Eisenhuter Helmmacher, Hersteller von Sturmhauben
800 Eisenmeister Kerkermeister
801 Eisenschmelzer Waldschmied
802 Eisenschneider Stempelschneider, Graveur
803 Emmerer Hersteller von Eimern
804 Emundator Schwertschleifer
805 Entensteller Jagdgehilfe bei der Wasserjagd
806 Ephipparius Sattelmacher
807 Ephorus Vorsteher, Leiter
808 Episcopus Bischof
809 Eques Reiter, Ritter
810 Equester Berittener, Reiter
811 Equicida Pferdeschlächter
812 Equicius Pferdehändler
813 Erchmacher Weissgerber
814 Erchmeker Weissgerber
815 Erdtrichsmesser, Ertrichsmesser Feldmesser
816 Eremita Einsiedler
817 Ergastularius Kerkermeister
818 Eruginator Schwertschleifer
819 Erweisser Erbsenhändler
820 Eseler Kleinhändler, der seine Ware auf einem Esel befördert
821 Esser Wagenbauer
822 Esterricher Estrichmacher
823 Etzmaler Eisenätzer (z.B. von Rüstungen)
824 Ewart Priester (auch Ewawart, Ew-Walt)
825 Ewerführer Führer eines Ewers oder einer Schute zum Heran- und Fortbringen der Ladung von Seeschiffen
826 Exactor Steuereintreiber
827 Exclamator Ausrufer
828 Excoriator Abdecker
829 Faber ferrarius Schmied
830 Faber lignarius Zimmermann
831 Facifer Fackelträger
832 Fadenmacher Zwirner
833 Fahrensmann Seemann, Matrose
834 Fähri (Oberriet) Fährmann
835 Faktotum Diener, Gehilfe
836 Falcarius Sensenschmied, Dengler
837 Falconarius Falkner
838 Fallmeister Abdecker, Schinder, Wasenmeister (Tierkörperverwerter, untersteht dem Tierarzt, unehrlicher Beruf)
839 Famella Dienerin, Magd
840 Famellus Diener, Knecht
841 Famulus Diener, Gehilfe, Knecht
842 Fänger Häscher
843 Farcher Schweinehändler
844 Fartor Wurstmacher
845 Fässler Fassbinder
846 Fassmaler Anstreicher, Maler für Bildhauerwerke
847 Fauth Vogt
848 Fechner Pelzhändler
849 Federfechter Öffentlicher Fechter aus der Bruderschaft des hl. Vitus (Feder)
850 Federschneider Posenschaber, Kielfedernschneider
851 Fehr Fährmann
852 Fehri (Oberriet) Fährmann
853 Feilbeck Grobbäcker, der Brot bäckt und verkauft (feilhält)
854 Feilträger Feilträger hatten mit dem Handel in Garn und Rohleinwand zu tun.
855 Feilschlächter Schlachter, der Fleisch und Wurst im Laden verkauft
856 Feirschlosmacher Büchsenmacher
857 Feitler Hausierer mit Wäsche und Kleidern
858 Feldgeschworener Dorfgeschworener, der verwischte oder strittige Grenzen wiederherstellte
859 Feldreiter Gendarm
860 Feldscher, Feldscherer unterste Stufe des früheren Militärarztes (CH ab 14. Jh.) nichtmilitärisch: Scherer
861 Feldwaibel Feldwebel (mit der Ordnung eines Fähnleins betrauter Unteroffizier)
862 Felgenhauer Wagner
863 Fellbereiter Gerber, Weissgerber
864 Fellhändler Kürschner
865 Fellwerkbereiter Kürschner
 866 Feniseca Mäher, Schnitter. Der Schnitter ist ein Erntehelfer bei der Getreideernte, der das Korn in Handarbeit mäht. Namentlich bei der Heuernte wird der Schnitter auch als Mäher bezeichnet. Siehe auch ↗ Ährenpflücker sind erwähnt in Matthäus 12,1-8, als Berufsgattung damals wohl kaum zu interpretieren. Ährerpflücker sind eher einzureihen ins Berufsbild der Pflücker bzw. ↗ Schnitter, als Ähren noch nicht maschinell geerntet wurden.
Mehr zum ↗ Begriff auf DWDS.
 867 Ferber Färber
 868 Ferger siehe 'Fergger'
 869 Festbäcker Grobbäcker, der kein Weissbrot bäckt
 870 Feuermaler Emaillierer
 871 Feuermäuerkehrer Schornsteinfeger
 872 Feuerwart, Fürwart, Fürwach Aufsichtsperson zur Verhinderung von Bränden
 873 Fiarant Viktualienhändler, Markthändler mit Lebensmitteln
 874 Fibulator Beschlägemacher, Spengler, Klempner
 875 Fidicen Fiedler, Spielmann
876 Figulus Töpfer
877 Filicarius Pflasterer, Steinsetzer
878 Filter, Filterer Filz-, Hutmacher
879 Filzer Filz-, Hutmacher
880 Fistulator Pfeifer, Flötenbläser
881 Finkler Finkenfänger, Singvogelhändler
882 Fischweker Kleinverkäufer von Dörr- / Stockfisch
883 Flaschner nordost-schweizerischer Begriff für Spengler / Klempner
884 Flator Schmelzer, Hüttenarbeiter
884 Flatulenzkünstler https://de.wikipedia.org/wiki/Kunstfurzer
Ein Kunstfurzer oder Flatulenzkünstler (englisch auch Flatulist) besitzt die Fähigkeit, die Tonhöhe der Abwinde zu modulieren, und ist in der Lage, die entsprechenden Geräusche so kontrolliert zu erzeugen, dass Akkorde oder erkennbare Melodien entstehen.[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Pujol
http://www.op-online.de/stars/fast-sieben-millionen-sehen-kunstfurzer-rtl-supertalent-zr-496293.html
884 Flatulist https://de.wikipedia.org/wiki/Kunstfurzer
Ein Kunstfurzer oder Flatulenzkünstler (englisch auch Flatulist) besitzt die Fähigkeit, die Tonhöhe der Abwinde zu modulieren, und ist in der Lage, die entsprechenden Geräusche so kontrolliert zu erzeugen, dass Akkorde oder erkennbare Melodien entstehen.[1]
https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Pujol
http://www.op-online.de/stars/fast-sieben-millionen-sehen-kunstfurzer-rtl-supertalent-zr-496293.html
885 Flebotomarius Aderlasser
 886 Foeniseca Mäher, Schnitter. Der Schnitter ist ein Erntehelfer bei der Getreideernte, der das Korn in Handarbeit mäht. Namentlich bei der Heuernte wird der Schnitter auch als Mäher bezeichnet.
887 Forestarius Förster
888 Fornacarius Ofensetzer
889 Fossarius Totengräber
 890 Fossor Totengräber
891 Fragner Krämer
892 Frenarius Riemenschneider
893 Frumentarius Kornhändler
894 Frumwerker Tagelöhner
895 Fucker(er) Grosshändler, Wucherer
896 Fuderer Futterhändler
897 Fullo Tuchwalker
898 Funarius Seilmacher
899 Funicularius Hersteller von Buchschliessen, Gürteln
900 Funifex Seilmacher
901 Furnarius Ofensetzer
902 Fürsprech, Fürsprecher Anwalt
 903 Ganea Kneipe, Bordell (= ganea), Schlemmerei, Fresserei, Völlerei, ↗ Dirne Siehe auch ↗ «minderwertiges Frauenzimmer: Hure, Dirne: hazeso [(volens) laxa] ganearum » Oder auch ↗ Quod nulla ganea (Dirne) meretrix vel rufiana (Kupplerin) moretur super platea (S. 8). Dort war es den Dirnen verboten, sich auch nur in Begleitung …
 904 Gängler Hausierer
 904 Kokotte Kokotte, von französisch cocotte‎ = Hühnchen im 19. Jahrhundert entlehnt kindersprachlich, lautmalend für Henne, Hühnchen; die Bedeutung wurde übertragen zu «adrettes (wie ein Hahn) Mädchen» und dann zu Halbweltdame
↗ Kokotte im Duden
 904 Metze «metze» – veraltet für Prostituierte «Ich seh wahrhaftig schon die Zeit, / Daß alle brave Bürgersleut, / Wie von einer angesteckten Leichen, ↗ / Von dir, du Metze! seitab weichen.» sagt Valentin zu Gretchen in Goethes Faust. ↗ «metze» in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960)
 904 Erostess Dirne, Kunstwort aus Eros und Hostess ↗ Erostess im Duden
 904 Kurtisane Die Bezeichnung Kurtisane für eine in adligen oder hochbürgerlichen Kreisen für Liebesdienste zur Verfügung stehende Frau stammt ursprünglich aus dem höfischen Bereich. ↗ Kurtisanen gab es früher schon, im alten Rom und in der Renaissance.
 904 Nutte Das Wort Nutte wird, wie auch die Wörter Hure, Metze und Dirne, als Synonym für das Wort Prostituierte gebraucht. Während «Hure», «Metze» und «Dirne» aus dem Wortschatz des Mittelalters hervorgegangen sind, entstammt das Wort «Nutte» dem Berlinischen des späten 19. Jahrhunderts. Entstanden ist der Begriff vermutlich aus der ebenfalls vulgär-abwertend gemeinten Verwendung des Wortes «Nut(e)» («Spalt», «Fuge» oder «Ritze») für das weibliche Geschlechtsteil, die Vulva. ↗ Nutte auf DWDS
 905 Ganser Geflügelhändler
 906 Ganter Auktionator
 907 Gantier Handschuhmacher
 908 Garcifer Koch
 909 Gardesoldat Wachsoldat
 910 Garnsechter Garnbleicher Raum Zürich / Aargau, 18. und 19. Jh.: Nachdem das Garn gesponnen wurde, wurde es gebleicht. Dazu wurde es in einem grossen Bottich (Sechterschaffel) mit Holzasche bedeckt und mit kochendem Wasser (oder Seifenlauge) überschüttet. Der Vorgang musste mehrfach wiederholt werden.
 911 Gaumer Aufseher, Verwalter ->’ siehe 'Wart'
 912 Geiseler Viehhändler
 913 Geisselträger Amtsdiener
 914 Gelbgiesser Messinggiesser
 915 Gelzer Kastrierer - Aus «gelze», «galze» entstanden die Berufsbezeichnungen und Namen Göl(t)zer und Göl(t)zner. Die Namen Gelzenleichter und Gölzenleuchter mit etlichen Varianten haben das Wort «lîhten» (mhd. kastrieren) mit aufgenommen und zum Leuchter umgeformt, weil es nicht mehr verstanden wurde.
916 Gemmagenum Kachelmacher
917 Gemmarius Juwelier
918 Gendarm Mitglied eines polizeiähnlichem Wachkörpers (früher oft Teil der Armee)
919 Gengler Hausierer
920 Geraria Kindermagd
921 Gerulus Bote, Träger
922 Girator Landstreicher
923 Gladiarius Klingenschmied
924 Glotzenmacher Holzschuhmacher
925 Glufenmacher Stecknadelmacher
926 Glutinator Weissbinder, Lehmarbeiter
927 Goldgräber Abortfeger
928 Golschenweber Tuchweber
929 Göltzenleuchter Ferkelbeschneider
930 Grammaticus Schulmeister
931 Granarius Rent-Amtmann
932 Grapper Salzverlader
933 Graufärber Lodenfärber
934 Gremp Trödler
935 Grobbinder Fassbinder
936 Grutarius Hersteller/Händler von Grütze/Feldfrüchten
937 Gstadlmacher Tütenmacher
938 Guardianus Aufseher, Wächter
939 Gufener Nadelmacher
940 Guldner Vergolder
941 Gürtler Hersteller von Buchschliessen, Gürteln, Kleinverschlüssen
942 Gutsvogt Oberster des Hauses bzw. des Hausgesindes ->' siehe 'Meier'
943 Gyseler Viehhändler
944 Häcker Landarbeiter, Winzer
945 Hafenreffer Topfhändler
946 Hallore Salzsieder
947 Halsberger Harnischmacher
948 Happenmacher Sensenschmied
949 Haragius Zauberer, Wahrsager
950 Harpator Harfner
951 Harschierer Landjäger, Gendarm (um 1500 bis 18. Jh.) ital. arco + arciere (Bogenschütze)
952 Hartschier Landjäger, Gendarm (um 1500 bis 18. Jh.) ital. arco + arciere (Bogenschütze)
953 Hauderer Lohnkutscher
954 Hauer Bergmann
955 Häuselmann Häuselmann ->’ siehe 'Häusler'
956 Häusler Kleinstbauer mit eigenem Haus, aber nur wenig Grundbesitz
957 Hauswart unterhaltet und pflegt eine Liegenschaft
958 Heidenwerker Teppichweber
959 Heiler Beschneider, Feldscher
960 Heimbürge Leichenbestatter
961 Heimlicher Abgesandter der Viertelsbevölkerung. Bern: Die Heimlicher waren wie die Venner eine Art Vertrauensmänner oder Abgesandte der Viertelsbevölkerung (Stadtviertel) in den Ratsgremien. Gleichzeitig übten sie spezielle Aufsichtsfunktionen innerhalb der Stadtbevölkerung aus und kümmerten sich zusammen mit den Vennern für die Aushebung und Führung militärischer Aufgebote. Dazu wurden sie vom Rat der Zweihundert mit ausserordentlichen Befugnissen ausgestattet. Vergleichbar den so genannten Rügern in Schaffhausen mussten sie beispielweise alles, was der Stadt zu Schaden gereichen könnte, dem Kleinen Rat anzeigen. Während es sich bei den Heimlichern vom Rat um angesehene und altgediente Mitglieder des Kleinen Rats handelte, werden mit den Heimlichern von Burgern seit dem 15. Jahrhundert auch zwei Mitglieder des Rats der Zweihundert in dieser Funktion genannt. Bei den Heimlichern von Burgern handelte es sich um ambitionierte Grossräte, die bei einer kommenden Vakanz in den Kleinen Rat gewählt werden sollten. Sie nahmen – spätestens seit 1465 – an ordentlichen Ratssitzungen teil, was ihnen die Möglichkeit eröffnete, sich als zukünftige Ratsmitglieder zu bewähren.
962 Heimlichkeitsfeger Abortfeger
963 Heinzler Fuhrmann
964 Henker Vollstrecker einer Hinrichtung durch Henken
965 Herbarius Kräutermann
966 Hippenmacher Sensenschmied
967 Hödel Lumpensammler
968 Hodenschneider Wundarzt
969 Hodler Fuhr-, Kaufmann
970 Hoffmuttersmann Milchviehzüchter
971 Hofmann, Hofammann, Hofschultheiss Oberster des Hauses bzw. des Hausgesindes ->' siehe 'Meier'
972 Höker Krämer
973 Holzmenger Holzhändler
974 Holzwart Förster, kontrolliert ob kein Holz gestohlen wird
975 Hortulanus Gärtner
976 Hospes Gastwirt
977 Hospinianus Gastwirt
978 Hospitissa Wirtin
979 Hucker Krämer
980 Hufener Kleinbauer
981 Hufschmied Hufschmied
982 Huter Hutmacher
983 Hüttenwart Person, welche in einer Alpenhütte die Aufsichtführt und die Gäste bewirtet
984 Imker Bienenzüchter
985 Impressor Drucker
986 Inbursator Einnehmer
987 Incisor Schneider
988 Indusiarius Hemdmacher
989 Infector Färber
990 Insess Beisitzer
991 Institor Krämer
992 Instleute Plural von ->’ 'Häusler'
993 Ioculator Gaukler
994 Ipser Tüncher
995 Ircher Weissgerber
996 Iudex Richter
998 Kabuzenbauer Kohlgärtner
999 Kafiller Abdecker, Schinder, Wasenmeister (Tierkörperverwerter, untersteht dem Tierarzt, unehrlicher Beruf)
1000 Kaltschmied Dengler, Sensenschmied
1001 Kalüppner siehe ->’ 'Häusler'
1002 Kammerjungfer Zofe
1003 Kandler Kannengiesser
1004 Kannenbäcker Keramik-Gefäss-Macher
1005 Karcher Karrenmann
1006 Kardätschenmacher Hersteller von Weberdisteln
1007 Karter Wollkämmer
1008 Kathenleute Plural von ->’ 'Häusler'
1009 Kätner siehe ->’ 'Häusler'
1010 Kauderer Werghändler, Flachshausierer
1011 Käufler Trödler
1012 Kaviller Abdecker, Schinder, Wasenmeister (Tierkörperverwerter, untersteht dem Tierarzt, unehrlicher Beruf)
1013 Kawertin Geldleiher, Wechsler, Wucherer
1014 Keller / Kellner Ein Keller (lat.: cellarius bzw. cellerarius) war in dem ihm zugewiesenen Gebiet, der 'Kellerei' (oder auch 'Kellnerei'), für die fürstliche oder geistliche Kameralverwaltung zuständig. Er war insbesondere für die Eintreibung der Geld- und Naturalabgaben an den Lehns- bzw. Grundherren verantwortlich. Damit hatte er eine ähnliche Funktion wie der Rentmeister. Im Mittelalter hatte diese Stellung meist ein niederadeliger Ministeriale inne. In der Frühneuzeit wurde dieses Amt zunehmend an Patrizier, das heisst an Vertreter der sogenannten Ehrbarkeit, vergeben. In Klöstern, besonders in den nach benediktinischen Regeln geführten, ist der Cellerar (oder die Cellerarin) das für die wirtschaftlichen Belange des Klosters zuständige Mitglied des Konvents. Daher unterstanden ihm oder ihr die dem Kloster zinspflichtigen Kehlhöfe.
1015 Kesselmacher Kupferschmied
1016 Kessler Kesselschmied
1017 Ketelbuter Kesselflicker
1018 Kezzler Kesselschmied
1019 Kindsmutter Hebamme
1020 Kirchmeister Küster, Verwalter
1021 Kirchwart Kirchendiener
1022 Klagansager Leichenbitter - Leichenlader
1023 Klampferer Spengler
1024 Kleeken Abdecker, Schinder, Wasenmeister (Tierkörperverwerter, untersteht dem Tierarzt, unehrlicher Beruf)
1025 Kleemeister Abdecker, Schinder, Wasenmeister (Tierkörperverwerter, untersteht dem Tierarzt, unehrlicher Beruf)
1026 Kleinböttcher Bechermacher
1027 Kleremacher Aschenbrenner für Gold-/Silberschmelze
1028 Klippkrämer Holzschuhhändler
1029 Kneveler Bierfahrer
1030 Kogler Gaukler
1031 Kolon Bauer ->' siehe 'Colon'
1032 Kontorist Handlungsgehilfe oder kaufmännischer Angestellter
1033 Köbler Köbler ->’ siehe 'Häusler'
1034 Köpfler Beschneider
1035 Korssenmeister Kürschner
1036 Körtzner Kürschner
1037 Kostmeier Pächter eines herrschaftlichen Gutes. (Quelle: Eddi Buchenau.)
1038 Kötter, Kötner, Kätner oder Kotsasse Kleinbauer. Dorfbewohner, der einen Kotten (eine Kate) besass. Er hatte in der Regel nur geringen Landbesitz, aber keinen vollen Anteil an der Hufenflur. Der Landbesitz betrug meist eine achtel bis zu einer halben Hufe, sie besassen wenig Vieh und nicht mehr als ein Pferd («Pferdekötter»). Da der Ertrag häufig nicht für den Lebensunterhalt ausreichte, verrichtete der Kötter meist zusätzlich handwerkliche Arbeiten oder arbeitete als Tagelöhner auf Bauern- und Herrenhöfen. Kötter können in Deutschland ab dem 14. Jahrhundert belegt werden.
1039 Krämper Trödler
1040 Kreisler Kornfruchthändler
1041 Kretschner Schenkwirt
1042 Kriegführer Krugführer
1043 Krugbäcker Töpfer
1044 Kuderer Flachshändler
1045 Kümmer Küfer
1046 Kumper Färbergeselle
1047 Kunkelmacher Spinnrockenmacher
1048 Kürbenzeiner Korbflechter
1049 Kurkeler Holzschuhmacher
1050 Küster Messner
1051 Laaber Käsemacher
1052 Laborator Arbeiter
1053 Lacticinator Melker
1054 Lagantor Flaschenmacher
1055 Lägelner Böttcher
1056 Laminarius Spengler, Blechschmied
1057 Lampart Geldwechsler
1058 Landjäger Angehöriger einer Polizeitruppe (CH ab 19. Jahrhundert, bis etwa 1930), Gendarm (Landgendarmerie)
1059 Lanifex Tuchmacher
1060 Lanio Knochenhauer, Metzger
1061 Lanitextor Tuchmacher
1062 Lapicida Steinmetz
1063 Lapidarius Steinbrecher
1064 Lapper Flickschuster
1065 Lapsator Schleifer
1066 Lasiterer Salpetergräber
1067 Laterator Ziegelbrenner
1068 Lautfahrer Hausierer
1069 Lavandarius Wäscher
1070 Leimenführer Lehmfahrer
1071 Leinreiter Schleppreiter für Schiffe
1072 Leistabwart Abwart eines Clubs oder einer Vereinigung. in Bern geläufiger Begriff (es gab viele Zunft- und Gesellschaftshäuser)
1073 Leiterer Fuhrleute
1074 Leitgeb Schenkwirt
1075 Lena Kupplerin
1076 Leno Kuppler
1077 Lepper Flickschuster
1078 Lersner Lederhosen- und Schaftstiefelmacher
1079 liber baro Freiherr
1080 Librarius Buchhändler
1081 Libripens Waagemeister
1082 Lictor Büttel, Stockmeister, Stadtknecht
1083 Ligator Fassbinder, Böttcher
1084 Lignarius Zimmermann
1085 Limbolarius Posamentenmacher
1086 Linarius Flachs- und Werghändler
1087 Linifex Leinweber
1088 Lintearius Flachs- und Werghändler
1089 Lipper Beschneider
1090 Liticen Zinkenbläser, Spielmann
1091 Lodex Stückweber, Mantelmacher
1092 Lorarius Riemenschneider
1093 Losbäcker Weissbrotbäcker
1094 Löscher Weissgerber
1095 Luchtenmacher Laternenmacher
1096 Ludimoderator Lehrer der unteren Klassen
1097 Lupper Beschneider
1098 Lutorissa Wäscherin
1099 Lychnopoeus Kerzenzieher
1100 Mactator Fleischer
1101 Mäher, Mäger Pächter, Bauer ->' siehe 'Meier'
1102 Maier, Majer, Mair, Mayer, Mayr Pächter, Bauer ->' siehe 'Meier'
1103 Magister Meister, Lehrer
1104 Magister civium Bürgermeister
1105 Magus Zauberer
1106 Malleator Hammerschmied
1107 Mandrita Hirte, Mönch
1108 Mansuarius Hufener, Kleinbauer
1109 Marcellarius Fleischer
1110 Marinarius Schiffer, Matrose
1111 Maréchaussé Feldgendarm (CH ab etwa 1740)
1112 Marpahis Stallmeister
1113 Marschall Aufseher über die Pferde (und damit über das berittene Gefolge des Herrn). Marach = Mähre, Streitross - Schalk = Knecht (-> Marchschalch).
1114 Marsuparius Taschenmacher
1115 Massarius Meier
1116 Materialista Händler
1117 Matiarius Wurstmacher
1118 Mattenmacher Matratzenmacher
1119 Mausgewitz Abdecker, Schinder, Wasenmeister (Tierkörperverwerter, untersteht dem Tierarzt, unehrlicher Beruf)
1120 Mehre Pächter, Bauer ->' siehe 'Meier'
1121 Meier, Meyer Meier, Meyer (aus lateinisch 'maior') bezeichnete ursprünglich einen Amtsträger des adligen oder geistlichen Grundherrn zur Verwaltung des Grundbesitzes ('Meierei'), ab dem späteren Mittelalter auch einen Pächter oder selbständigen Bauern
1122 Melber Mehlhändler
1123 Mellicida Bienenzüchter
1124 Membranarius Pergamentmacher
 1125 Mendicus Bettler
1126 Mensator Tischler, Tafelmacher
1127 Mercator Kaufmann
 1128 Meretrix Dirne ↗ Meretrix Siehe auch ↗ Meretrix w [latein., = Dirne], Gattung der Venusmuscheln
 1129 Merzler Krämer
1130 Messor Messer, Prüfer
1131 Metator Messer, Prüfer
1132 Mietling Tagelöhner
1133 Miles Ritter, Soldat
1134 Minutor Aderlasser
1135 Moldenhauer Holztrogmacher
1136 Molendarius Müller
1137 Molitor Müller
1138 mundeburdus Vormund
1139 Murarius Maurer
1140 Naber Bohrerschmied
1141 Nachrichter Scharfrichter, Folterer (unehrlicher Beruf)
1142 Nachtkönig Kehrrichtlader
1143 Nachtmeister Kehrichtlader
1144 Nadler Nadelmacher oder -händler
1145 Nauta Schiffer
 1146 Navector Fährmann
 1147 Negotiant Kaufmann, Händler (im 19. Jh. oft Kolonialwarenhändler)
 1148 Nestler Hersteller von Buchschliessen, Gürteln, Kleinverschlüssen
 1149 Netor Näher
 1150 Netrix Näherin
 >1151 Neygerin Näherin
 1152 Nigromanticus Schwarzkünstler, Zauberer
 1153 Nonnenmacher Was heute der Tierarzt macht, besorgte im Mittelalter ein Handwerker: kastrieren. «nunne» heisst der kastrierte Eber. Davon abgeleitet sind die Nunner, Nunnemann und Nunnenmacher. Den letzteren formte der Volkswitz um in Nonnenmacher (etwa 1500 Namensträger). Es gibt auch die Namen Nonner und Nonne(n)mann (500 Mal).
1154 Notararius Notar, Schreiber
1155 Nummularius Münzer, Münzschneider
1156 Nuntius Bote
1157 Nutrix Amme
1174 Pagenstecher Fohlenbeschneider
1175 Palestermacher Armbrustmacher
1176 Panifex Bäcker
1177 Pannarius Tüchermacher
1178 Pannicida Tuch- oder Gewandschneider
1179 Pantbereiter Bandweber
1180 Pantinenmacher Holzschuhmacher
1181 Pantopola Grosshändler
1182 Papyrifex Papierarbeiter
1183 Paradeiser Gärtner
1184 Parapluiemacher Regenschirmmacher
1185 Parasolmacher Sonnenschirmmacher
1186 Pariserarbeiter Arbeiter unechter Goldwaren
1187 Parochus Pfarrer
1188 Parquetier Magistrat des Parquet (d.h. der Staatsanwaltschaft)
1189 Pastellator Pfannenschmied
1190 Pastor Hirte, Pfarrer
1191 Paternoster Rosenkranzmacher
1192 Patrouilleur Feldgendarm
1193 Paur Bauer
1194 Pectinator Wollkämmer
1195 Pedel / Pedele / Bedelle spätmittelhochdeutsch für Hausmeister einer (Hoch-) Schule
1196 Pedell / Bedell frühneuhochdeutsch für Gerichtsbote, Universitätsbote oder Universitätsdiener
1197 Pedell Hauswart oder Hausbote (typischerweise einer Schule)
1198 Pellifex Kürschner
1199 Pellificator Kürschner
1200 Pellio Kürschner
1201 Pelvarius Beckenmacher, Kesselschmied
1202 Pelvifex Beckenmacher, Kesselschmied
1203 Pelzer Kürschner
1204 Penesticus Trödler
1205 Pensator Eichbeamter
1206 Perator Taschenmacher
1207 Perckmeister Bergmeister
1208 Pfätzer Folterer (Kneifen mit Feuerzange)
1209 Pfeifer Flötenbläser
1210 Pfettenhauer Hauszimmermann
1211 Pfister Bäcker
1212 Pfragner Händler
1213 Pharmacopola Apotheker, Salbenhändler
1214 Phlebotomarius Aderlasser
1215 Pictaciarius Flicker
1216 Pictor Maler
1217 Pilearius Hutmacher
1218 Pileo Hutmacher
1219 Pirmeider Pergamentmacher
1220 Piscator Fischer
1221 Pistor Bäcker
1222 Plastes Bildhauer,-schnitzer
1223 Plattner Plattharnischmacher
1224 Plebanus Pfarrer
1225 Plumbarius Zinngiesser
1226 Pocher / Pucher Arbeiter in einem Pochwerk (Teil einer Stampfanlage). Im Bergbau war das Pucheisen ein Gewicht, welches das Erz zertrümmerte, so dass es danach eingeschmolzen werden konnte. Dabei musste der Hub (Fallstrecke) und das Gewicht des Pucheisens auf das Material abgestimmt sein.
1227 Pochermann / Puchermann Rolle bei der Glasmacherei / -schmelzerei. Der Pochermann oder auch Puchermann entfernte nach der Glasschmelze die Glasreste aus den Häfen. Die Häfen wurden danach im «Pocherwerk» zertrümmert und die Tonscherben zermahlen. Der Job war anstrengend, denn der Schmelzer brauchte laufend neue Häfen. Diese wurden zum Teil aus den alten Häfen rezykliert. 19. Jh.
1228 Poeta Dichter
1229 Pointler Pointler ->’ siehe 'Häusler'
1230 Polentarius Malzmüller,Brauknecht
1231 Polio Plattner
1232 Pollinctor Leichenbestatter
1233 Pomarius Obsthändler
1234 Pontifex Bischof
1235 Popinarius Garkoch
1236 Prädikant Hilfsprediger, Predigthelfer, Ältestenprediger (lat. praedicare = predigen)
1237 Praeceptor Schulmeister
1238 Praeco Ausrufer
1239 Praefectus Verwalter,Vogt
1240 Praepositus Propst
1241 Praester Vorsteher
1242 Praetor Verwalter, Bürgermeister
1243 Praxator Brauer
1244 Presser Drucker
1245 Procarius Schweinehirt
1246 Procurator Stellvertreter, Fürsprecher
1247 Promocondus Kellermeister, Schaffner
1248 Promus Küchenmeister
1249 Proreta Schiffsführer
1250 provisor puerorum Vormund
1251 Provos Feldgendarm (um 1500 bis etwa 18. Jh.) lat. praepositus (Vorsteher), frz. prévôt
1252 Proxeneta Zwischenhändler
1253 Puchveler Pergamentmacher
1254 Puer exercitus Trossbube
1255 Pütner Böttcher
1256 Putzmacher Modist
1257 Racker Abdecker, Schinder, Wasenmeister (Tierkörperverwerter, untersteht dem Tierarzt, unehrlicher Beruf)
1258 Reddituarius Pächter
1259 Redemptor Händler
1260 Reeder Schiffseigner
1261 Reiberin Bademagd
1262 Reider Schwertfeger,der die Degengriffe anbringt
1263 Reiser Pilger
1264 Rentmeister Vorwiegend mit der Verwaltung von Einkünften und Ausgaben, oft aber auch mit jurisdiktionellen Aufgaben betrauter Beamter, häufig in leitender Stellung, besonders im herrschaftlichen (auch: landständischen) Bereich. Rentmeister werden auch erwähnt bei der Verwaltung von Armenstiftungen (Armenvermögen). Herrschaftlicher Finanzbeamter, der unter der Führung des Landvogts die landesherrlichen Geld- und Rechnungsgeschäfte (Rentamt) besorgte. Obwohl er als Mitglied des Oberamts (Kollegialgremium) auch an gerichtlichen und politischen Entscheidungen mitwirkte, wurde auf eine Trennung von politischer Verwaltung und Finanzverwaltung geachtet. Der Rentmeister war nicht nur für die 'Renten' (ursprünglich nur die jährliche Abgaben auf Grundstücken, später alle regelmässigen Abgaben) zuständig, sondern für die Einnahme und Verrechnung aller Feudalabgaben, Fronen, Gefälle (indirekten Steuern) und Erträge der Domäne / des Herrschaftsgutes.
1265 Repositor Schatzmeister
1266 Restiarius, restio Schiffstaumacher,Seiler
1267 Rhedarius In diesem Fall bedeutet ↗ Wagner (faber rhedarius) Rad- oder Stellmacher
1268 Ribaldus Landstreicher
1269 Rindschuster Gerber
1270 Rockener Schwarzbrotbäcker
1271 Roscher Wollweber
1272 Rössler Pferdeverleiher, auch Knecht
1273 Rossewart, Roosenwart Aufseher und Verantwortlicher für einen Löschwasserteich (mit dem Wasser- oder Roosenschlüssel liess sich der Schieber öffnen oder schliessen)
1274 Ruffian Zuhälter, Kuppler
1275 Rüger Abgesandter der Viertelsbevölkerung (Schaffhausen) ->' siehe 'Heimlicher'
1276 Rurensis Bauer
1277 Rusticus Bauer
1278 Saccelarius Kämmerer,Schatzmeister
1279 Säckelmeister Vermögensverwalter. Bern: Die zentrale Rechnungsführung Berns oblag seit dem 14. Jahrhundert dem Säckelmeister. Der erste namentlich bekannte Rechnungsherr war Peter Schwab. Er wird in einer Urkunde von 1361 als 'phleger des statt guot genannt'. 1363 empfängt Altschultheiss Konrad vom Holz – erstmals unter der Bezeichnung als 'unser sekelmeyster' – ein Darlehen von 200 Gulden von den Deutschherren in Köniz. Peter Schwab und Konrad vom Holz sassen im Kleinen Rat und waren als städtische Rechnungsherren für die Führung der zentralen Stadtkasse, der Säckelmeisterrechnung, verantwortlich. Mit dem Erwerb der ersten Gerichtsherrschaften in der Landschaft (Entstehung des städtischen Territoriums 1298 bis 1415) übernahm der Säckelmeister auch die Aufsicht über die Rechnungsführung der Landvögte und anderer städtischer Amtsleute auf dem Land (Landvögte und Tschachtlane). Die wichtige Bedeutung, welche die Bürger der Finanzaufsicht zumassen, zeigt sich darin, dass dem Rechnungsherr aus dem Kleinen Rat in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts jeweils ein Mitglied des Rats der Zweihundert als zweiter Rechnungsherr zur Seite stand, mit dem er um den St. Johannestag (24. Juni) und den St. Stefanstag (26. Dezember) den versammelten Ratsherren die Halbjahresrechnung präsentierte. Seit dem beginnenden 15. Jahrhundert zeigte sich der Säckelmeister schliesslich allein für Führung und Kontrolle der zentralen Stadtrechnung verantwortlich. Die Rechnungslegung geschah jedoch nicht mehr allein vor dem Rat der Zweihundert, sondern die Finanzaufsicht konzentrierte sich in den Händen von Schultheiss (Schultheiss und Rat), Vennern (Venner) und ausgewählten Mitgliedern des regierenden Kleinen Rats. Seit 1531 bildeten Schultheiss, Venner und Säckelmeister schliesslich die so genannte Vennerkammer, die den gesamten Finanzhaushalt der Stadt und Landschaft Bern kontrollierte.
1280 Sagittarius Pfeil-und Bogenmacher
1281 Sakristan Messner
1282 Salarius Salzsieder
1283 Salifex, salinator Salzhändler
1284 Sallanus Kaplan
1285 Sallarius Salzsieder
1286 Salpista Trompeter
1287 Salsuciarius Sulzer, Flecksieder
1288 Salwirth, -wurch Plattner
1289 Samiator Schleifer
1290 Sartor Schneider
1291 Satellites Knechte
1292 Sator Sämann
1293 Scabinus Schöffe
1294 Scandularius Schindelhauer
1295 Schacherer Hausierer
1296 Schäffler Küfer (von Schaff, Bayern und Pfalz)
1297 Schaffner Vermögensverwalter
1298 Schalenschroder Messergriffmacher
1299 Scharrmacher Wagner
1300 Schatter, Schattmann Schätzer
1301 Scheffler Küfer (von Schaff, Bayern und Pfalz)
1302 Scheibler Salzhändler
1303 Scheidner Messerschneidenmacher
1304 Schelter Gaukler
1305 Schellenwart Aufseher über die Züchtlinge im Schellenwerk (Zwangsarbeitsstrafe) Zuchthaus-Wärter
1306 Scherer Barbier, Bader (übernahm Arzt-Funktionen)
1307 Schinder Wasenmacher, Wasenmeister, Abdecker (Tierkörperverwerter, unehrlicher Beruf)
1308 Schirmer Klopffechter
1309 Schirrmacher Wagner
1310 Schlotfeger Kaminkehrer
1311 Schnittker Tischler
1312 Schnorrer Landstreicher
1313 Schönfärber Schönfärber - (Stoff-) Färber, welche es verstanden und denen es zustand, die schönen roten Töne der Färbung wertvoller Stoffe auszuführen. Auch weitere schwierige Farbtöne gehörten zur Ausführung der zünftigen Schönfärberei. Zudem gelang es den Schönfärbern weniger wertvollen Stoffen eine schönere Färbung und den Eindruck einer besseren Qualität vorzutäuschen.
1314 Schopenhauer Holztroghauer Schopenhauer (niederdeutsch‚ der Schopen [Schöpfkellen der Brauer] zuhaut)
1315 Schröder Tuchschneider
1316 Schröter Tuchschneider
1317 Schuldiener Lehrer
1318 Schulmeister Lehrer
1319 Schultheiss, Schulte, Schulze Schultheiss, Schulte, Schulze - (von althochdeutsch sculdheizo 'Leistung Befehlender' / 'Schuld Heischender', mittelniederdeutsch schulthete, latinisiert sculteus) Bürgermeister
1320 Schwarzfärber Schwarzfärber - (Stoff-) Färber, welche es verstanden, ein tiefes Schwarz zu erreichen.
1321 Schwertdegen junger Ritter
1322 Sclopetarius Büchsenschütze
1323 Scoparius Strassenfeger
1324 Scriba Schreiber
1325 Scrinarius Paneelenmacher, Schreiner,
1326 Scriniarius Geheimschreiber, Archivar, Siegelbewahrer
1327 Scrutarius Trödler
1328 Sculptor Bildhauer
1329 Scultetus Schultheiss
1330 Segristanus Messner, Kirchner
1331 Seidenneger Seidenstricker
1332 Seigerschmied Grossuhrmacher
1333 Selcher Rauchfleischmetzger
1334 Sellarius Sattler
1335 Sellner Kleinbauer
1336 Semmler Weissbrotbäcker
1337 Senator Ratsherr
1338 Sensal Makler
1339 Serator Schlosser
1340 Sericarius Seidenwirker
1341 Seuner Hochseefischer
1342 Sigesser Sensenschmied
1343 Sigrist Kirchendiener, Messner
1344 Similarius Los- oder Weissbrotbäcker
1345 Smersnider Speckverkäufer
1346 Söldner Soldat, Krieger, welcher gegen Bezahlung (Sold) kämpft, oder: ->’ siehe 'Häusler'
1347 Speciarius Gewürzkrämer
1348 Speculator Wächter, Spion
1349 Splettstösser Schindelhändler
1350 Splittgerber Schindelhändler
1351 Sportularius Korbmacher
1352 Spreng Kirchendiener
1353 Stabularis Stallknecht
1354 Staffirmaler Tüncher
1355 Stannarius Kannen- oder Zinngiesser
1356 Staterarius Wagenmacher
1357 Stationarius Krämer
1358 Stationierer Krämer
1359 Stellmacher Wagner
1360 Sterzer Landstreicher
1361 Stipus Bettler
1362 Stirnstosser Schleierverkäufer
1363 Stockwart siehe ->’ Schellenwart
1364 Storger Marktschreier
1365 Strähler Wollkämmer
1366 Strählmacher Kamm-Macher, Kartätschenmacher
1367 Strassenwart für die Instandhaltung einer Strasse zuständige Person
1368 Stratarius Sattler
1369 Stubanator Badstubenbesitzer
1370 Stupenator Badstubenbesitzer
1371 Sublevator Hilfskraft des Kirchenmeisters Der Begriff wurde verwendet in einer Steuerliste der Stadt Düren von 1738. Quellen (eingereicht von Heinz Kaulen): «6. Der Kurator oder Sublevator des Kirchenvermögens ist abwechselnd von Rektor und Kirchenmeister anzustellen.» Quelle: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein, insbesondere die alte Erzdiözöse Köln, 64. Heft, Köln 1897, Bestand des Stadtarchivs Düren, S. 264-363, hier: S. 329. «1662 Juni 20 und 30: Erzbischof Maximillian von Köln vermittelt einen Vergleich zwischen Bürgermeister, Schöffen und Rat der Stadt Düren und dem dortigen Jesuitenkollegium an der Annakirche», ebenda, S. 328.
1372 Subulcus Schweinehirt
1373 Sudler Kuttler
1374 Sumilator Nachahmer, Kopist
1375 Sutor Schuster
1376 Tabellarius Bote
1377 Tabellio Bote
1378 Talemetarius Bäcker
1379 Tallierer Hausierer
1380 Tandler Trödler, Hausierer
1381 Taverner Wirt
1382 Tector Dachdecker
1383 Tegularius Ziegelbrenner
1384 Tellrer Hausierer
1385 Textor Weber
1386 Theriakskrämer Quacksalber
1387 Thumbherr Domherr
1388 Tibialifex Strumpfwirker, Strumpfstricker
1389 Tinctor Färber
1390 Tiro Neuling, Zögling
1391 Tomeator Drechsler
1392 Tomio Drechsler
1393 Torwart, Torwächter Wächter / Hüter an einem (Stadt-) Tor
1394 Trapezeta Geldwechsler
1395 Träxl Drechsler
1396 Trito Drescher
1397 Trumetter Trompeter
1398 Tüchelbohrer Hersteller von Holz- und Brunnenröhren
1399 Tüffelmacher Pantoffelmacher
1400 Tunnarius Küfer
1401 Turmrater Kerkermeister
1402 Tutor Vormund
1403 Tyropola Käsehändler
1404 Ulner Töpfer
1405 Unguentarius Parfüm- und Salbenmacher
1406 Unterbeseher Marktaufseher
1407 Unterkäufler Makler
1408 Urinator ↗ Urinator ist ein Taucher, insbesondere jemand, der unter Wasser nach Dingen sucht.
 68 Urinwäscher Urinwäscher Die Berufsfunktion stammt schon aus dem alten Ägypten und Rom, wo Urin aufgrund des hohen Ammoniakgehalts als Wäschemittel benutzt wurde. Später auch zum Färben von Stoff und Wolle.Urinwäscher
1409 Usurarius Zinsnehmer, Wucherer
1410 Vadius Bürge
1411 Valvarius Beschliesser, Torwart
1412 Vector Fuhrmann
1413 Venator Jäger
1414 Venditor Händler, Verkäufer
1415 Venner Städtischer Beamter. Bern: Die Venner, die als städtische Bannerträger ursprünglich vor allem militärische Funktionen wahrgenommen hatten, gehörten im 15. Jahrhundert neben Schultheiss und Säckelmeister (Säckelmeister) zu den wichtigsten Amtsträgern der Stadt Bern und waren für alle zentralen Bereiche der kommunalen Verwaltung verantwortlich. Neben dem Steuer- und Wehrwesen (Wach- und Wehrpflicht) zählten sämtliche die Viertelsbevölkerung betreffenden Angelegenheiten von der Brandbekämpfung über die Einwohnerkontrolle bis zur Oberaufsicht über die städtische Bau- und Finanzverwaltung zu den Aufgaben der Viertelsvorsteher. Des Weiteren bezogen die Venner Abgaben und Steuern und organisierten Fron- und Fuhrdienste für den Bau und Unterhalt kommunaler Gebäude und Anlagen. Aber auch die Einteilung der Wachdienste, die Organisation und Führung militärischer Aufgebote, die Durchsetzung von Ratsbeschlüssen in der Bevölkerung sowie die Kontrolle von Brandschutzmassnahmen wie der Kauf von Feuereimern und Leitern lagen im Aufgabenbereich der Venner und ihrer Bediensteten, der so genannten Vennerweibel. Seit dem 14. Jahrhundert beaufsichtigten die Viertelsvorsteher ausserdem die neu ins bernische Bürgerrecht aufgenommenen Personen (Aufnahme ins Bürgerrecht), über deren Udelbesitz (Udelhausbesitz) sie in jedem Stadtviertel Buch führten (Udelbuch von 1389). Wahrscheinlich bereits seit der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts hatten die Venner ausserdem das Recht, während der jährlich an Ostern stattfindenden Ratserneuerung (Wahlprozedere an Ostern) jeweils vier Männer aus den vier Stadtvierteln und seit Ratsentsetzung von 1384 (Ratsentsetzung von 1384) exklusive aus den Mitgliedern der vier Handwerksgesellschaften der Gerber, Metzger, Schmiede und Pfister (Vennerviertel und Vennergesellschaften) zu ernennen. Diese so genannten Sechszehner nominierten dann ihrerseits die neuen Mitglieder des Rats der Zweihundert.
1416 Verganter Auktionator
1417 Vespillo Totengräber
1418 Vestiarius Kleidermacher, Schneider
1419 Veteramentarius Trödler
1420 Viego Küfer, Böttcher
1421 Viermann Ratsmitglied
1422 Viertelmeister Ratsmitglied
1423 Vietor Küfer, Böttcher
1424 Vigilarius Wächter
1425 Villicus Maier / Meier, Verwalter, Niederrichter
1426 Vinctor Klein- und Fassbinder
1427 Vinitor Winzer
1428 Virgulator Besen- oder Rutenbinder
1429 Viscera Eingeweide
1430 Visierschneider Hersteller von Larven, Kurzwaren
1431 Vitriarius Glaser, Glasmacher
1432 Vivandierer Besen- oder Rutenbinder
1433 Voltisierer Kunstfechter
1434 Wächter Aufseher, Verwalter ->’ siehe 'Wart'
1435 Wachtsetzer Wachtmeister (Berlin: hatte die Aufsicht über die Stadtwächter und bewachte die Marktzelte)
1436 Waderlmacher Fächermacher
1437 Waidner Waidner ->’ siehe Waidfärber oder Blaufärber
1438 Waidfärber Die Waidfärber gehörten zu den Innungen der Schönfärber. Die Waid- oder Blaufärber hatten Kenntnis, aus der Küpe des Färberwaids (Pastel oder Deutsche Indigo, zweijährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse) das Blaufärben der Stoffe auszuführen.
1439 Waller Pilger
1440 Wämstler Sulzer
1441 Wantsnider Gewandschneider
1442 Wart, Wärt[er] Aufseher, Verwalter, (Kranken-) Pfleger ->’ siehe auch Abwart
1443 Wasenmacher Abdecker, Schinder (Tierkörperverwerter, untersteht dem Tierarzt, unehrlicher Beruf)
1444 Wasenmeister Abdecker, Schinder (Tierkörperverwerter, untersteht dem Tierarzt, unehrlicher Beruf)
1445 Wehmutter Hebamme
1446 Weinführer Weinwirt
1447 Weinsticher Weinprüfer
1448 Weinvisierer Eichbeamter zum Vermessen der Weinfässer
1449 Werghändler Flachshändler
1450 Wetzer Schleifer
1451 Wingertsmann Winzer
1452 Wuhrmeister Der Wuhrmeister ist für die Überwachung der zugeteilten Fliessgewässer zuständig. Er wartet die Dämme (die Stauwehre) zur Abwehr des Wassers. In der Gesetzes-Sammlung des Kantons St. Gallen, von 1803 bis 1839 (Band 2, ab Seite 1305) findet sich die «Verordnung des kleinen Raths betreffend den Uferbau am Rhein und die Instruktion für die Wuhrmeister». Zusammenfassung der ersten 8 von 33 Artikeln: 1) die Gemeinden sind für den Uferbau zuständig. 2) Das Rheinufergebiet wird der Länge nach in Achtelsstunden unterteilt. 3) Es braucht ein Verzeichnis über die Zuständigkeiten. 4) Die Leitung und Beaufsichtigung des Uferbaus ist einem Wuhrmeister zu übergeben. 5, 6) die Wuhrmeister erfüllen ihre Aufgabe auf Kosten der zuständigen Gemeinden. 7) Die Gemeinden müssen dem Departement des Äusseren jeweils zwei Kandidaten vorschlagen. Die Kandidaten müssen hinreichende Kenntnis im Lesen, Schreiben und Rechnen mitbringen. 8) Die Amtsdauer des Wuhrmeisters ist auf 2 Jahre bestätigt. Eine Wiederwahl ist möglich.
1453 Wurzler Gewürzhändler
1455 Zainer Korbflechter
1456 Zauer Tuchmacher
1457 Zeichenmeister Eichbeamter
1458 Zeidler Imker
1459 Zeiner Korbflechter
1460 Zeller Bauer. 1765 im südwestlichen Münsterland ausschließlich Bezeichnung für «Halberben», im Status oberhalb der Pferdekötter (-> siehe 'Kötter'). Der «Zeller» ist der Besitzers eines Colonats (einer Bauernstelle, -> siehe 'Colonus'). 'telen' ist altsächsisch (tilian angelsächsisch, tilia altfriesisch, tilen saterländisch) und bedeutet 'den Acker bauen', ertragreich machen, colere.
1461 Zengener Zangenschmied
1462 Zerenner Eisenschmied
1463 Zeugwart, Zügwart Aufseher und Verwalter im Zeughaus
1464 Zettler Umspanner in der Weberei. Beim Zetteln wird der Schärbaum (auch Zettelbaum genannt) auf den Kettbaum umgespult. Berufe waren noch 1990: Bandzettler, Baumwollzettler, Endezettler, Musterzettler, Seidenzettler, Wollzettler, Zettler und Zettlermeister (Quelle: Eidgenössische Volkszählung 1990, Verzeichnis der persönlichen Berufe). Quellen (eingereicht von Yvonne Hausheer): Gemäss Bürgeretat von Zürich 1911 verdiente eine Alt-Wollishoferin als 'Zettlerin' ihren Lohn.
1465 Zitzweber Kattunweber
146? Zokelmacher Zokelmacher waren in Wien Hersteller von aus Stoff angefertigten Socken, die mit Ledersohlen unterlegt, auch anstelle der Schuhe getragen wurden.
1466 Zonarius Gürtelmacher
1467 Zwirner Fadenmacher
1468 Zythopepta Brauer
1469 Zytopoeus Brauer
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Namensfindung Vorname/Nachname

https://de.namespedia.com/details/Scheidegger
https://forebears.io/de/surnames/scheidegger
[1] Die Onomastik ist eine Disziplin der Etymologie und widmet sich der wissenschaftlichen – insbesondere sprachwissenschaftlichen – Erforschung von Namen.
Wer seine Zwillingstöchter Nausea und Emesis tauft, hat sich definitiv verpeilt
https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/007855/2016-04-04/
https://www.germanistik.unibe.ch/forschung/projekte/forschungsstelle_fuer_namenkunde/namenforschung/index_ger.html
Namenforschung oder Onomastik ist die Wissenschaft von den Eigennamen. Eigennamen bezeichnen als Personennamen (Anthroponyme) menschl. Individuen, als Orts-, Gewässer-, Berg- und Flurnamen (Toponyme)
Die Namenforschung, auch Namenkunde, Onomatologie oder Onomastik (von altgriechisch ὀνομαστική [ἐπιστήμη] onomastiké [epistéme] «Namenwissenschaft» bzw. ὄνομα ónoma «Name»), beschäftigt sich mit der Bedeutung, Herkunft und Verbreitung von Eigennamen, unter anderem von Personennamen (Teilgebiet Anthroponomastik) und Ortsnamen (Teilgebiet Toponomastik). https://www.gw.uni-jena.de/phifakmedia/Fakult%C3%A4t/Einrichtungen/Institute/Institut+f%C3%BCr+Germanistische+Sprachwissenschaft/Fotos+Barbara/Handout+Onomastik+bis+Personennamen+2019.pdf
https://geogen.stoepel.net/

Kevinismus und Chantalismus sind ironische Bezeichnungen für die Neigung, Kindern ungewöhnliche, exotisch klingende Vornamen zu geben.[1]
Der Wohlklang bei der Namensgebung spielt eine wichtige Rolle. Aber Achtung: Wer seine Zwillingstöchter Nausea und Emesis nennt, hat sich definitiv verpeilt
https://www.baby-vornamen.de/
Vornamensuche nach Sprache und Herkunft Ob klassisch, altmodisch oder modern, Vornamen sind fast alle einer bestimmten Sprache und Herkunft zuzuordnen. Hier kannst Du ganz gezielt nach europäischen und internationalen Vornamen suchen.
https://www.baby-vornamen.de/Sprache_und_Herkunft/ https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/geburten-todesfaelle/vornamen-schweiz.html
Die plötzliche Popularität des Namens Kevin prägte den Begriff Kevinismus für dieses Klischee, als weibliche Entsprechung wurde Chantalismus aus Chantal gebildet. Der Begriff selbst entstammt ursprünglich der Satirewebsite Uncyclopedia und wurde später von Journalisten aufgegriffen und thematisiert.[2]
https://www.tpi.uni-jena.de/~wipf/talks/studgen.pdf




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Namensfindung Kuriosa

style="stop-color:rgb(206,27,40);stop-opacity:1" /> Kuriosa Sorry, Ihr Browser unterstützt keine Inline-SVG.
Donaudampfschiffahrtsgesellschaftskapitän
Der Beruf mit dem «Längsten Namen» ist Donaudampfschiffahrtsgesellschaftskapitän. Er bezeichnet als Eigennamenkompositum inoffiziell einen Kapitän der von 1829 bis 1991 existierenden Ersten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft (DDSG). Donaudampfschiffahrtsgesellschaftskapitän ist ein beliebtes Beispiel für die Bildung von Mehrfachkomposita in der deutschen Sprache – und deren Probleme im Bereich der Linguistik und Computerlinguistik in Thesauren, Übersetzungsprogrammen und Suchabfragen. Der Begriff dient auch als Ausgangspunkt für Wortspielereien und die Konstruktion noch längerer künstlich zusammengesetzter – aber grammatikalisch korrekter – Substantive wie Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitänsanwärterposten.
Betrachtet man das Wort als Gattungsbegriff, gilt seit der Rechtschreibreform 1996 die Schreibweise mit drei f, also Donau­dampfschifffahrts­gesell­schafts­kapitän.
Den Donaudampfschiffahrtsgesellschaftskapitän gibt es auch als Tango mit Songtext. Hier in der Version von ↗ Ernst Mosch oder ↗ Karel Gott.

Unehrliche Berufe
Unehrlich ist hier weniger moralisch denn sozial zu verstehen, die auf der Infamia römisch-rechtlicher Provenienz basiert. Unehrliche Berufe waren in der Ständegesellschaft des europäischen Mittelalters – und bis weit in die frühe Neuzeit – Erwerbsweisen ohne gesellschaftlich anerkannte Ehrbarkeit. Dabei lassen sich «unehrliche Leute», die durch bestimmte Erwerbsweisen in Verruf gerieten, in drei Kategorien einteilen:
 ⇒  die Angehörigen als unehrlich geltender Gewerbe bzw. Handwerke wie Schäfer, Müller, Türmer, Bader, Leineweber oder Barbiere
 ⇒  die Angehörigen des nicht ortsfest lebenden und als «herrenlos» geltenden Bevölkerungsteils («Fahrendes Volk») wie Lumpensammler, Spielleute, Kesselflicker oder Hausierer
 ⇒  Anbieter von «unreinen» Dienstleistungen, die mit Schmutz, Strafe und Tod zu tun hatten wie Gassenkehrer, Büttel, Köhler, Abdecker, Totengräber oder Scharfrichter.
Literatur:





Fussnoten


(1) ↗ Namenspedia
↗ Forebears
[1] Die Onomastik ist eine Disziplin der Etymologie und widmet sich der wissenschaftlichen – insbesondere sprachwissenschaftlichen – Erforschung von Namen.


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(2) «Non scholae sed vitae discimus.» Wer kennt ihn nicht, den berühmten Spruch des stoischen römischen Philosophen Seneca (1–65 n. Chr.)? Man greift gern auf ihn zurück, um schulmüden Teenies, die den Sinn des Unterrichts in Zweifel ziehen, ein im Wortsinn klassisches Argument entgegenzuhalten. Nur: Wir lernen nicht fürs Leben, sondern für die Schule, sagt dieser Römer, der unter anderem als Erzieher des späteren Kaisers Nero in die Geschichtsbücher einging. Seneca übte damit Kritik an den damaligen römischen Philosophenschulen. Zwar hat Lucius Aennaeus Seneca, geboren 4 v. Chr., tatsächlich etwas über Schule und das Lernen verfasst. In seinen «Epistulae morales ad Lucilium» schrieb er aber: «Non vitae sed scholae discimus». Und das heisst übersetzt genau das Gegenteil von dem, was sich in die humanistische Bildung eingeschlichen hat. L. ANNAEVS SENECA (c. 4 B.C. – A.D. 65) EPISTULAE MORALES AD LUCILIUMLibri XVII-XVIII CVI. SENECA LVCILIO SVO SALVTEM [12] http://www.thelatinlibrary.com/sen/seneca.ep17-18.shtml

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(3) Demnach war Magellans Antrieb die Gier, das Profitdenken - Volker Reinhardt wörtlich: «Magellan sollte im Auftrag des spanischen Königs Karl I. zu den Molukken segeln, deren Gewürznelken sich in Europa mit sagenhaftem Profit verkaufen liessen.»"

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